Speichergröße richtig dimensionieren: Wann 5 kWh die bessere Wahl als 2 kWh sind

Sie haben sich für einen Speicher zu Ihrem Balkonkraftwerk entschieden. Doch jetzt stehen Sie vor der entscheidenden Frage: Wie groß muss er wirklich sein?
Die gängige Empfehlung lautet oft, dass ein kleiner Speicher mit 1 bis 2 Kilowattstunden (kWh) genügt, um die nächtliche Grundlast abzudecken. Für viele Haushalte mag das ein guter Startpunkt sein. Doch für eine wachsende Gruppe von Anwendern ist eine solche Dimensionierung nicht nur zu klein – sie wird zur Bremse auf dem Weg zu echter Energieunabhängigkeit.
Wenn Sie mehr wollen, als nur den Kühlschrank und den WLAN-Router über Nacht zu versorgen, ist dieser Ratgeber genau richtig für Sie. Wir zeigen Ihnen, warum für zukunftsorientierte Haushalte ein Speicher mit 5 kWh oder mehr nicht nur eine Option, sondern die strategisch bessere Investition ist.
Der Grundlast-Mythos: Warum Standardrechnungen oft zu kurz greifen
Zuerst räumen wir mit einem weitverbreiteten Missverständnis auf. Die meisten Ratgeber konzentrieren sich auf die sogenannte nächtliche Grundlast – also den Stromverbrauch, der auch dann anfällt, wenn alle Lichter aus sind und Sie schlafen. In einem durchschnittlichen deutschen Haushalt liegt dieser Wert laut Erhebungen zwischen 100 und 400 Watt.
Eine einfache Rechnung zeigt, warum 2-kWh-Speicher so populär sind:
250 Watt durchschnittliche Grundlast × 8 Stunden Nacht = 2.000 Wattstunden (oder 2 kWh)
Ein 2-kWh-Speicher kann die typische Grundlast einer Nacht also abdecken. Das ist zwar korrekt und reduziert Ihre Stromrechnung, doch dieser Ansatz ignoriert alles, was über das absolute Minimum hinausgeht. Er passt zum Standardnutzer, aber nicht zum Power-User.
Standardnutzer oder Power-User? Eine ehrliche Einordnung Ihres Bedarfs
Um die richtige Speichergröße zu finden, sollten Sie Ihren eigenen Bedarf realistisch einschätzen. Finden Sie heraus, welcher Nutzertyp Sie sind:
Der Standardnutzer
Ihr Ziel ist es, die nächtliche Grundlast zu decken und damit einen ersten Schritt in Richtung Eigenverbrauch zu machen. Ihr Stromverbrauch ist abends und nachts eher gering. Für Sie kann ein Balkonkraftwerk mit einem kleinen Speicher eine passende und wirtschaftliche Lösung sein.
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Ab 1.299,00 €Der Power-User
Ihre Situation ist anspruchsvoller. Prüfen Sie, ob einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:
- Sie besitzen eine Wärmepumpe oder planen die Anschaffung in naher Zukunft.
- Sie laden regelmäßig ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid zu Hause.
- Ihr Stromverbrauch am Abend ist hoch, weil Sie kochen, waschen oder mehrere große Unterhaltungsgeräte nutzen.
- Ihr Ziel ist ein maximaler Autarkiegrad, um sich so weit wie möglich von steigenden Strompreisen abzukoppeln.
Wenn Sie sich hier wiedererkennen, ist ein 2-kWh-Speicher für Sie unterdimensioniert. Er würde schnell an seine Grenzen stoßen und Ihr Potenzial für Unabhängigkeit stark einschränken. Um eine fundierte Entscheidung zu treffen, ist der erste Schritt, Ihren Stromverbrauch bei Nacht genau zu ermitteln.
Der 5-kWh-Vorteil in der Praxis: Drei Szenarien für Power-User
Ein größerer Speicher ist keine Luxusentscheidung, sondern eine logische Konsequenz aus einem höheren Energiebedarf. Sehen wir uns an, was ein Speicher mit über 5 kWh Kapazität in der Praxis leistet, wo ein kleiner Speicher an seine Grenzen stößt.
Szenario A: Der Haushalt mit Wärmepumpe
Moderne Wärmepumpen sind effizient, benötigen aber auch nachts Strom – zum Beispiel für Wartungszyklen oder um die Temperatur zu halten. Diese Zyklen können kurzzeitig mehrere Kilowatt Leistung benötigen und über Nacht durchaus 2–3 kWh verbrauchen.
- Mit einem 2-kWh-Speicher: Der Speicher ist schnell leer. Die Wärmepumpe muss dann teuren Netzstrom beziehen – genau wie die übrigen Grundlastverbraucher.
- Mit einem 5-kWh-Speicher: Der Speicher deckt den Bedarf der Wärmepumpe problemlos und hat immer noch genügend Reserven für Ihre nächtliche Grundlast. Sie bleiben autark.

