Solarpark Oberthal: Baubeginn 2025 und Bürgerbeteiligung
In der saarländischen Gemeinde Oberthal entsteht in Kooperation mit der Ökumenischen Stiftung Volks-Energie (ÖVE) ein Solarpark mit einer Nennleistung von 30 Megawatt. Das Projekt, dessen Baubeginn für November 2025 angesetzt ist, sieht eine direkte finanzielle Beteiligung der Bürger über eine Genossenschaft vor und soll einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung leisten.
Standortanalyse und Planungen für den Solarpark Oberthal
Das geplante Solarfeld wird auf einer 30 Hektar großen Fläche errichtet. Eine von der ÖVE durchgeführte Machbarkeitsstudie hat den Standort als ideal bewertet, insbesondere aufgrund der vorteilhaften Südausrichtung, der Nähe zu bestehenden Umspannwerken und einer bereits vorhandenen Stromleitung, was den Netzanschluss erleichtert.
Mit dem geplanten Baustart im November 2025 befindet sich das Projekt in der finalen Vorbereitungsphase. Es ist Teil einer bundesweiten Entwicklung, bei der im Jahr 2025 zahlreiche neue Photovoltaik-Anlagen realisiert werden, wie etwa der Solarpark Boldekow in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Finanzierung des Projekts ist auf zwei Säulen aufgebaut: Die ÖVE wird 75 Prozent der Investitionskosten tragen, die verbleibenden 25 Prozent sollen durch eine noch zu gründende Bürgerenergiegenossenschaft aufgebracht werden. Die Stiftung übernimmt den Bau und den späteren Betrieb der Anlage, während die Genossenschaft als Gesellschafter fungiert und deren Mitglieder an den Erträgen partizipieren.
Solarpark Oberthal: Vorteile für Gemeinde und Bürger
Der Solarpark wird für die Gemeinde Oberthal eine stabile Einnahmequelle darstellen. Die Pachtzahlungen durch die ÖVE werden auf rund 24.000 Euro pro Jahr beziffert. Zusätzlich profitiert die Kommune von der gesetzlich verankerten Kommunalabgabe nach § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Diese ermöglicht es Gemeinden, mit 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde an den Erträgen von Freiflächenanlagen beteiligt zu werden, was für Oberthal jährliche Einnahmen von etwa 60.000 Euro bedeuten könnte. Dieses Modell der finanziellen Beteiligung ist bundesweit etabliert, wobei einzelne Bundesländer wie bei der geplanten Solarpark-Abgabe in Sachsen-Anhalt ab 2025 über zusätzliche Regelungen diskutieren.
Das Modell der Bürgergenossenschaft ermöglicht es den Einwohnern, direkt in die lokale Energiewende zu investieren und von den wirtschaftlichen Erfolgen des Solarparks zu profitieren. Dies stärkt nicht nur die Akzeptanz für solche Projekte, sondern fördert auch das Engagement für Nachhaltigkeit. Während die Beteiligung an einem Solarpark eine Möglichkeit darstellt, können auch Mieter und Wohnungseigentümer durch Balkonkraftwerke ohne Speicher aktiv zur Energiewende beitragen.
Solarpark Oberthal und seine Bedeutung für die Energiewende
Mit einer Leistung von 30 Megawatt kann der Solarpark rechnerisch den Jahresstrombedarf von rund 10.000 Haushalten decken und leistet damit einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Projekte dieser Größenordnung sind ein zentraler Baustein für das Erreichen der nationalen Klimaziele.
Die aktuelle Prognose für den Solarzubau in Deutschland 2025 zeigt, dass Freiflächenanlagen wie in Oberthal zunehmend an Bedeutung gewinnen, während sich das Wachstum bei Dachanlagen konsolidiert. Dennoch bleibt die dezentrale Energieerzeugung durch Hausbesitzer, beispielsweise durch die Installation kompletter PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets, eine unverzichtbare Säule der Energiewende.
Solarpark Oberthal: Zukunftsperspektiven des Projekts
Das Projekt in Oberthal hat das Potenzial, zu einem Vorzeigeprojekt für erneuerbare Energien im Saarland und darüber hinaus zu werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, einem erfahrenen Projektentwickler und den Bürgern zeigt ein zukunftsfähiges Modell für die Umsetzung nachhaltiger Energieinfrastruktur.
Es reiht sich ein in eine Vielzahl von Initiativen in ganz Deutschland, wie die Solar-News aus Baden-Württemberg belegen. Solche lokalen Projekte schaffen nicht nur grünen Strom, sondern auch regionale Wertschöpfung und stärken das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Umstiegs auf erneuerbare Energien. Für Bürger, die ihre Unabhängigkeit vom Stromnetz weiter erhöhen möchten, bieten sich zudem innovative Lösungen wie Balkonkraftwerke mit Speicher an, um selbst erzeugte Energie auch nach Sonnenuntergang zu nutzen.







