Solar Materials als Vorreiter: Solarmodule Recycling 2025 mit neuen Technologien

Solar Materials: Recycling-Großanlage bis 2025 in Frankfurt (Oder)

Das Berliner Unternehmen Solar Materials GmbH, spezialisiert auf das Recycling von Solarmodulen, plant die Inbetriebnahme einer hochinnovativen Recyclinganlage bis 2025. Die Anlage, die in Frankfurt (Oder) errichtet wird, soll als eine der ersten weltweit in diesem Maßstab arbeiten und eine jährliche Kapazität von 150.000 Modulen aufweisen. Damit könnte das Werk künftig rund 15 Prozent der europäischen Recyclingkapazität für Photovoltaik-Module abdecken und einen wichtigen Beitrag zur Schließung von Rohstoffkreisläufen in der Solarindustrie leisten.

Finanzierung für innovative Solarmodule Recyclinganlage gesichert

Um den Bau der Anlage zu realisieren, hat das Unternehmen eine zweite Finanzierungsrunde eröffnet. Diese wird von der Berliner Investmentgesellschaft IBB Ventures und einer Schweizer Impact-Investmentgesellschaft angeführt. Die gesicherten Mittel sollen den planmäßigen Betriebsstart im Jahr 2025 ermöglichen und damit dem wachsenden Bedarf an nachhaltigen Entsorgungslösungen für Solarmodule der ersten Generation gerecht werden.

Solar Materials hat ein eigenes Verfahren entwickelt, das auf dem Prinzip der Pyrolyse – einer thermischen Zersetzung unter Sauerstoffausschluss – basiert. Diese Technologie ermöglicht die effiziente Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe wie Silizium, Silber und Aluminium aus ausgedienten Modulen. Dieser Ansatz ist nicht nur ressourcenschonend, sondern auch wirtschaftlich vorteilhaft, da er die Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringert. Die Entwicklung solcher Verfahren ist Teil eines globalen Trends. So arbeiten Forscher im Rahmen des internationalen Projekts „Si-Zero“ ebenfalls an automatisierten, CO2-armen Prozessen, um die Kreislaufwirtschaft in der Solarbranche voranzutreiben.

Solarmodule Recycling: Wachsende Bedeutung der Kreislaufwirtschaft

Die geplante Anlage in Frankfurt (Oder) wird eine zentrale Rolle in der Entsorgungsinfrastruktur für Solarmodule in Europa spielen. Mit dem fortschreitenden Ausbau der Solarenergie in Deutschland – von großen PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets auf Eigenheimen bis hin zu kompakten Balkonkraftwerken ohne Speicher für Mieter – rückt die Frage nach dem Lebensende der Module zunehmend in den Fokus. Eine fachgerechte Entsorgung und ein hochwertiges Recycling sind entscheidend, um den ökologischen Fußabdruck der Solarenergie über den gesamten Lebenszyklus hinweg gering zu halten.

Der strategisch gewählte Standort in Brandenburg bietet durch seine Nähe zu Polen und seine gute logistische Anbindung ideale Voraussetzungen. Die Inbetriebnahme der Anlage wird einen maßgeblichen Beitrag zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft leisten, indem wertvolle Materialien zurückgewonnen und wieder dem Produktionsprozess zugeführt werden.

Solar Materials als Vorreiter für nachhaltiges Solarmodule Recycling

Solar Materials positioniert sich mit seiner Technologie als ein führendes Unternehmen in der Rückgewinnung von Wertstoffen aus Photovoltaik-Modulen. Die Vision des Unternehmens ist es, die Umweltbelastung durch Solarschrott signifikant zu reduzieren und gleichzeitig die Rohstoffversorgung für die europäische Solarindustrie zu sichern.

Während Unternehmen wie Solar Materials die Entsorgung der aktuellen Generation von Siliziummodulen lösen, arbeitet die Forschung bereits an der nächsten Generation. Ein Beispiel ist der Workshop zur Effizienzsteigerung von Perowskit-Solarzellen in Baden-Württemberg, der zeigt, wie die Branche kontinuierlich nach besseren und nachhaltigeren Lösungen sucht. Die Investition in Recyclingkapazitäten ist somit ein entscheidender Schritt, um die Nachhaltigkeit der Energiewende langfristig zu gewährleisten und die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

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