Photovoltaik für Rentner: Lohnt sich die Investition im Ruhestand?

Der Ruhestand ist für viele eine Zeit der Neuorientierung

Sie nutzen die gewonnene Freiheit, um sich lang gehegte Wünsche zu erfüllen oder ihr Zuhause zukunftssicher zu machen. Eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach rückt dabei oft in den Fokus: Sie senkt die Stromkosten, liefert ein stabiles Zusatzeinkommen und leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Doch gerade im Ruhestand stellen sich wichtige finanzielle Fragen rund um die Auswirkungen auf Rente, Krankenversicherung und Steuern. Dieser Artikel gibt Ihnen einen verständlichen Überblick über die wichtigsten Punkte.

Die finanzielle Basis: So verdienen Sie mit einer PV-Anlage Geld

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach Ihres Hauses profitieren Sie finanziell gleich doppelt. Einerseits senken Sie Ihre Stromrechnung durch den direkten Verbrauch des selbst erzeugten Stroms (Eigenverbrauch). Andererseits speisen Sie überschüssigen Strom in das öffentliche Netz ein und erhalten dafür eine staatlich garantierte Einspeisevergütung.

Ein typisches Szenario: Ein Vierpersonenhaushalt in einem Einfamilienhaus verbraucht jährlich etwa 4.500 kWh Strom. Eine moderne 8-kWp-Anlage kann auf einem Süddach bis zu 8.000 kWh pro Jahr erzeugen. Selbst bei einem Eigenverbrauchsanteil von nur 30 % (2.400 kWh) sparen Sie bei einem Strompreis von 35 Cent/kWh bereits 840 € pro Jahr. Die restlichen 5.600 kWh werden eingespeist und bringen bei einer Vergütung von ca. 8 Cent/kWh weitere 448 € ein. So ergibt sich ein Gesamtertrag von über 1.200 € jährlich.

Der entscheidende Punkt: Auswirkungen auf die Krankenversicherung

Für viele Rentner ist dies die größte Sorge: Führen die Einnahmen aus der PV-Anlage zu höheren Beiträgen in der Kranken- und Pflegeversicherung? Die Antwort hängt von Ihrem Versicherungsstatus ab.

Für gesetzlich versicherte Rentner (KVdR)

Wenn Sie in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) pflichtversichert sind, können Sie in den meisten Fällen beruhigt sein. Die Beiträge werden primär aus Ihrer gesetzlichen Rente berechnet. Zusätzliche Einnahmen, wie die aus einer PV-Anlage, fließen nur dann in die Beitragsberechnung ein, wenn sie als „hauptberuflich selbstständige Erwerbstätigkeit“ eingestuft werden.

Als hauptberuflich gelten die Einnahmen nur dann, wenn sie Ihre Haupteinnahmequelle darstellen und einen bestimmten Schwellenwert überschreiten. Die Gewinne aus typischen privaten Dachanlagen liegen erfahrungsgemäß fast immer unter dieser Grenze. Solange die Einnahmen aus Ihrer PV-Anlage wirtschaftlich eine untergeordnete Rolle spielen, ändern sich Ihre Krankenkassenbeiträge nicht. Die genaue [Photovoltaik Steuer] und Gewinnermittlung spielt hierbei eine wichtige Rolle, um die Bemessungsgrundlage korrekt zu bestimmen.

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Für freiwillig gesetzlich oder privat versicherte Rentner

Sind Sie hingegen freiwillig gesetzlich versichert, werden all Ihre Einkünfte zur Beitragsberechnung herangezogen. Hier können also auch die Gewinne aus der PV-Anlage zu höheren Beiträgen führen.

Für privat versicherte Rentner ändert sich nichts. Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung sind einkommensunabhängig und werden durch die Einnahmen aus der Solaranlage nicht beeinflusst.

PV-Anlage und Steuern: Was Rentner wissen müssen

Die gute Nachricht zuerst: Seit 2023 gelten massive steuerliche Vereinfachungen für Betreiber kleinerer PV-Anlagen, von denen insbesondere Rentner profitieren.

