Der Weg des Solarstroms: Schlüsselbegriffe von Erzeugung bis Verbrauch einfach erklärt

Die Sonne scheint, Ihre Photovoltaikanlage auf dem Dach oder Balkon produziert fleißig Strom – eine tolle Sache! Doch was passiert eigentlich genau mit diesem Solarstrom? Begriffe wie Direktverbrauch, Überschusseinspeisung oder Zweiwegezähler schwirren umher und können schnell für Verwirrung sorgen.

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Aber keine Sorge: Das Prinzip dahinter ist einfacher, als es klingt. Dieser Artikel begleitet den Solarstrom auf seiner Reise und erklärt die wichtigsten Stationen und Begriffe klar und verständlich. So erfahren Sie genau, wie Ihr eigener Sonnenstrom genutzt wird und wie die Abrechnung funktioniert.

Die Reise beginnt: Wie Ihre Solaranlage Strom erzeugt

Die Reise beginnt: Wie Ihre Solaranlage Strom erzeugt

Alles fängt mit der Sonne an. Ihre Solarmodule, die aus vielen Solarzellen bestehen, fangen das Sonnenlicht ein und wandeln es in elektrische Energie um. Dieser Strom ist zunächst Gleichstrom (DC), wie er auch aus einer Batterie kommt.

Damit Ihre Haushaltsgeräte diesen Strom nutzen können, muss er in Wechselstrom (AC) umgewandelt werden – das ist die Art von Strom, die aus Ihrer Steckdose kommt. Diese wichtige Aufgabe übernimmt der Wechselrichter. Er ist das Herzstück Ihrer Anlage und macht den Solarstrom für Ihr Zuhause nutzbar.

Kurz gesagt: Sonnenlicht -> Solarmodul (erzeugt Gleichstrom) -> Wechselrichter (wandelt in Wechselstrom um) -> Strom für Ihr Haus.

Erster Halt: Direktverbrauch – Ihr Solarstrom im Einsatz

Sobald der Wechselrichter den Solarstrom umgewandelt hat, steht er Ihrem Haushalt direkt zur Verfügung. Das nennt man Direktverbrauch oder auch Sofortverbrauch. Wenn also die Sonne scheint und gleichzeitig Ihre Waschmaschine läuft, der Kühlschrank kühlt oder Sie das Licht einschalten, nutzen diese Geräte vorrangig Ihren selbst erzeugten Solarstrom.

Der große Vorteil: Für jede Kilowattstunde Strom, die Sie direkt selbst verbrauchen, müssen Sie keinen teuren Strom von Ihrem Energieversorger aus dem öffentlichen Netz beziehen. Sie sparen also bares Geld, denn Solarstrom vom eigenen Dach ist deutlich günstiger als Netzstrom.

Was passiert mit dem Rest? Überschuss und Speicher

Selten wird genau so viel Strom erzeugt, wie gerade im Haus benötigt wird. Was geschieht also mit dem Solarstrom, der nicht direkt verbraucht wird? Hier gibt es grundsätzlich zwei Wege, je nachdem, ob Sie einen Stromspeicher besitzen oder nicht.

Option A (ohne Speicher): Überschusseinspeisung

Wenn Sie keinen Stromspeicher haben und Ihre Anlage mehr Strom produziert, als Sie im Moment verbrauchen, fließt dieser überschüssige Strom automatisch ins öffentliche Stromnetz. Das nennt man Überschusseinspeisung. Für diesen eingespeisten Strom erhalten Sie von Ihrem Netzbetreiber eine sogenannte Einspeisevergütung. Diese Vergütung ist gesetzlich geregelt, aber in der Regel deutlich niedriger als der Preis, den Sie für Strom aus dem Netz bezahlen. Daher ist es wirtschaftlich immer sinnvoller, so viel Solarstrom wie möglich selbst zu verbrauchen.

