Zunehmende illegale Solarmodul Ablagerung in Alzenau, Unterfranken
Im Landkreis Alzenau ermittelt die Polizei wegen eines Umweltdelikts, nachdem am Wochenende mehrere hochwertige und unbeschädigte Solarmodule illegal auf einem Feldweg bei Michelbach abgelagert wurden. Der Vorfall scheint jedoch Teil einer größeren, regionsübergreifenden Entsorgungsaktion zu sein, die sich bis ins benachbarte Hessen erstreckt.
Umweltdelikt: Illegale Solarmodul Entsorgung weitet sich regional aus
Die Polizeiinspektion Alzenau wurde am Sonntagvormittag über die illegal entsorgten Solarmodule auf einem Feldweg westlich der Staatsstraße 2305 informiert. Die Ablagerung erfolgte nach ersten Erkenntnissen zwischen Samstagnachmittag, 17:00 Uhr, und Sonntagmorgen, 10:00 Uhr. Doch dies war kein Einzelfall. Wie das Landratsamt Aschaffenburg mitteilt, wurden in der vergangenen Woche an mehreren Stellen im Landkreis, unter anderem in Geiselbach und an der Kreisstraße AB 18, größere Mengen an Photovoltaikmodulen gefunden.
Die Serie setzt sich im angrenzenden hessischen Main-Kinzig-Kreis fort. Dort kam es zu einem ähnlichen Umweltskandal durch illegale Solarmodul-Entsorgung in Freigericht, wo auf einem Waldparkplatz rund 60 Module abgeladen wurden.
Illegale Solarmodul Ablagerung im Landkreis Alzenau – Ermittler suchen Zeugen
Da es sich bei allen gefundenen Modulen um das gleiche Modell vom selben Hersteller handelt, gehen die Behörden von einem Zusammenhang aus. Es wird vermutet, dass die Module von einer größeren Baustelle oder dem Rückbau einer Solaranlage aus der Umgebung stammen. Die Polizei prüft zudem, ob die wertvollen Komponenten aus einem Diebstahl stammen.
Die Behörden bitten die Bevölkerung dringend um Mithilfe. Zeugen, die im Tatzeitraum verdächtige Fahrzeuge oder Personen im Bereich Michelbach (St 2305) bemerkt haben, sollen sich bei der Polizeiinspektion Alzenau unter der Telefonnummer 06023/944-0 melden. Da ein Zusammenhang mit größeren Rückbaumaßnahmen vermutet wird, nimmt auch die Untere Abfallrechtsbehörde am Landratsamt Aschaffenburg Hinweise unter 06021/394-7160 oder per E-Mail an abfallrecht@Lra-ab.bayern.de entgegen.
Illegale Entsorgung von Solarmodulen: Hohe Kosten und Umweltrisiken in Alzenau
Die Bergung der Module durch den Kreisrecyclinghof gestaltete sich aufgrund der Menge und des Gewichts als äußerst aufwendig und kostenintensiv. Sollte der Verursacher nicht ermittelt werden, trägt die Allgemeinheit, also die Müllgebührenzahler des Landkreises, die Kosten für die fachgerechte Entsorgung.
Über die finanziellen Lasten hinaus birgt eine solche Tat erhebliche Umweltrisiken durch die illegale Solarmodul-Entsorgung. Obwohl Solarmodule im Betrieb saubere Energie erzeugen, enthalten sie Materialien, die bei unsachgemäßer Entsorgung in die Umwelt gelangen und Schäden verursachen können.
Korrekte Entsorgung von Solarmodulen vs. illegale Ablagerung in Alzenau
Der Vorfall steht in starkem Kontrast zu den positiven Entwicklungen der Solarenergie in der Region. Ausgerechnet in Alzenau, wo mit Projekten wie den schwimmenden Solarmodulen auf dem Kahler See innovative Wege der Energiewende beschritten werden, zeigt sich die Schattenseite unsachgemäßer Entsorgung.
Ausgediente Solarmodule gelten als Elektroschrott und müssen fachgerecht über kommunale Wertstoffhöfe oder spezielle Rücknahmesysteme der Hersteller entsorgt werden. Dass die aufgefundenen Module unbeschädigt waren, wirft zudem Fragen zur Herkunft auf. Der Kauf gebrauchter Komponenten birgt für private Anwender erhebliche Risiken und rechtliche Fallen bei DIY-Solaranlagen, da oft Herkunft, Zustand und Zertifizierungen unklar sind, was die Anmeldung beim Netzbetreiber unmöglich machen kann.
Für Hausbesitzer und Mieter, die sicher und legal in die Solarenergie einsteigen möchten, sind geprüfte Neuanlagen der richtige Weg. Je nach Bedarf reichen die Möglichkeiten von kompletten PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets für das Eigenheim bis hin zu kompakten Balkonkraftwerken mit Speicher oder ohne Speicher für die Wohnung.







