Strompreisschwankungen im Tagesverlauf: Ihr Sparpotenzial in Euro und Cent

Die jährliche Stromrechnung ist für viele Haushalte eine feste Größe, die akzeptiert, aber selten hinterfragt wird. Sie zahlen einen festen Preis pro Kilowattstunde (kWh) und versuchen, den Gesamtverbrauch zu senken. Doch dieser Pauschalpreis ist nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich unterliegt der Strompreis an der Börse starken Schwankungen – und das im Stundentakt. Was wäre, wenn Sie diese Schwankungen nicht nur verstehen, sondern auch aktiv für sich nutzen könnten, um Ihre Stromkosten spürbar zu senken? Dieser Artikel zeigt, welches finanzielle Potenzial in den täglichen Preiszyklen steckt.

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Warum Strom nicht immer gleich viel kostet

Ihr Stromanbieter kauft die Energie, die er Ihnen liefert, an der Strombörse, beispielsweise an der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig. Dort wird Strom wie eine Ware gehandelt, deren Preis sich aus Angebot und Nachfrage ergibt.

  • Das Angebot: An einem sonnigen und windigen Tag wird sehr viel günstiger Ökostrom in die Netze eingespeist. Ist das Angebot hoch, fällt der Preis an der Börse – manchmal sogar in den negativen Bereich.
  • Die Nachfrage: Am frühen Abend, wenn die meisten Menschen von der Arbeit kommen, kochen, waschen und fernsehen, steigt der Bedarf rasant an. Gleichzeitig liefert die Sonne keinen Strom mehr. Um diese Nachfrage zu decken, müssen teurere Gaskraftwerke zugeschaltet werden. Das Angebot ist knapp, die Nachfrage hoch – der Preis explodiert förmlich.

Die meisten Standard-Stromverträge bieten Ihnen daher einen Mischpreis. Ihr Anbieter kalkuliert die Schwankungen über das ganze Jahr, schlägt seine Marge sowie die Netzentgelte darauf und präsentiert Ihnen einen festen Arbeitspreis pro kWh. Sie zahlen also auch zur Mittagszeit, wenn der Strom an der Börse fast kostenlos ist, den gleichen hohen Preis wie in den teuren Abendstunden.

Das Sparpotenzial in der Praxis: Eine Beispielrechnung

Um das Potenzial greifbar zu machen, werfen wir einen Blick auf die Börsenstrompreise an einem durchschnittlichen Tag. Diese Daten sind öffentlich einsehbar und zeigen ein klares Muster.

Typische Börsenstrompreise im Tagesverlauf (Beispiel):

  • Nachts (ca. 03:00 Uhr): Geringe Nachfrage, oft viel Windenergie. Preis: 8 Cent/kWh
  • Mittags (ca. 14:00 Uhr): Sehr hohes Solarstromangebot. Preis: 5 Cent/kWh
  • Abends (ca. 19:00 Uhr): Hohe Nachfrage, keine Sonne. Preis: 25 Cent/kWh

Der Preisunterschied zwischen der günstigsten Mittagszeit und der teuersten Abendspitze beträgt in diesem Beispiel 20 Cent pro Kilowattstunde.

Typischer Verlauf der Börsenstrompreise über 24 Stunden

Was bedeutet das für Ihren Haushalt? Betrachten wir den Betrieb von drei gängigen Haushaltsgeräten:

  • Waschmaschine (1 Zyklus, ca. 1 kWh): Kosten Mittags (5 ct/kWh) = 5 Cent | Kosten Abends (25 ct/kWh) = 25 Cent. Ersparnis: 20 Cent.
  • Geschirrspüler (1 Zyklus, ca. 1,2 kWh): Kosten Mittags (5 ct/kWh) = 6 Cent | Kosten Abends (25 ct/kWh) = 30 Cent. Ersparnis: 24 Cent.
  • Backofen (1 Stunde, ca. 2 kWh): Kosten Mittags (5 ct/kWh) = 10 Cent | Kosten Abends (25 ct/kWh) = 50 Cent. Ersparnis: 40 Cent.

Allein durch die bewusste Nutzung dieser drei Geräte zur Mittagszeit statt am Abend könnten Sie an einem einzigen Tag über 80 Cent sparen. Auf ein Jahr hochgerechnet summiert sich allein durch diese zeitliche Verschiebung das Sparpotenzial auf rund 300 Euro.

