Vattenfall, GP Joule: Kooperation für erneuerbare Energien in Thüringen

Der Energiekonzern Vattenfall und der Projektentwickler GP Joule haben eine strategische Partnerschaft zur Realisierung von Photovoltaik- und Solarthermieprojekten in Deutschland bekannt gegeben. Die Kooperation konzentriert sich zunächst auf Thüringen und umfasst Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 250 Megawatt (MW). Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die Übernahme der technischen Betriebsführung von Vattenfall-Solarparks durch GP Joule.

Vattenfall und GP Joule: Solarprojekte in Thüringen

Im Rahmen der Partnerschaft hat Vattenfall mehrere Photovoltaikprojekte in Thüringen von GP Joule erworben. Diese Anlagen befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und werden in den kommenden Jahren von GP Joule zur Baureife geführt. Ergänzend zur reinen Projektentwicklung wird GP Joule zukünftig auch die technische Betriebsführung für die Photovoltaik-Freiflächenanlagen von Vattenfall in Deutschland übernehmen. Dies umfasst Aufgaben wie das Anlagenmonitoring, die Wartung und Instandhaltung.

Neben der Photovoltaik planen die Unternehmen auch eine Zusammenarbeit im Bereich der Solarthermie. Als Vorbild dient der 2023 in Betrieb genommene Solarthermie-Park in Wittenberge, der zu den größten seiner Art in Deutschland zählt. Das Modell der zentralen Wärmeerzeugung aus Sonnenenergie soll auf Thüringen und potenziell weitere Bundesländer übertragen werden.

Anna Borg, CEO von Vattenfall, bezeichnete die Kooperation als strategischen Schritt zur Beschleunigung der Investitionen in erneuerbare Energien. „Der Ausbau der Solarenergie ist entscheidend für die Energiewende. Diese Vereinbarung wird unsere Bemühungen unterstützen, eine fossilfreie Zukunft zu erreichen“, so Borg.

Kooperation für die Energiewende mit Vattenfall und GP Joule

Auch Ove Petersen, CEO von GP Joule, betonte die gemeinsamen Ziele: „Wir freuen uns, mit Vattenfall einen Partner gefunden zu haben, der wie wir die Energiewende vorantreiben möchte.“ Er hob hervor, dass die Solarthermie eine enorme Chance biete, Heizsysteme künftig nachhaltig und emissionsfrei zu betreiben. Die wichtige Rolle von Unternehmen wie GP Joule für die Energiewende in Deutschland wird auch auf politischer Ebene zunehmend anerkannt.

Vattenfall verfolgt ambitionierte Ausbauziele und plant, seine installierte Solarenergie-Kapazität von aktuell 0,7 Gigawatt bis 2030 auf 4 bis 6 Gigawatt zu steigern. Dafür investiert das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren 17,3 Milliarden Euro in erneuerbare Energien. Die neuen Projekte in Thüringen ergänzen bestehende Vorhaben, wie den Bau von neuen Photovoltaik-Parks an Pumpspeicherstandorten. Der Ausbau im industriellen Maßstab wird durch das wachsende Engagement von Privatpersonen ergänzt, die mit kompletten PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets ebenfalls zur dezentralen Energieversorgung beitragen.

Erneuerbare Energien: Vattenfall und GP Joule für Thüringen

Die Kooperation von Vattenfall und GP Joule ist ein bedeutender Impuls für den Ausbau erneuerbarer Energien in Thüringen. Das Bundesland hat sich bereits als einer der Spitzenreiter bei der Nutzung von Solarenergie etabliert. Bereits im ersten Halbjahr 2025 erreichten die erneuerbaren Energien in Thüringen einen Anteil von über 60 % an der gesamten Stromeinspeisung.

Die neuen Solarparks werden diesen Anteil weiter erhöhen und die regionale Energieversorgung nachhaltiger gestalten. Sie reihen sich ein in eine Reihe von Großprojekten im Bundesland, zu denen auch neue Photovoltaik-Projekte anderer Entwickler gehören. Während solche Großanlagen das Rückgrat der Energiewende bilden, ermöglichen zunehmend auch kleinere Lösungen wie Balkonkraftwerke mit Speicher oder ohne Speicher Mietern und Wohnungseigentümern, sich aktiv an der Produktion von sauberem Strom zu beteiligen.

Vattenfall und GP Joule planen, ihre Zusammenarbeit langfristig fortzusetzen und auf weitere Bundesländer auszuweiten, um das Potenzial der Solarenergie für die Strom- und Wärmeversorgung in Deutschland umfassend zu nutzen.

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