Für Anlagen auf Einfamilienhäusern und Nebengebäuden (wie Garagen) mit einer Leistung von bis zu 30 Kilowatt-Peak (kWp) gilt:

  • Keine Einkommensteuer: Die Einnahmen aus der Einspeisung und dem Eigenverbrauch sind vollständig von der Einkommensteuer befreit. Sie müssen diese nicht mehr in Ihrer Steuererklärung angeben.
  • Keine Umsatzsteuer: Beim Kauf der Anlage fällt dank des sogenannten Nullsteuersatzes keine Mehrwertsteuer an. Das macht die Investition von Anfang an günstiger.

Diese Regelungen machen den Betrieb einer PV-Anlage für den privaten Gebrauch so einfach wie nie zuvor. Sie müssen sich nicht mehr mit komplexen Steuerfragen oder der Kleinunternehmerregelung auseinandersetzen. Voraussetzung ist lediglich, dass die Anlage nach dem 1. Januar 2023 in Betrieb genommen wurde und die 30-kWp-Grenze nicht überschreitet. Mit unserem [Photovoltaik Rechner] können Sie schnell ermitteln, welche Anlagengröße für Ihr Dach sinnvoll ist und wie hoch die Erträge ausfallen.

Hat die PV-Anlage Einfluss auf Ihre gesetzliche Rente?

Hier können wir Sie vollständig beruhigen: Nein. Die Einnahmen aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage gelten nicht als Hinzuverdienst im Sinne des Rentenrechts. Ihre gesetzlichen Rentenansprüche werden durch den Betrieb einer PV-Anlage in keiner Weise gekürzt oder beeinflusst. Sie können also unbesorgt die Vorteile der Solarenergie nutzen, ohne Nachteile für Ihre Rente befürchten zu müssen.

FAQ – Häufige Fragen von Rentnern zur Photovoltaik

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Lohnt sich die Investition in meinem Alter überhaupt noch?

Ja, aus mehreren Gründen. Eine typische PV-Anlage amortisiert sich je nach Größe und Eigenverbrauchsanteil in 10 bis 14 Jahren. Da die Module eine Leistungsgarantie von 25 bis 30 Jahren haben, profitieren Sie noch viele Jahre von kostenlosem Strom. Zudem steigert eine Solaranlage den Wert Ihrer Immobilie erheblich, was auch für potenzielle Erben von Vorteil ist.

Muss ich für die PV-Anlage ein Gewerbe anmelden?

Durch die Steuerbefreiung für Anlagen bis 30 kWp ist in den meisten Fällen keine Gewerbeanmeldung mehr erforderlich. Die Tätigkeit wird zwar rechtlich als gewerblich eingestuft, aber die steuerlichen Pflichten (Einkommen- und Umsatzsteuer) entfallen für die meisten Privatbetreiber. Eine Anmeldung beim Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber ist aber weiterhin notwendig.

Was passiert mit der Anlage, wenn ich das Haus vererbe?

Die PV-Anlage ist ein fester Bestandteil des Gebäudes und geht zusammen mit der Immobilie an die Erben über. Diese können die Anlage einfach weiterbetreiben und von den Erträgen und Stromeinsparungen profitieren.

Gibt es eine spezielle Photovoltaik Förderung für Rentner?

Es gibt keine Förderprogramme, die sich explizit an Rentner richten. Sie können jedoch von allen allgemeinen Förderungen profitieren, wie zum Beispiel zinsgünstigen Krediten der KfW-Bank oder regionalen Zuschussprogrammen. Eine Übersicht über aktuelle Möglichkeiten bietet Ihnen unser Beitrag zur [Photovoltaik Förderung].

Fazit: Eine sichere und lohnende Investition für den Ruhestand

Eine Photovoltaikanlage ist für Rentner eine hervorragende Möglichkeit, die laufenden Kosten zu senken, eine stabile und inflationssichere Zusatzeinnahme zu schaffen und den Wert der eigenen Immobilie zu steigern. Dank der neuen Steuergesetze ist der Betrieb unkomplizierter als je zuvor. Auch die Sorge vor höheren Krankenkassenbeiträgen ist für die meisten gesetzlich versicherten Rentner unbegründet, und die gesetzliche Rente bleibt gänzlich unberührt.

Damit wird die Investition in saubere Energie zu einer klugen Entscheidung für mehr finanzielle Unabhängigkeit im Ruhestand.

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OLEKSANDR PUSHKAR
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