Die Herausforderung: Den günstigen Strom nutzen, wenn man ihn braucht

Die logische Konsequenz ist, den Strom dann zu verbrauchen, wenn er am günstigsten ist. Doch die Realität sieht oft anders aus. Die wenigsten Menschen sind zur Mittagszeit zu Hause, um Wäsche zu waschen oder den Ofen anzustellen. Der größte Strombedarf entsteht genau dann, wenn der Strom am teuersten ist: in den Abendstunden.

Dynamische Stromtarife geben diese Börsenpreise zwar direkt an Sie weiter, erfordern aber oft spezielle Smart Meter und eine aktive Steuerung des Verbrauchs. Eine deutlich einfachere und effektivere Strategie ist es, sich von den teuren Stromspitzen unabhängig zu machen.

Die entscheidende Frage lautet also nicht, wie Sie günstigen Strom aus dem Netz beziehen, sondern wie Sie den Kauf von teurem Strom vermeiden. Die Lösung liegt darin, den günstigen Sonnenstrom vom Tag für den Abend zu speichern. Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist genau für dieses Szenario konzipiert. Es erzeugt tagsüber kostenlosen Strom und speichert den Überschuss, den Sie nicht direkt verbrauchen. Wenn am Abend die Strompreise im Netz steigen, nutzen Sie einfach Ihre eigene, gespeicherte Energie – und umgehen die teuerste Zeit des Tages vollständig.

Balkonkraftwerk mit Speicher

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Warum ist mein Strompreis immer gleich, wenn die Börsenpreise so stark schwanken?

Ihr Stromvertrag basiert auf einem Mischkalkulations- oder Festpreis-Modell. Ihr Anbieter kauft zu variablen Preisen ein, verkauft Ihnen den Strom aber zu einem festen Preis, um sich und Ihnen Planungssicherheit zu geben. Diese Bequemlichkeit hat jedoch ihren Preis: Sie profitieren nicht von den günstigen Phasen.

2. Wie stark können die Preisunterschiede an der Börse wirklich sein?

An sehr sonnigen und windigen Tagen können die Börsenstrompreise mittags auf 0 Cent oder sogar in den negativen Bereich fallen. Das bedeutet, dass Erzeuger mitunter dafür bezahlen, ihren Strom ins Netz einspeisen zu dürfen. An windstillen, dunklen Winterabenden können die Preise hingegen auf 40, 50 oder sogar mehr Cent pro kWh ansteigen. Die Spanne ist also oft noch größer als in unserem Beispiel.

3. Kann ich diese Preisschwankungen ohne spezielle Technik für mich nutzen?

Ja, in begrenztem Maße. Indem Sie energieintensive Geräte wie Waschmaschine, Trockner oder Geschirrspüler bewusst am Wochenende zur Mittagszeit laufen lassen, verlagern Sie Ihren Verbrauch in eine günstigere Phase. Ohne eigene Erzeugung und Speicherung ist das Potenzial jedoch begrenzt.

4. Lohnt sich der Aufwand, den eigenen Stromverbrauch zu steuern?

Wie unsere Beispielrechnung zeigt, ist das finanzielle Potenzial erheblich. Anstatt Ihren Alltag an die Strompreise anzupassen, ist es jedoch wesentlich komfortabler, eine technische Lösung zu nutzen, die diesen Prozess automatisiert. Ein Speichersystem übernimmt diese Aufgabe von allein: Es sichert günstigen Strom und vermeidet den teuren Zukauf aus dem Netz.

Fazit: Das ungenutzte Potenzial erkennen und handeln

Die Schwankungen des Strompreises sind keine theoretische Größe, sondern eine reale finanzielle Chance. Jeder Tag bietet ein Zeitfenster, in dem Energie deutlich günstiger ist. Der Schlüssel zur Nutzung dieses Potenzials liegt darin, den teuren Netzstrom während der Spitzenlastzeiten am Abend zu vermeiden.

Anstatt Ihren Lebensrhythmus an die Strombörse anzupassen, können Sie mit der richtigen Ausrüstung den Spieß umdrehen. Eine Anlage, die tagsüber kostenlose Sonnenenergie erzeugt und für den Abend speichert, macht Sie von den teuersten Stunden am Strommarkt unabhängig und senkt Ihre Kosten nachhaltig.

Erzeugt tagsüber kostenlosen Strom und speichert den Überschuss

Wenn Sie dieses Sparpotenzial für sich erschließen möchten, ist der nächste logische Schritt, eine autarke Lösung wie passende DIY-PV-Anlagen mit Speicher in Betracht zu ziehen. Diese sind darauf ausgelegt, genau diese teuren Verbrauchsspitzen mit selbst erzeugtem Strom zu decken und Ihre Unabhängigkeit zu maximieren.

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OLEKSANDR PUSHKAR
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