Szenario B: Das E-Auto abends laden
Das Laden eines E-Autos ist einer der größten Stromverbraucher im Haushalt. Selbst wenn Sie nur 10 kWh nachladen, zieht das Fahrzeug für knapp drei Stunden eine Leistung von rund 3,6 kW.
- Mit einem 2-kWh-Speicher: Der Speicher kann diesen Bedarf nicht einmal für eine Stunde decken. Sie sind fast vollständig auf Netzstrom angewiesen.
- Mit einem 5-kWh-Speicher: Der Speicher kann einen signifikanten Teil des Ladevorgangs mit selbst erzeugtem Solarstrom abdecken. Sie nutzen Ihre Energie optimal und reduzieren die Ladekosten erheblich, ohne teuren Nachtstrom zukaufen zu müssen.
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6.999,00 €Szenario C: Der Wunsch nach maximaler Autarkie
Der Autarkiegrad gibt an, wie viel Prozent Ihres Strombedarfs Sie mit Ihrer eigenen Anlage decken können. Und genau hier zeigen sich die größten Unterschiede.
- Mit einem 2-kWh-Speicher: Sie heben Ihren Autarkiegrad typischerweise um 15–25 %. Ein guter Anfang, aber weit von echter Unabhängigkeit entfernt.
- Mit einem 5-kWh-Speicher: Sie können Ihren Autarkiegrad auf 50–70 % oder mehr steigern, abhängig von Ihrem Verbrauchsverhalten. An sonnigen Tagen können Sie oft den gesamten Tages- und Nachtbedarf decken.
Die flexible Lösung: Wenn Ihr Speicher mit Ihren Ansprüchen wächst
Die größte Sorge bei einer größeren Investition ist die Unsicherheit: Was, wenn sich mein Bedarf ändert? Was, wenn in zwei Jahren ein E-Auto dazukommt? Genau hier setzen moderne, modulare Systeme an.

Das Anker SOLIX Speichersystem mit 5,4 kWh wurde für genau diese Power-User-Szenarien entwickelt. Seine größte Stärke liegt in der Skalierbarkeit. Es besteht aus zwei Batteriemodulen mit je 2,7 kWh.
Diese Modularität bietet Ihnen eine Ohne-Reue-Option:
- Starten Sie mit 2,7 kWh: Wenn Sie sich unsicher sind, beginnen Sie mit einem Modul, das bereits deutlich mehr leistet als ein Standard-Speicher.
- Einfach nachrüsten: Sobald die Wärmepumpe installiert oder das E-Auto bestellt ist, fügen Sie einfach das zweite Modul hinzu und verdoppeln so Ihre Kapazität auf 5,4 kWh. Ein komplett neues System ist dafür nicht nötig.
Zudem sichert die verwendete LiFePO4-Technologie Ihre Investition langfristig ab. Mit 4.000 bis 10.000 Ladezyklen sind diese Batterien auf eine Lebensdauer von über 15 Jahren ausgelegt und passen damit perfekt zur Langlebigkeit Ihrer Solarmodule.

Fazit: Investieren Sie in Ihre Zukunft, nicht nur in Ihre Grundlast
Die Wahl der richtigen Speichergröße ist eine der wichtigsten Entscheidungen für den Erfolg Ihres Balkonkraftwerks. Ein 2-kWh-Speicher ist eine gute Option für den reinen Grundlastausgleich. Für Power-User mit Wärmepumpe, E-Auto oder dem Wunsch nach maximaler Autarkie stellt er jedoch einen Kompromiss dar, der sich langfristig nicht auszahlt.
Ein 5-kWh-Speicher ist daher eine Investition in Zukunftssicherheit und echte Energieunabhängigkeit. Modulare Systeme wie das Anker SOLIX bieten dabei die Flexibilität, mit Ihrem Bedarf zu wachsen, und nehmen Ihnen die Angst vor einer Fehlentscheidung.

Fragen Sie sich also nicht nur, was Sie heute brauchen, sondern auch, wo Sie in drei oder fünf Jahren stehen wollen. Entdecken Sie passende Balkonkraftwerke mit erweiterbaren Speichern, die mit Ihren Zielen mitwachsen.



