Was ist eine Elektroheizung? – Photovoltaik.info
3. November 2016

Was ist eine Elektroheizung?

Was ist eine Wärmepumpe?

Elektroheizungen gelten als uneffizient und veraltet. Moderne Geräte zeigen jedoch, dass dies nicht unbedingt der Tatsache entsprechen muss. In einigen Fällen kann es sich also lohnen, über die Anschaffung einer Elektroheizung nachzudenken.

Was ist eine Elektroheizung?

Bei Elektroheizungen erwärmt Strom die in den Geräten befindlichen Heizdrähte oder Heizspiralen. Je nachdem wann und wie dieser Strom zur Wärmeerzeugung genutzt wird, dabei kann man jedoch in verschiedenen Typen unterscheiden. So gibt es die bekannten Nachtspeicherheizungen, die den günstigeren Nachtstrom nutzen, während die Direktheizungen den Strom dann nutzen, wenn geheizt werden muss. Infrarotheizungen sind ein ganz besonderer Typ dieser Direktheizungen, da sie nicht die Raumluft, sondern Gegenstände oder Menschen durch die Infrarotstrahlung erwärmen.

Was sind die Vorteile einer Elektroheizung?

– geringe Anschaffungskosten: Elektroheizungen sind gegenüber Heizsystemen aus Heizkörpern und Heizkesseln deutlich günstiger in der Anschaffung.

– keine teure Installation: Der größte Vorteil der Elektroheizungen liegt in ihrer einfachen Installationsweise, die ganz ohne Verrohrung auskommt. Auch unerfahrene Handwerker können die Geräte an der Wand anbringen.

– tolle Designmöglichkeiten: Moderne Infrarotheizungen gibt es in den verschiedensten Ausführungen: In Form von Spiegeln, Kunstwerken oder Natursteinplatten können sie gleichzeitig den Raum schmücken.

– platzsparend: Flache Elektroheizungen können platzsparend an der Wand aufgehängt werden und sind daher auch für kleine Räume ideal.

– keine Wartung: Eine Kontrolle des Heizkessels oder der Besuch des Schornsteinfegers entfällt hier komplett.

– sauber und staubfrei: Eine Elektroheizung ist durch ihren Betrieb mit Strom besonders sauber und verursacht keinerlei Schmutz im Haus.

Was sind die Nachteile einer Elektroheizung?

– hohe Betriebskosten und Abhängigkeit vom aktuellen Strompreis: Im Betrieb verursachen die Elektroheizungen hohe Stromkosten, sodass sich ihr Betrieb nur für Ferienhäuser und selten genutzte Räume wie Partyzimmer, Gartenhäuschen o. ä. lohnt. Da keine Bevorratung mit Strom möglich ist, sind Nutzer vom aktuellen Strompreis, der hohen Schwankungen unterliegen kann, abhängig.

– veraltete Technik bei Nachtspeicherheizungen: Nachtspeicherheizungen gelten heute als veraltet, weil die Preisunterschiede zwischen Nachtstrom und normalen Strom nicht mehr so groß sind. Früher nutzten Stromkraftwerke die Nachtstromtarife für eine gleichmäßigere Auslastung. Da sie heute deutlich besser steuerbar sind, fällt der Preisvorteil heute so gering aus, dass sich die Anschaffung einer Nachtspeicherheizung kaum lohnt.

– Nachtspeicherheizungen schlecht regelbar: Die gespeicherte Wärme wird durch Nachtspeicherheizungen tagsüber abgegeben. Eine Regelung ist dabei nur begrenzt möglich. In einigen Fällen kann es auch sein, dass die Wärme nicht mehr für den Abend ausreicht.

– hoher CO2-Ausstoß: Elektroheizungen besitzen eine geringe Energieeffizienz und verursachen deutlich höhere Treibhausgasemissionen. Während der CO2-Ausstoß bei Heizöl etwa 302 g pro kWh und bei Erdgas 244 g pro kWh ist, liegt er bei der Stromnutzung bei ganzen 600 g pro kWh.

