Wpd: Hybridprojekt mit Wind- und Solarenergie in Sachsen-Anhalt
Der Projektentwickler Wpd treibt die Energiewende in Sachsen-Anhalt voran und setzt dabei auf die intelligente Kombination verschiedener erneuerbarer Energiequellen. Anstatt wie ursprünglich berichtet nur einen bestehenden Windpark zu erweitern, hat das Unternehmen in Gerbstedt ein sogenanntes Hybridprojekt realisiert, das einen Windpark mit einer großflächigen Photovoltaikanlage an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt verbindet.
Windpark-Erweiterung durch Solarenergie in Sachsen-Anhalt
Das Bremer Unternehmen hat in Gerbstedt, Sachsen-Anhalt, einen Solarpark mit einer Nennleistung von 53,5 Megawattpeak (MWp) in Betrieb genommen. Die Besonderheit dieses Projekts liegt in der Nutzung eines hybriden Umspannwerks. Dieses Umspannwerk dient bereits seit 2021 zur Einspeisung des Stroms aus einem Windpark mit acht Anlagen und wird nun zusätzlich von der neuen Photovoltaik-Freiflächenanlage genutzt.
Diese Vorgehensweise maximiert die Effizienz der vorhandenen Netzinfrastruktur. Wind- und Solarenergie ergänzen sich oft ideal: Solaranlagen produzieren tagsüber den meisten Strom, während die Winderzeugung häufig in den Nachtstunden und in den Wintermonaten am stärksten ist. Durch die Bündelung beider Energieformen an einem Netzverknüpfungspunkt wird eine gleichmäßigere und netzdienlichere Stromeinspeisung ermöglicht.
Die Photovoltaikanlage erstreckt sich über eine Fläche von rund 54 Hektar und besteht aus knapp 90.000 Solarmodulen. Der erzeugte Gleichstrom wird von 12 Zentralwechselrichtern in Wechselstrom umgewandelt und auf eine Spannung von 33 Kilovolt (kV) transformiert, bevor er ins Netz fließt. Ein übergeordneter Parkregler steuert die gemeinsame Leistung beider Anlagen, um eine Überlastung des Netzanschlusses zu verhindern, wobei der Windpark bei der Einspeisung Vorrang hat.
Energiewende: Bedeutung der Wpd Kombination für Haushalte
Projekte wie das in Gerbstedt sind ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende in Deutschland. Sie zeigen, wie durch die intelligente Kopplung verschiedener Technologien die volatile Erzeugung aus erneuerbaren Quellen besser in das Stromnetz integriert werden kann.
Was im Großen für die Netzstabilität funktioniert, lässt sich auch im Kleinen umsetzen. Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich dafür, ihre eigene Energieversorgung in die Hand zu nehmen. Komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets ermöglichen es, den tagsüber erzeugten Solarstrom zu speichern und abends oder nachts zu verbrauchen. Dies erhöht die Unabhängigkeit vom öffentlichen Netz und senkt die Stromkosten erheblich.
Auch für Mieter und Wohnungseigentümer gibt es mittlerweile einfache Möglichkeiten, an der Energiewende teilzuhaben. Sogenannte Balkonkraftwerke ohne Speicher können unkompliziert installiert werden und decken einen Teil des Grundbedarfs an Strom während der Sonnenstunden. Für eine noch effektivere Nutzung des selbst erzeugten Stroms bieten sich Balkonkraftwerke mit Speicher an, die es erlauben, die Sonnenenergie auch nach Sonnenuntergang zu nutzen.







