Wpd: Hybrid-Inbetriebnahme für Solarpark – doch nicht in Sachsen

Der Bremer Projektentwickler wpd hat einen neuen Solarpark mit einer Leistung von 53,5 Megawatt-Peak (MWp) in Betrieb genommen. Entgegen erster Meldungen befindet sich die Anlage nicht in Sachsen, sondern in Gerbstedt im Bundesland Sachsen-Anhalt. Das Projekt zeichnet sich durch eine technische Besonderheit aus: Es nutzt ein hybrides Umspannwerk, das den Solarstrom gemeinsam mit der Energie eines benachbarten Windparks in das Stromnetz einspeist.

Die Anlage wird jährlich rund 56.000 Megawattstunden (MWh) Solarstrom erzeugen. Diese Menge ist ausreichend, um rechnerisch den Jahresbedarf von etwa 19.000 durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalten zu decken und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung.

Wpd Solarpark: Hybrid-Inbetriebnahme für stabile Netzeinspeisung

Die Kombination von Photovoltaik- und Windkraftanlagen an einem gemeinsamen Netzverknüpfungspunkt ist ein innovativer Ansatz, um die volatile Einspeisung erneuerbarer Energien zu glätten. Projektleiter Christian Klinger betont die Vorteile: „Die Nähe der Photovoltaik- und Windenergieanlagen führt zu einer optimalen Auslastung des Stromnetzes; der Hybridbetrieb sorgt für eine gleichmäßigere Einspeisung des Stroms.“ Da Wind und Sonne sich oft ergänzen – sonnige Tage sind häufig windärmer und umgekehrt – kann so eine kontinuierlichere Stromproduktion erreicht werden.

Bei dem Projekt handelt es sich um den Solarpark Gerbstedt in Sachsen-Anhalt, der in unmittelbarer Nähe eines bereits bestehenden Windparks errichtet wurde. Die Verwechslung mit einem sächsischen Standort wurde zuvor bereits thematisiert, da die Inbetriebnahme des 53-MWp-Solarparks fälschlicherweise für Sachsen gemeldet worden war.

Großprojekte und private Energiewende als zwei Säulen für den Wpd Solarpark

Anlagen in der Größenordnung von über 50 MWp, wie nun in Gerbstedt realisiert, gelten als entscheidende Bausteine für das Gelingen der Energiewende in Deutschland. Sie ermöglichen die Erzeugung großer Mengen an sauberem Strom und tragen zur Stabilisierung der nationalen Energieversorgung bei.

Gleichzeitig wächst die Bedeutung der dezentralen Energieerzeugung durch Privatpersonen. Während Großanlagen wie der Solarpark Gerbstedt das Rückgrat der Versorgung bilden, können auch Hausbesitzer und Mieter einen aktiven Beitrag leisten. Für Eigenheimbesitzer bieten sich beispielsweise komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an, um einen hohen Grad an Autarkie zu erreichen und die Stromkosten langfristig zu senken. Für Mieter oder Eigentümer mit weniger Platz eignen sich kompakte Balkonkraftwerke ohne Speicher zur Deckung des täglichen Grundverbrauchs. Wer den selbst erzeugten Strom auch abends nutzen möchte, kann auf Balkonkraftwerke mit Speicher zurückgreifen. Die Kombination aus industriellen Großprojekten und dem Engagement privater Haushalte ist die Grundlage für eine flächendeckende und erfolgreiche Energiewende.

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