EnBW eröffnet Schnellladestandort mit Photovoltaik-Park in Sachsen
Die Energiewende im Verkehrssektor nimmt weiter Fahrt auf: Der Energieversorger EnBW hat in Zeithain, Sachsen, einen neuen Schnellladestandort eröffnet, der direkt mit einem Photovoltaik-Park gekoppelt ist. Dieses Leuchtturmprojekt unterstreicht die wachsende Synergie zwischen Elektromobilität und erneuerbarer Energieerzeugung und setzt ein wichtiges Zeichen für die Dekarbonisierung des Verkehrs im Freistaat.
EnBW Schnellladestation mit Photovoltaik in Sachsen
Im sächsischen Zeithain in der Region Riesa hat die EnBW ihre Ladeinfrastruktur um einen strategisch wichtigen Standort erweitert. Es ist der erste im Freistaat, der die Ladesäulen mit einer eigenen Photovoltaik-Freiflächenanlage kombiniert. Der neue Ladepark verfügt über 12 High-Power-Charging (HPC) Ladepunkte, an denen Elektroautos mit einer Leistung von bis zu 300 Kilowatt (kW) geladen werden können.
Der Standort liegt verkehrsgünstig in der Nähe der Bundesstraße 169 und ist rund um die Uhr zugänglich. Der von der benachbarten Solaranlage erzeugte Strom wird direkt in das öffentliche Netz eingespeist und trägt so zur Versorgung der Ladeinfrastruktur bei. Solche Projekte sind ein entscheidender Schritt, um den steigenden Energiebedarf der Elektromobilität nachhaltig zu decken. Die Errichtung großer Solarparks ist ein bundesweiter Trend, wie auch andere Vorhaben, beispielsweise ein geplanter riesiger Agri-PV-Park in Mecklenburg-Vorpommern, zeigen.
EnBW erweitert Ladeinfrastruktur in Sachsen
Tino Groß, Leiter der EnBW-Ladeinfrastruktur für Sachsen, hob die Bedeutung der neuen Lademöglichkeiten für die Region hervor. Der Standort in Zeithain demonstriert eindrucksvoll, wie der Ausbau erneuerbarer Energien und der Ladeinfrastruktur Hand in Hand gehen können. Dieses Projekt ist Teil einer bundesweiten Strategie, wie auch der Bau eines Hybrid-Energieparks in Brandenburg beweist, der Solar- und Windkraft kombiniert.
In Sachsen betreibt die EnBW bereits 100 Ladepunkte an 16 Standorten, darunter weitere Schnellladestandorte in Leipzig und Chemnitz. Allein für das laufende Jahr ist die Inbetriebnahme von mindestens 20 weiteren Standorten im Freistaat geplant. Bundesweit will das Unternehmen bis Ende des Jahres 1.000 Schnellladestandorte mit über 5.000 Ladepunkten betreiben. Mit Ladeleistungen von bis zu 300 kW kann die Reichweite eines E-Fahrzeugs in nur 20 Minuten um bis zu 400 Kilometer erhöht werden.
Das Projekt in Zeithain wird durch die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur mit 25 Prozent der Investitionskosten unterstützt. Während solche Großprojekte staatlich gefördert werden, gibt es auch für Privatpersonen interessante Fördermöglichkeiten für Photovoltaik, um die eigene Energiewende voranzutreiben.
Nachhaltige Stromversorgung durch Photovoltaik für Verbraucher
Die EnBW verpflichtet sich, an all ihren Ladepunkten ausschließlich Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Quellen zu liefern, was jährlich vom TÜV Nord zertifiziert wird. Die Preisgestaltung ist transparent und fair: Es gibt keine Grundgebühr, die Abrechnung erfolgt pro geladener Kilowattstunde. Mit dem EnBW HyperNetz erhalten Nutzer zudem Zugang zu über 500.000 Ladepunkten in 17 europäischen Ländern.
Die direkte Kopplung von Ladeinfrastruktur und lokaler Solarstromerzeugung ist ein Modell, das sich auch im Kleinen umsetzen lässt. Immer mehr Hausbesitzer erkennen die Vorteile, ihr Elektroauto mit Strom vom eigenen Dach zu laden. Umfassende PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets machen Haushalte unabhängiger von Strompreisschwankungen. Doch auch Mieter können einen Beitrag leisten: Mit Balkonkraftwerken mit Speicher oder ohne Speicher lässt sich unkompliziert eigener Solarstrom erzeugen und nutzen. Wer sich tiefergehend mit den Grundlagen der Solarenergie beschäftigen möchte, findet auf Photovoltaik.info umfassende Informationen. Bei der Planung einer eigenen Anlage sollte auch an die Absicherung gedacht werden, denn eine Haftpflicht für Photovoltaikanlagen schützt vor Schäden, die Dritten entstehen könnten.
Die Eröffnung des Schnellladestandorts in Zeithain ist mehr als nur die Erweiterung des Ladenetzes. Sie ist ein klares Bekenntnis zur Integration von erneuerbaren Energien in die Mobilitätswende und ein Vorbild für zukünftige Infrastrukturprojekte in Deutschland.







