Sachsen-Anhalt: 282 MW Solarleistung in BNetzA-Ausschreibung 2026
Die Energiewende in Deutschland nimmt weiter Fahrt auf, und Sachsen-Anhalt positioniert sich als einer der Spitzenreiter im Ausbau der Solarenergie. Ein beeindruckendes Zeichen dafür sind die Ergebnisse der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur (BNetzA) für Photovoltaik-Freiflächenanlagen: Das Bundesland sicherte sich Zuschläge für Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von 282 Megawatt (MW). Ein starkes Signal, das zeigt, wie dynamisch der Ausbau erneuerbarer Energien voranschreitet.
Doch was bedeutet diese Zahl konkret und welche Auswirkungen hat das für Sie als Bürger, Mieter oder Hausbesitzer?
Details zur BNetzA Ausschreibung Solar in Sachsen-Anhalt 2026
In der Ausschreibungsrunde vom Dezember 2025, deren Ergebnisse im Februar 2026 veröffentlicht wurden, konnten sich insgesamt 24 Projekte in Sachsen-Anhalt durchsetzen. Mit den zugesprochenen 282 MW belegt das Bundesland bundesweit den zweiten Platz, direkt hinter Bayern, das sich mit 901 MW den Löwenanteil sicherte.
Diese Zahlen beziehen sich auf das sogenannte „erste Segment“, also vor allem auf große Solarparks auf Freiflächen, beispielsweise entlang von Autobahnen und Schienenwegen oder auf landwirtschaftlich benachteiligten Flächen. Es geht hier also nicht um die private Solaranlage auf dem Hausdach, sondern um die Großprojekte, die das Rückgrat unserer zukünftigen Stromversorgung bilden.
Energiewende durch Wettbewerb in der BNetzA Ausschreibung
Besonders bemerkenswert an dieser Ausschreibungsrunde war der enorme Wettbewerb. Auf ein ausgeschriebenes Volumen von rund 2,3 Gigawatt (GW) gingen Gebote für Projekte mit einer Gesamtleistung von über 5,2 GW ein. Die Runde war also mehr als doppelt überzeichnet.
Dieses hohe Interesse von Projektentwicklern ist eine exzellente Nachricht: Es zeigt, dass die Solarbranche bereitsteht, massiv in den Ausbau zu investieren und eine Fülle an baureifen Projekten in der Pipeline hat. Dieser Wettbewerb sorgt auch für wirtschaftliche Preise. Der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei nur 5,00 Cent pro Kilowattstunde – ein Beleg dafür, dass Solarstrom eine der günstigsten Formen der Energieerzeugung ist.
Solar-Boom in Sachsen-Anhalt: Ihre Vorteile
Auch wenn es hier um Großanlagen geht, hat dieser Erfolg direkte und indirekte Vorteile für jeden von uns:
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Grünerer Strom für alle: Jedes neue Megawatt an Solarenergie, das ans Netz geht, speist sauberen Strom in das deutsche Stromnetz ein. Der Strom, der bei Ihnen aus der Steckdose kommt, wird dadurch schrittweise klimafreundlicher, unabhängig davon, ob Sie eine eigene PV-Anlage besitzen oder nicht.
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Langfristige Preisstabilität: Der massive Ausbau von günstigem Solar- und Windstrom macht Deutschland unabhängiger von teuren und volatilen Importen fossiler Brennstoffe. Langfristig trägt dies zur Stabilisierung der Strompreise für alle Verbraucher bei.
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Ein starkes Signal für die eigene Energiewende: Der Erfolg im Großen kann als Inspiration für das Kleine dienen. Er zeigt, dass Solarenergie eine zuverlässige und wirtschaftliche Technologie ist. Dies kann die Entscheidung für eine eigene Solaranlage auf dem Dach oder ein Balkonkraftwerk bestärken, mit denen auch Sie aktiv Teil der Energiewende werden und Ihre Stromkosten senken können.
Ausblick auf weitere BNetzA Solar Ausschreibungen
Die Dynamik lässt nicht nach. Die Bundesnetzagentur hat bereits die nächste Ausschreibungsrunde für den 1. März 2026 eröffnet, bei der erneut ein Volumen von fast 2,3 GW vergeben wird. Es ist davon auszugehen, dass der Wettbewerb hoch bleiben und der Solarausbau in Deutschland und speziell in Regionen wie Sachsen-Anhalt mit hohem Tempo weitergehen wird.
Der Zuschlag von 282 MW für Sachsen-Anhalt ist somit mehr als nur eine Zahl – er ist ein klares Bekenntnis zur Energiewende und ein wichtiger Baustein für eine saubere, sichere und bezahlbare Energiezukunft für uns alle.







