Wpd Solarpark in Sachsen-Anhalt: Inbetriebnahme und Hybridtechnologie
Der Projektentwickler wpd hat einen neuen Solarpark in Gerbstedt, Sachsen-Anhalt, offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage verfügt über eine Nennleistung von 53,5 Megawatt-Peak (MWp) und soll nach Prognosen jährlich rund 54 Millionen Kilowattstunden Solarstrom erzeugen. Diese Strommenge reicht aus, um den Jahresbedarf von etwa 18.000 durchschnittlichen Haushalten zu decken. Errichtet wurde der Park mit knapp 90.000 Photovoltaik-Modulen auf einer Fläche von rund 54 Hektar.
Hybrider Netzanschluss als wichtiger Beitrag zur Energiewende
Eine technologische Besonderheit des Projekts ist der Anschluss an ein hybrides Umspannwerk. An diesem Netzverknüpfungspunkt wird nun erstmals bei wpd Strom aus Wind- und Solarenergie gebündelt und in das Hochspannungsnetz eingespeist. Dieses innovative Konzept ermöglicht eine deutlich effizientere Auslastung der Netzinfrastruktur. Da Wind- und Solarenergie oft zu unterschiedlichen Zeiten ihre höchste Leistung erbringen – Wind häufiger nachts und im Winter, Sonne tagsüber im Sommer –, ergänzen sich die Erzeugungsprofile. Ein übergeordneter Parkregler stellt sicher, dass die gemeinsame Einspeiseleistung den Netzanschluss nicht überlastet, was zur Stabilisierung des Stromnetzes beiträgt.
Marcus Krauss, Leiter des Geschäftsbereichs Photovoltaik bei wpd, betonte die Bedeutung des Projekts: „Der Solarpark Gerbstedt (Sachsen-Anhalt): Erfolgreiche … ist ein weiterer Meilenstein in unserem Bestreben, die Energiewende voranzutreiben. Die Inbetriebnahme zeigt, dass wir in der Lage sind, auch große Projekte mit innovativen technologischen Ansätzen erfolgreich umzusetzen.“
Erfolgsfaktor: Zusammenarbeit mit der Gemeinde
Ein entscheidender Aspekt für die Realisierung von Großprojekten im Bereich der erneuerbaren Energien ist die Akzeptanz vor Ort. Um diese zu fördern, sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in § 6 die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung der Standortgemeinden vor. Kommunen können so mit bis zu 0,2 Cent pro eingespeister Kilowattstunde an den Erträgen von Wind- und Solarparks auf ihrem Gebiet beteiligt werden. Diese Regelung stärkt nicht nur die kommunalen Haushalte, sondern schafft auch direkte Anreize für den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Die finanzielle Beteiligung der Gemeinden ist ein bewährtes Modell, um lokale Gemeinschaften direkt in die Energiewende einzubeziehen. Projekte wie der Neubau in Dresden: TnT Photovoltaik plant neuen Solarpark zeigen ebenfalls die wachsende Dynamik in den ostdeutschen Bundesländern.
Strategische Bedeutung des Wpd Solarparks und Ausblick auf 2025
Die Inbetriebnahme des Solarparks in Gerbstedt unterstreicht die strategische Ausrichtung von wpd, das Portfolio im Bereich der Photovoltaik weiter auszubauen. Das Unternehmen, das bereits zahlreiche Wind- und Solarprojekte weltweit realisiert hat, trägt damit maßgeblich zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei. Die Kombination von Wind- und Solarenergie an einem Standort gilt als zukunftsweisendes Modell, um Flächen und Netzkapazitäten optimal zu nutzen.
Der Ausbau erneuerbarer Energien findet auf allen Ebenen statt. Während Großprojekte das Rückgrat der Energieversorgung bilden, tragen auch dezentrale Anlagen auf öffentlichen Gebäuden, wie sie etwa in Niedersachsen realisiert werden, maßgeblich zum Erfolg bei. Lesen Sie hier mehr darüber, wie 1Komma5° öffentliche Gebäude in Niedersachsen mit PV-Anlagen ausrüstet. Auch für Privatpersonen gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich zu beteiligen, beispielsweise durch Balkonkraftwerke mit Speicher.
Die Herausforderungen bei der Finanzierung und Umsetzung solcher Projekte bleiben jedoch bestehen, wie Diskussionen auf Veranstaltungen wie dem Sächsischen Windenergietag 2024 verdeutlichen. Mit der erfolgreichen Realisierung des Parks in Gerbstedt sendet wpd ein positives Signal für den weiteren Ausbau der Solarenergie in Deutschland. Weitere aktuelle Entwicklungen finden Sie in unseren Solar News.