Was kostet die Elektroheizung für den Verbraucher?

Die Kosten für die verschiedenen Typen von Elektroheizungen fallen recht unterschiedlich aus. Selbstverständlich spielt dabei auch die Leistung eine wichtige Rolle. Während eine Infrarot-Heizung mit 300 Watt etwa 500 Euro kostet, sind bei 800 Watt Leistung 900 Euro fällig. Ähnlich sind die Kosten bei Natursteinheizungen. Diese gibt es allerdings in den unterschiedlichsten Ausführungen. Wer edelsten Marmor wählt, muss dann mit deutlich höheren Kosten rechnen.

Die Anschaffungskosten für eine Nachtspeicherheizung mit 2.000 Watt Leistung belaufen sich bei ungefähr 700 bis 1.000 Euro. Dazu kommen eventuell Kosten von 250 Euro für einen zusätzlichen Stromzähler. Viele moderne Zähler besitzen allerdings schon einen integrierten Nachtstromzähler.

Zusätzlich stehen auch elektrische Fußboden-Heizungen zur Auswahl. Hier müssen Hausbesitzer mit Kosten von etwa 100 Euro pro m² rechnen.

Da Elektroheizungen leicht zu installieren sind und auch selbst angebracht werden können, fallen für die Installation geringe oder keine Kosten an.

Für wen lohnt sich eine Elektroheizung?

In häufig genutzten Räumlichkeiten ist eine Elektroheizung kaum zu empfehlen. Anders sieht dies bei nur gelegentlich bewohnten Ferienhäusern, Partyräumen, Gartenhäuschen und anderen selten genutzten Räumen aus. Hier punktet die Elektroheizung mit ihrer einfachen Installation, den geringen Anschaffungskosten und der schnellen Erwärmung. Besonders die Infrarotheizungen gelten zudem als besonders angenehm, da sie nicht die Luft, sondern Körper erwärmen.

Elektroheizung in Form von elektrischen Sockelheizungen, die meist an den Fußleisten angebracht werden, können zudem Wandschimmel vorbeugen und sind somit ebenfalls für Ferienhäuser geeignet.

Wer seine Elektroheizung mit eigenem Strom von der Photovoltaikanlage betreiben kann, spart sich deren hohen Betriebskosten ein. Allerdings ist zu beachten, dass die Stromproduktion im Winter deutlich geringer ist und der Strom vor allen an den Abendstunden benötigt wird. Ein Stromspeicher ist in diesem Fall also sehr ratsam.

Welche Kosten müssen jährlich für die Elektroheizung einkalkuliert werden?

Diejenigen, die nicht auf selbst produzierten Strom zurückgreifen können, müssen mit hohen Heizkosten rechnen. Je nach Dauer der Nutzung und Dämmung des Raums fallen die Kosten unterschiedlich aus. So benötigt ein 20 m² großer Raum in einem relativ energieeffizienten Gebäude etwa 1.400 kWh, während es in einem eher älteren Gebäude doppelt so viel ist. Dementsprechend können sich auch die Stromkosten beim Betrieb der Heizung verdoppeln. Geht man von einem Strompreis von 0,28 Euro aus, verursacht eine Elektroheizung im erstgenannten Raum Kosten von etwa 400 Euro, im älteren Gebäude dagegen sogar etwa 840 Euro.

Interessante Links zum Thema:

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Written by Patrick Thoma

Patrick Thoma

Patrick Thoma ist im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig. Er ist Autor und Herausgeber der Seite Photovoltaik.info auf der es um allgemeine Themen der Photovoltaik geht. Ziel der Seite ist es, Themen zu behandeln die einen Interessenten für eine Photovoltaikanlage beschäftigen und diese in einfachen Worten zu erklären.

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