Option B (mit Speicher): Der Umweg über die Batterie

Ein Stromspeicher, oft auch als Solarbatterie bezeichnet, ermöglicht es Ihnen, den überschüssigen Solarstrom für eine spätere Nutzung aufzubewahren. Anstatt direkt ins Netz zu fließen, lädt der überschüssige Strom zuerst die Batterie. Ist die Batterie voll und es wird immer noch mehr Strom erzeugt als verbraucht, fließt auch der dann verbleibende Überschuss ins Netz.

Der Vorteil eines Speichers liegt auf der Hand: Sie können Ihren selbst erzeugten Solarstrom auch dann nutzen, wenn die Sonne nicht scheint, zum Beispiel abends oder nachts. Dadurch steigern Sie Ihren Eigenverbrauchsanteil erheblich und müssen noch weniger Strom teuer zukaufen. Haushalte ohne Speicher erreichen typischerweise einen Eigenverbrauch von 20–40 %, mit Speicher kann dieser Wert auf 50–80 % oder mehr steigen.

Wenn die Sonne Pause macht: Der Netzbezug

Natürlich gibt es Zeiten, in denen Ihre Photovoltaikanlage keinen oder nicht ausreichend Strom produziert, um Ihren aktuellen Bedarf zu decken – zum Beispiel nachts oder an sehr trüben Tagen. Auch wenn Ihr momentaner Stromverbrauch höher ist als die aktuelle Produktion und ein vorhandener Speicher leer ist, springt das öffentliche Stromnetz ein. Den Strom, den Sie dann von Ihrem Energieversorger beziehen, nennt man Netzbezug. Dieser wird Ihnen ganz normal über Ihre Stromrechnung berechnet.

Der Schlüsselkontrolleur: Der Zweiwegezähler erklärt

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Bevor du tiefer einsteigst: Prüfe spielerisch, ob sich PV bei dir überhaupt lohnt. Standort, Ausrichtung, Dachneigung — in 2 Minuten hast du eine klare Antwort.

Damit genau erfasst werden kann, wie viel Strom Sie ins Netz einspeisen und wie viel Sie aus dem Netz beziehen, benötigen Sie einen speziellen Stromzähler: den Zweiwegezähler. Wie der Name schon sagt, misst dieser Zähler in zwei Richtungen:

  1. Einspeisung: Er erfasst die Menge an Solarstrom, die von Ihrer Anlage ins öffentliche Netz fließt, weil sie nicht direkt verbraucht oder gespeichert wurde.
  2. Bezug: Er erfasst die Menge an Strom, die Sie aus dem öffentlichen Netz beziehen, wenn Ihre eigene Anlage nicht genug liefert.

Dieser Zähler ist also die zentrale Schnittstelle für die Abrechnung mit Ihrem Energieversorger. Er ist nicht zu verwechseln mit einem reinen Erzeugungszähler (manchmal auch PV-Zähler genannt), der lediglich misst, wie viel Strom Ihre PV-Anlage insgesamt produziert hat. Für die korrekte Abrechnung von Eigenverbrauch und Einspeisung ist der Zweiwegezähler unerlässlich und wird bei der Installation einer PV-Anlage in der Regel vom Netzbetreiber eingebaut oder ausgetauscht.

Das große Rechnen: Wie Eigenverbrauch und Einspeisung abgerechnet werden (Grundprinzip)

Die Abrechnung Ihres Solarstroms mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, folgt aber einer klaren Logik:

Ihr Eigenverbrauch ist die Menge an Solarstrom, die Sie selbst nutzen, anstatt sie ins Netz einzuspeisen. Er berechnet sich aus der Gesamtproduktion Ihrer PV-Anlage abzüglich der Menge, die ins Netz eingespeist wurde (Gesamt-PV-Erzeugung – Netzeinspeisung = Eigenverbrauch).

Auf Ihrer Stromrechnung sehen Sie in der Regel Ihren Netzbezug (also den Strom, den Sie vom Energieversorger gekauft haben). Davon wird die Gutschrift für den von Ihnen eingespeisten Solarstrom abgezogen oder separat ausgewiesen.

