Wpd: Solarpark mit Hybrid-Umspannwerk in Sachsen-Anhalt in Betrieb

Wpd Solarpark Sachsen-Anhalt: Hybrid-Umspannwerk erfolgreich in Betrieb genommen

Der Bremer Projektentwickler wpd hat einen neuen Solarpark mit einer Spitzenleistung von 53,5 Megawatt (MWp) erfolgreich in Betrieb genommen. Entgegen ersten Meldungen befindet sich die Anlage nicht in Sachsen, sondern in Gerbstedt in Sachsen-Anhalt, rund 60 Kilometer nordwestlich von Leipzig. Das Projekt mit dem Namen „Solarpark Gerbstedt“ ist über ein innovatives Hybrid-Umspannwerk an einen bereits bestehenden, ebenfalls von wpd betriebenen Windpark angeschlossen.

Direktvermarktung durch langfristige Stromlieferverträge für den Wpd Solarpark

Der im Solarpark Gerbstedt erzeugte Strom wird nicht über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet, sondern soll direkt vermarktet werden. wpd plant, die gesamte Strommenge über bilaterale Stromlieferverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs), an industrielle oder gewerbliche Abnehmer zu verkaufen. Solche PPAs bieten Unternehmen die Möglichkeit, sich langfristig gegen Preisschwankungen am Strommarkt abzusichern und gleichzeitig ihre Nachhaltigkeitsziele durch den Bezug von zertifiziertem Grünstrom zu erreichen.

Hybrid-Umspannwerk: Optimierte Netzeinspeisung für Wpd Solarpark Gerbstedt

Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die Nutzung eines gemeinsamen Netzanschlusspunktes für Wind- und Solarenergie. Das Umspannwerk bündelt die Energie beider Erzeugungsanlagen, bevor diese in das Hochspannungsnetz des Verteilnetzbetreibers eingespeist wird. Die Kombination von Wind- und Solarenergie an einem Netzanschlusspunkt gilt als besonders effizient, da die Erzeugungsprofile sich häufig ergänzen: Solaranlagen produzieren tagsüber Strom, während Windkraftanlagen oft nachts und in den windreichen Wintermonaten höhere Erträge liefern. Dies führt zu einer gleichmäßigeren Auslastung der Netzinfrastruktur und einer stabileren Stromversorgung.

Technische Details und Bau des Wpd Solarparks Gerbstedt

Der Solarpark erstreckt sich über eine Fläche von rund 54 Hektar und besteht aus knapp 90.000 Photovoltaik-Modulen. Der von den Modulen erzeugte Gleichstrom wird von zwölf Zentralwechselrichter-Stationen in Wechselstrom umgewandelt und über eine acht Kilometer lange Kabeltrasse zum Umspannwerk transportiert. Die Realisierung des Projekts erfolgte durch die Tochtergesellschaft wpd Solar. Die Anlage wird jährlich rund 50 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, was dem durchschnittlichen Jahresbedarf von etwa 15.000 Drei-Personen-Haushalten entspricht und eine CO₂-Einsparung von mehreren zehntausend Tonnen pro Jahr bewirkt.

Erneuerbare Energien gewinnen in Mitteldeutschland an Bedeutung

Die Inbetriebnahme des Solarparks Gerbstedt unterstreicht die wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien für die Energieversorgung in Mitteldeutschland. Zur Energiewende tragen jedoch nicht nur Großprojekte wie in Gerbstedt bei, sondern zunehmend auch private Haushalte. Für Eigenheimbesitzer bieten sich hierfür komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an, um einen Großteil des eigenen Strombedarfs zu decken. Auch Mieter oder Wohnungseigentümer können mit einem Balkonkraftwerk ohne Speicher einen aktiven Beitrag leisten. Für eine optimierte Eigennutzung des erzeugten Stroms sind zudem Balkonkraftwerke mit Speicher verfügbar, die den Solarstrom für die Abendstunden zwischenspeichern.

Die erfolgreiche Realisierung des Hybridprojekts in Gerbstedt zeigt das Potenzial der Sektorenkopplung und setzt einen wichtigen Impuls für die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz.

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