SHK Handwerk fordert Planungssicherheit für die Energiewende nach der Wahl 2026
Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) appelliert eindringlich an die Politik, die Weichen für die Wärmewende im Gebäudesektor verlässlich zu stellen. Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl 2026 warnt Verbandspräsident Michael Hilpert vor einem möglichen Kurswechsel, der die langfristigen Investitionen von Handwerk, Industrie und Verbrauchern gefährden könnte. Die zentrale Forderung lautet, noch in dieser Legislaturperiode verbindliche Regelungen im Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu verankern.
In einer Pressemitteilung unterstrich Hilpert die Notwendigkeit stabiler Rahmenbedingungen. Handwerksbetriebe, Investoren und private Haushalte benötigen Planungssicherheit, um den Umstieg auf klimafreundliche Heizungstechnologien voranzutreiben. Die Branche sei bereit, die Energiewende als „Jahrhundertaufgabe“ aktiv mitzugestalten, könne dies aber nur auf Basis klarer und langfristig gültiger gesetzlicher Vorgaben tun. Ohne diese Sicherheit drohen notwendige Investitionen in den Austausch veralteter Heizsysteme auszubleiben.
Kritik an der Energiewende-Debatte: Folgen für Verbraucher und das SHK Handwerk
Hilpert äußerte sich besorgt über die aktuelle politische Debatte zur Energiewende. Er warnte, dass widersprüchliche Signale und öffentliche Unsicherheit die Investitionsbereitschaft in der Bevölkerung erheblich bremsen. Diese Verunsicherung kann dazu führen, dass Hausbesitzer den Austausch ihrer alten fossilen Heizungen aufschieben, was den Fortschritt bei der Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor verlangsamt. Eine klare und verständliche Kommunikation ist daher entscheidend, um Photovoltaik-Mythen und andere Irrtümer im Bereich der erneuerbaren Energien auszuräumen und Vertrauen zu schaffen.
Der ZVSHK-Präsident betonte, dass die Heizungsbranche in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Fortschritte erzielt habe. Um diesen Kurs fortzusetzen, müsse die Bundesregierung die „jahrzehntelange Investitionsplanung“ der Unternehmen ernst nehmen. Ohne verbindliche Regelungen bestehe die Gefahr, dass die Wärmewende ins Stocken gerät und die Klimaziele verfehlt werden.
SHK-Handwerk: Partner für die Energiewende mit klaren Forderungen an die Politik
Der Verband sieht sich als zentraler Partner der Bundesregierung bei der Umsetzung der Energiewende. Die Bereitschaft, den Wandel umzusetzen, ist hoch, doch sie ist an klare politische Vorgaben geknüpft. Regionale Fachverbände untermauern diese Forderung. So hat beispielsweise der Fachverband SHK in Nordrhein-Westfalen bereits im Herbst 2025 die Weichen für das Wahljahr 2026 gestellt und drängt auf spürbare Reformimpulse, um die teils stagnierende Konjunktur im Handwerk zu beleben.
Die Energiewende im Heizungskeller ist eng mit dem Ausbau erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung verknüpft. Bundesländer wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zeigen mit erfolgreichen Förderprogrammen für Photovoltaik, wie verlässliche Rahmenbedingungen den Ausbau beschleunigen können. Dieses Engagement für erneuerbare Energien ist bundesweit zu beobachten, wie auch Initiativen in Baden-Württemberg belegen. Solche klaren Förderkulissen wünscht sich das SHK-Handwerk auch für den Heizungssektor.
Energiewende: Was bedeutet das für Hausbesitzer und Mieter?
Die geforderte Planungssicherheit hat direkte Auswirkungen auf private Haushalte. Für Hausbesitzer bedeutet ein verlässlicher politischer Kurs, dass sie Investitionsentscheidungen für die Zukunft treffen können. Die Kombination einer modernen Wärmepumpe mit einer eigenen Solaranlage ist eine der effizientesten Möglichkeiten, Heizkosten zu senken und die CO₂-Emissionen zu reduzieren. Entsprechende PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets ermöglichen eine hohe Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz.
Aber auch Mieter und Wohnungseigentümer können einen Beitrag leisten. Sogenannte Balkonkraftwerke ohne Speicher oder auch Balkonkraftwerke mit Speicher sind eine einfache Möglichkeit, eigenen Solarstrom zu erzeugen und die Stromrechnung zu senken.
Letztlich fasst der Appell des ZVSHK zusammen, was für den Erfolg der Energiewende entscheidend ist: Ein stabiler politischer Rahmen, der es Handwerk, Industrie und Bürgern ermöglicht, gemeinsam und planbar in eine klimafreundliche Zukunft zu investieren. Aktuelle Entwicklungen und Solar News zeigen, dass die technologischen Lösungen vorhanden sind – nun muss die Politik die notwendige Sicherheit für ihre Umsetzung schaffen.