Die wichtigste Erkenntnis: Am meisten sparen Sie, wenn Sie einen möglichst hohen Anteil Ihres erzeugten Solarstroms selbst verbrauchen. Denn jede selbst genutzte Kilowattstunde (kWh) Solarstrom erspart den Kauf einer teureren kWh Netzstrom. Die Einspeisevergütung für überschüssigen Strom ist zwar eine nette Einnahme, aber der finanzielle Vorteil durch Eigenverbrauch ist deutlich größer.

Wichtige Begriffe im Überblick

Hier noch einmal die wichtigsten Begriffe kurz und bündig zusammengefasst:

Wechselrichter: Gerät, das den Gleichstrom der Solarmodule in den im Haushalt nutzbaren Wechselstrom umwandelt.

Direktverbrauch (oder Sofortverbrauch): Solarstrom, der im Moment seiner Erzeugung direkt im eigenen Haushalt verbraucht wird.

Überschusseinspeisung: Solarstrom, der nicht direkt verbraucht oder gespeichert wird und stattdessen ins öffentliche Netz fließt. Hierfür gibt es die Einspeisevergütung.

Netzbezug: Strom, der aus dem öffentlichen Netz bezogen wird, wenn die eigene PV-Anlage nicht ausreichend Strom liefert.

Eigenverbrauchsquote: Der prozentuale Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im eigenen Haushalt verbraucht (oder gespeichert und später verbraucht) wird. Beispiel: Wenn Ihre Anlage 100 kWh Strom erzeugt und Sie davon 60 kWh selbst nutzen, beträgt Ihre Eigenverbrauchsquote 60 %.

Autarkiegrad: Der prozentuale Anteil Ihres gesamten Strombedarfs, der durch Ihre eigene Solarstromproduktion (inklusive Speicher) gedeckt wird. Beispiel: Wenn Ihr Haushalt 100 kWh Strom benötigt und Sie davon 70 kWh durch Ihre PV-Anlage decken, beträgt Ihr Autarkiegrad 70 %.

Zweiwegezähler: Ein Stromzähler, der sowohl den Strombezug aus dem Netz als auch die Stromeinspeisung ins Netz misst.

Fazit: Den Weg des Solarstroms verstehen und profitieren

Der Weg des Solarstroms von der Sonne bis zu Ihrer Steckdose oder ins Netz ist kein Hexenwerk. Mit dem Verständnis für die grundlegenden Begriffe wie Direktverbrauch, Überschusseinspeisung und die Rolle des Zweiwegezählers können Sie die Funktionsweise Ihrer Photovoltaikanlage besser nachvollziehen und die Vorteile des Eigenverbrauchs voll ausschöpfen.

Im Kern geht es darum, möglichst viel des selbst erzeugten, günstigen Sonnenstroms zu nutzen, um Ihre Stromkosten zu senken und unabhängiger vom öffentlichen Netz zu werden.

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Patrick Thoma
Patrick Thoma

Patrick Thoma · Gründer & Hauptautor von Photovoltaik.info
20+ Jahre PV Praxis · 3.000+ Anlagen · eigene 20 kWp Anlage mit zwei Speichern

Hallo, ich bin Patrick. Ich habe die damals größte PV Modulproduktion Bayerns geleitet, mehr als 3.000 Photovoltaikanlagen mit aufgebaut und betreibe heute selbst eine 20 kWp Anlage mit zwei Speichern. Auf Photovoltaik.info teile ich meine Erfahrung aus über zwei Jahrzehnten PV Praxis, unabhängig, verständlich und ohne Verkaufsdruck. Mein Ziel ist es, Hausbesitzern ehrliche Informationen zu Photovoltaik, Stromspeichern und Balkonkraftwerken zu geben, damit sie bessere Entscheidungen treffen können, ohne Verkaufsmaschen und Marketing Bla.


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