Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen: Mieterstrom in Bayern für Mehrfamilienhäuser

Mieterstrom in Bayern: PV-Anlage auf Mehrfamilienhaus als Gewinn

Eine aktuelle Untersuchung bestätigt: Die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern in Bayern ist für Vermieter nicht nur ein Beitrag zur Energiewende, sondern auch ein wirtschaftlich rentables Modell. Dank staatlicher Förderungen und vereinfachter rechtlicher Rahmenbedingungen profitieren sowohl Immobilieneigentümer als auch Mieter von lokal erzeugtem Solarstrom.

Mieterstrom: Wirtschaftlichkeit für Vermieter und Mieter im Überblick

Das Prinzip des Mieterstroms ist einfach: Auf dem Dach eines Mietshauses wird eine Photovoltaik-Anlage installiert, die sauberen Strom erzeugt. Dieser wird direkt an die Bewohner des Hauses verkauft – in der Regel zu einem günstigeren Preis als der vom örtlichen Energieversorger. Überschüssiger Strom, der nicht vor Ort verbraucht wird, fließt ins öffentliche Netz und wird vergütet.

Für Vermieter entsteht so eine zusätzliche Einnahmequelle, die zur Amortisation der Anlage beiträgt und die Attraktivität der Immobilie steigert. Mieter profitieren von stabilen und niedrigeren Stromkosten und können aktiv an der Energiewende teilhaben. Eine gut geplante PV-Anlage bei Vermietung stellt somit eine Win-win-Situation dar.

Mieterstrom Bayern: Rechtliche Rahmenbedingungen und Steuervorteile

Die Hürden für die Umsetzung von Mieterstromprojekten sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Mit dem Solarpaket I wurde das Modell der „gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung“ eingeführt. Es vereinfacht die Lieferung und Abrechnung des Solarstroms innerhalb eines Gebäudes erheblich, da der Vermieter nicht mehr die vollen Pflichten eines Energieversorgers übernehmen muss.

Zusätzlich gibt es bedeutende steuerliche Erleichterungen. Seit 2023 entfällt die Mehrwertsteuer auf die Anschaffung und Installation von PV-Anlagen und zugehörigen Speichern, was die Investitionskosten direkt um 19 % senkt. Auch die Einnahmen aus dem Stromverkauf sind unter bestimmten Voraussetzungen von der Einkommensteuer befreit. Wie im Ratgeber zu Mieterstrom und Steuern erläutert, gilt dies für Anlagen bis zu einer Leistung von 15 kWp pro Wohn- oder Gewerbeeinheit, solange die Gesamtleistung 100 kWp nicht übersteigt.

Mieterstrom im Mehrfamilienhaus: Förderungen und Anreize in Bayern

Der Freistaat Bayern fördert den Ausbau erneuerbarer Energien zusätzlich. Ein neues Modell sieht vor, Kommunen finanziell an nahegelegenen Solar- und Windkraftanlagen zu beteiligen. Sie können für jede eingespeiste Kilowattstunde bis zu 0,3 Cent erhalten, was die Akzeptanz für neue Projekte vor Ort stärken soll. Neben bundesweiten Regelungen gibt es oft auch lokale Zuschüsse für Mieterstrom, die die Wirtschaftlichkeit weiter verbessern können.

Erfolgsfaktoren für Mieterstromprojekte mit PV-Anlage

Obwohl die Rahmenbedingungen günstig sind, hängt der Erfolg eines Mieterstromprojekts von einer sorgfältigen Planung ab. Dies gilt für eine kleine PV-Anlage bei einer Einliegerwohnung ebenso wie für große Wohnkomplexe. Die Wirtschaftlichkeit steigt in der Regel mit der Anzahl der teilnehmenden Parteien.

Für eine optimale Rendite ist die richtige Dimensionierung der Anlage entscheidend. Oftmals lohnt sich die Kombination mit einem Stromspeicher, um den Eigenverbrauchsanteil im Gebäude zu maximieren und auch abends oder an bewölkten Tagen Solarstrom nutzen zu können. Entsprechende PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets sind als Komplettpakete erhältlich.

Alternativen für Mieter ohne Mieterstrom vom Mehrfamilienhaus

Wenn der Vermieter keine gemeinschaftliche PV-Anlage plant, haben Mieter dennoch die Möglichkeit, eigenen Solarstrom zu erzeugen. Sogenannte Balkonkraftwerke, die einfach an eine Steckdose angeschlossen werden, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Diese Mini-Solaranlagen können einen Teil des Grundbedarfs an Strom im Haushalt decken und so die Stromrechnung senken. Je nach Bedarf und Montagemöglichkeit gibt es Balkonkraftwerke ohne Speicher oder auch Varianten mit kleinen Balkonkraftwerken mit Speicher, um den erzeugten Strom flexibler zu nutzen.

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