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Der norwegische Energiekonzern Statkraft hat in Zerbst, Sachsen-Anhalt, ein zukunftsweisendes Hybridkraftwerk offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage kombiniert eine großflächige Photovoltaikanlage mit einem leistungsstarken Batteriespeicher und gilt als das größte Projekt dieser Art in Deutschland. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes und zur effizienten Nutzung erneuerbarer Energien.
Statkraft Hybridkraftwerk Zerbst: PV und Batteriespeicher optimal integriert
Das neue Hybridkraftwerk in Zerbst koppelt eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 46 Megawatt (MW) mit einem Batteriespeichersystem, das eine Leistung von 16 MW und eine Kapazität von 57 Megawattstunden (MWh) aufweist. Die ursprüngliche PV-Anlage mit 28 MW ist bereits seit 2022 am Netz und erzeugte im vergangenen Jahr rund 25.000 MWh Strom, was dem Bedarf von etwa 8.100 Haushalten entspricht.
Durch die Erweiterung und die direkte Anbindung des Batteriespeichers kann der vor Ort erzeugte Solarstrom nun zwischengespeichert werden. Dies ermöglicht es, überschüssige Energie aus den sonnenreichen Mittagsstunden zu speichern und sie in den Abendstunden oder bei geringer Sonneneinstrahlung bedarfsgerecht ins Netz einzuspeisen. Dieses Vorgehen optimiert nicht nur die Wirtschaftlichkeit des Solarparks, sondern erhöht auch die Versorgungssicherheit.
Darüber hinaus ist die Anlage in der Lage, sogenannte Regelenergie bereitzustellen. Damit kann sie sekundenschnell auf Schwankungen im Stromnetz reagieren und hilft, die Frequenz stabil zu halten – eine entscheidende Voraussetzung für den weiteren Ausbau von fluktuierenden erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind.
Technische Details und Bedeutung des Statkraft Hybridkraftwerks für Zerbst
Das Projekt wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube realisiert und zeigt beispielhaft, wie Konversionsflächen für die Energiewende genutzt werden können. Die Kombination der Technologien wurde im Rahmen einer Innovationsausschreibung der Bundesnetzagentur bezuschlagt, was die technologische Relevanz des Vorhabens unterstreicht.
Die technischen Kerndaten des erweiterten Hybridkraftwerks:
* Photovoltaik-Anlage: 46 MW Leistung
* Batteriespeicher: 16 MW Leistung und 57 MWh Speicherkapazität
Das Prinzip, Solarstrom zu speichern und bei Bedarf zu nutzen, gewinnt auch für Privathaushalte an Bedeutung. Hausbesitzer können mit eigenen PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets ihre Autarkie erhöhen und Stromkosten senken. Auch Mieter haben die Möglichkeit, sich an der Energiewende zu beteiligen, etwa durch die Installation von Balkonkraftwerken mit Speicher.
Von dem Großprojekt profitiert auch die Stadt Zerbst direkt durch kommunale Einnahmen, was die Akzeptanz für den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort stärkt.
Statkraft setzt auf erneuerbare Energien mit Batteriespeicher in Deutschland
Statkraft, ein führender europäischer Erzeuger erneuerbarer Energie, baut seine Präsenz in Deutschland kontinuierlich aus. Das Unternehmen betreibt hierzulande mittlerweile 13 Solarparks mit einer installierten Gesamtleistung von rund 260 MW. Hinzu kommen sechs Windparks mit einer Kapazität von 60 MW, die jährlich etwa 150 Gigawattstunden (GWh) sauberen Strom erzeugen.
Der Einsatz von Batteriespeichern ist ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie. Die Speicher ermöglichen nicht nur die Bereitstellung von systemstabilisierender Regelenergie, sondern auch eine optimierte Vermarktung des erzeugten Stroms.
Die Inbetriebnahme des Hybridkraftwerks in Zerbst ist ein wichtiger Meilenstein. Sie demonstriert, wie die intelligente Kopplung von Erzeugungs- und Speichertechnologien die Integration erneuerbarer Energien in das bestehende Stromsystem voranbringen kann. Projekte dieser Größenordnung sind essenziell, um die ambitionierten Klimaziele in Deutschland zu erreichen und eine stabile sowie nachhaltige Energieversorgung für die Zukunft zu sichern.
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