In Förderstedt, Sachsen-Anhalt, hat der Bau eines der größten Batteriespeicher Europas begonnen. Das Projekt der ECO STOR GmbH wird nach seiner Fertigstellung eine entscheidende Rolle für die Stabilität des deutschen Stromnetzes und die fortschreitende Integration erneuerbarer Energien spielen.
700 MWh Batteriespeicher Förderstedt: Ein Meilenstein der Energiewende
Mit einem symbolischen Spatenstich am 4. November 2025 hat in Förderstedt, einem Ortsteil von Staßfurt, der Bau des derzeit größten Batteriespeichers in Deutschland offiziell begonnen. Das von der ECO POWER THREE GmbH, einer Tochtergesellschaft der ECO STOR GmbH, realisierte Projekt markiert einen bedeutenden Fortschritt für die Energiewende. Auf dem Gelände eines ehemaligen Tagebaus entsteht eine Anlage mit einer Leistung von 300 Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von über 700 Megawattstunden (MWh).
Diese Dimensionen ermöglichen es dem Speicher, rechnerisch rund 500.000 Haushalte für zwei Stunden mit Strom zu versorgen. Seine Hauptaufgabe wird jedoch darin bestehen, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen, die durch die volatile Einspeisung von Wind- und Solarenergie entstehen. Durch das Speichern von überschüssiger Energie bei hoher Produktion und deren Abgabe bei hoher Nachfrage trägt die Anlage zur Netzstabilität bei. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Anbindung an das Übertragungsnetz erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber 50Hertz, was die systemrelevante Bedeutung des Projekts unterstreicht. Die Notwendigkeit einer robusten Netzanbindung ist ein Faktor, der bei Energieprojekten jeder Größenordnung entscheidend ist, von Großspeichern bis hin zur privaten PV-Anlage, bei der unter Umständen eine Verstärkung des Hausanschlusses erforderlich wird.
Finanzierung und Baufortschritt des Batteriespeichers Förderstedt
Das Projekt wird vollständig privat finanziert, ohne auf staatliche Subventionen zurückzugreifen. Dies unterstreicht die wachsende wirtschaftliche Tragfähigkeit von Energiespeicherlösungen im aktuellen Marktumfeld. An der feierlichen Zeremonie zum Baustart nahmen hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft teil, darunter Prof. Dr. Armin Willingmann, Energieminister von Sachsen-Anhalt, und Vertreter des Bundesverbandes Energiespeicher Systeme (BVES) sowie des Netzbetreibers 50Hertz.
Die Fertigstellung der Anlage ist für das Jahr 2025 geplant. Für die Stadt Staßfurt bringt das Projekt nicht nur eine Stärkung des Standorts als Energieknotenpunkt, sondern auch langfristige wirtschaftliche Vorteile. Laut den Betreibern sollen 90 Prozent der anfallenden Gewerbesteuereinnahmen direkt der Kommune zugutekommen.
Bedeutung des 700 MWh Batteriespeichers Förderstedt für die Region und die Energiewende
Großprojekte wie in Förderstedt sind ein zentraler Baustein der Energiewende auf nationaler Ebene. Gleichzeitig wächst die dezentrale Energieerzeugung durch private Haushalte und lokale Gemeinschaften. Initiativen wie die von Bürgern in Sachsen realisierte PV-Anlage zeigen, dass der Wandel auf allen Ebenen vorangetrieben wird.
Während der Großspeicher in Förderstedt das übergeordnete Netz stabilisiert, ermöglichen es Heimspeicherlösungen Hausbesitzern, ihren Eigenverbrauch zu maximieren und sich unabhängiger vom öffentlichen Netz zu machen. Eine Nulleinspeiseanlage mit ausreichend dimensioniertem Batteriespeicher ist hierfür eine wirtschaftlich sinnvolle Option. Das wachsende Interesse an Autarkie spiegelt sich in der hohen Nachfrage nach PV-Anlagen mit Speicher wider. Auch für Mieter gibt es mittlerweile einfache Möglichkeiten zur Teilhabe, etwa durch Balkonkraftwerke mit Speicher, die überschüssige Energie für die Abendstunden sichern.
700 MWh Batteriespeicher Förderstedt als Vorbild für zukünftige Projekte
Der Batteriespeicher in Förderstedt wird nach seiner Inbetriebnahme zu den größten seiner Art in Europa gehören und dient als Vorbild für zukünftige Infrastrukturprojekte. Er zeigt, dass Energiespeicherung in großem Maßstab nicht nur technisch machbar, sondern auch wirtschaftlich rentabel ist. Die hier gewonnenen Erfahrungen werden wertvolle Erkenntnisse für den weiteren Ausbau der Speicherinfrastruktur in Deutschland liefern.
Die technischen Herausforderungen bei der Planung und Installation solcher Anlagen sind komplex. Effizienz und Sicherheit stehen im Vordergrund, ähnlich wie bei Heimspeichern, bei denen der Installationsort von PV-Speicher und Wechselrichter eine wichtige Rolle für die Leistung des Gesamtsystems spielt. Zukünftige Energiesysteme könnten verstärkt auf die intelligente Vernetzung und Kombination verschiedener Stromspeicher setzen, um eine maximale Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Das Projekt in Förderstedt ist somit mehr als nur ein Kraftwerk – es ist ein entscheidender Schritt in eine Zukunft, in der eine stabile und nachhaltige Energieversorgung auf dem Zusammenspiel von zentralen Großanlagen und dezentralen, bürgernahen Lösungen beruht.







