Bayernwerk Dachau: 110-kV-Erdkabelleitung für sichere Stromversorgung
Ein regionaler Netzbetreiber hat mit dem Bau einer neuen 110-Kilovolt (kV)-Erdkabelleitung begonnen, um das Umspannwerk Dachau in westlicher Richtung anzubinden. Diese Maßnahme ist ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende und dient der Verstärkung des Stromnetzes in der wachsenden Region westlich von München. Das Projekt unterstreicht die Notwendigkeit, die Infrastruktur an die steigende Einspeisung aus erneuerbaren Energien anzupassen, ein Thema, das die Entwicklungen im deutschen Solarmarkt maßgeblich prägt.
Die geplante Trasse erstreckt sich über eine Länge von rund 9,5 Kilometern und wird eine unterirdische Verbindung zwischen dem Umspannwerk Dachau und dem Umspannwerk in der Gemeinde Bergkirchen herstellen. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Kapazitäten für die Aufnahme von dezentral erzeugtem Strom zu erweitern.
Bauprojekt 110-kV-Erdkabelleitung: Zeitplan bis Herbst 2025
Die Umsetzung des Projekts ist in mehrere Bauabschnitte unterteilt, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Die Fertigstellung der gesamten Kabelleitung ist für Herbst 2025 vorgesehen.
Der erste, etwa 1,2 Kilometer lange Abschnitt, verläuft von der Rudolf-Diesel-Straße bis zum bestehenden Umspannwerk in Dachau. Die Arbeiten an diesem Teilstück sollen bereits im Sommer 2024 abgeschlossen sein. Der zweite, mit rund 8,3 Kilometern deutlich längere Abschnitt, führt von der Rudolf-Diesel-Straße bis zum Umspannwerk Bergkirchen und soll im Frühjahr 2025 fertiggestellt werden.
Die Detailplanung sieht folgende Bauphasen vor:
* Phase 1 (Mitte Juli 2024 – Mitte September 2024): Erster Bauabschnitt.
* Phase 2 (Mitte September 2024 – Mitte November 2024): Arbeiten in den Bereichen Hainbuchenring, Amperweg und Buchenstraße.
* Phase 3 (Mitte November 2024 – Anfang Februar 2025): Verlegung von der Buchenstraße über die Langenpettenbacher Straße bis zur Rudolf-Diesel-Straße.
Energiewende: Notwendigkeit der 110-kV-Erdkabelleitung in Dachau
Die Inbetriebnahme der neuen 110-kV-Erdkabelleitung ist für das Jahr 2025 geplant. Solche Leitungen sind das Rückgrat der Stromversorgung und verbinden über Umspannwerke das überregionale Hochspannungsnetz mit den regionalen und lokalen Verteilnetzen. Ein Umspannwerk transformiert die elektrische Energie zwischen verschiedenen Spannungsebenen und sorgt dafür, dass der Strom sicher bei den Verbrauchern ankommt.
Dass solche Projekte für das Gelingen der Energiewende entscheidend sind, zeigt ein kürzlich abgeschlossenes Vorhaben im Landkreis Dachau. Dort wurde eine 18 Kilometer lange 110-kV-Erdkabelleitung zwischen Kleinschwabhausen und Oberbachern in Betrieb genommen. Diese Leitung ermöglicht es, den Stromüberschuss aus mehr als 4.100 lokalen Photovoltaik-Anlagen aufzunehmen und in den Großraum München zu leiten. Die Entscheidung für eine Erdverlegung folgt dabei gesetzlichen Vorgaben, die diese Bauweise zur Erhöhung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Netzbauprojekten bevorzugen.
Regionale Energieerzeugung: Bedeutung der 110-kV-Erdkabelleitung Dachau für Haushalte
Der Ausbau der Verteilnetze ist eine direkte Voraussetzung dafür, dass der dezentral erzeugte Strom sicher aufgenommen und verteilt werden kann. Dies betrifft sowohl große Solarparks als auch die wachsende Zahl privater Erzeuger. Ein stabiles Netz ist entscheidend, damit der Strom von PV-Anlagen mit Speicher auf Hausdächern oder von kleineren Balkonkraftwerken mit oder ohne Speicher effizient genutzt werden kann.
Diese Infrastrukturprojekte sind somit eng mit der Stärkung der heimischen Energieerzeugung verknüpft. Gleichzeitig steht der Sektor vor Herausforderungen, wie die jüngste Produktionseinstellung bei der SI Module GmbH in Freiburg zeigt, was die Bedeutung einer robusten Lieferkette für die Energiewende unterstreicht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Bau der neuen Erdkabelleitung in Dachau ein wichtiger lokaler Schritt ist, um die nationale Energiestrategie umzusetzen und die Stromversorgung für die Zukunft zu sichern.







