Siek bei Hamburg: Hybrid Solaranlage hilft, Netzanschluss zu sparen

Hybrid Solaranlage in Siek: Netzanschluss sparen leicht gemacht

Die WKN AG hat in Siek, Schleswig-Holstein, eine innovative Hybrid-Solaranlage in Betrieb genommen, die eine gängige Hürde bei der Energiewende überwindet: den kostspieligen Anschluss an das Stromnetz. Durch die intelligente Kombination von Photovoltaik und einem großen Batteriespeicher kann der Solarpark den erzeugten Strom zwischenspeichern und zeitversetzt einspeisen, was den Bau langer und teurer Erdkabel überflüssig macht.

Ein wesentlicher Vorteil der Anlage in Siek ist ihre Fähigkeit, die Herausforderung eines mehr als einen Kilometer entfernten Netzanschlusspunktes zu lösen. Statt in eine teure Kabelverlegung zu investieren, speichert der Solarpark die tagsüber erzeugte Energie direkt in einem Batteriespeichersystem. Dieser entlädt sich nachts und speist den Strom bedarfsgerecht und mit reduzierter Spitzenleistung in das Netz ein. Laut WKN AG senkt dieses Vorgehen die Anschlusskosten erheblich, ohne die jährlich produzierte Strommenge zu reduzieren. Solche Konzepte sind entscheidend, um den Ausbau erneuerbarer Energien auch an Standorten zu ermöglichen, die bisher als unwirtschaftlich galten.

Das Prinzip der Hybrid-PV-Anlage, die Netzanschluss und Autarkie verbindet, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Während reine Inselanlagen komplett vom öffentlichen Netz getrennt sind und netzgekoppelte Anlagen ohne Speicher direkt einspeisen, bieten Hybridsysteme das Beste aus beiden Welten. Sie ermöglichen einen hohen Eigenverbrauch und können das Netz stabilisieren. Welcher Anlagentyp – Netz, Insel oder Hybrid – der richtige ist, hängt von den individuellen Anforderungen ab, doch der Trend geht klar zu speichergestützten Lösungen.

Hybrid-Solaranlage als Zukunftsmodell für Hamburg und Umgebung

Die WKN AG betrachtet das Projekt in Siek als Blaupause für zukünftige Solarparks in ganz Deutschland. Das Unternehmen sieht in dieser Technologie ein erhebliches Potenzial, den Ausbau der Solarenergie zu beschleunigen, insbesondere in ländlichen oder infrastrukturschwachen Regionen. Die Anlage ist bereits seit Anfang 2024 in Betrieb, die vollständige Inbetriebnahme des Batteriespeichers ist für Ende 2024 geplant.

Dieses Projekt fügt sich nahtlos in die regionalen Bemühungen ein. Der Boom bei PV-Anlagen in Hamburg und Umgebung zeigt das wachsende Engagement für saubere Energie. Initiativen wie die ambitionierte Photovoltaik-Strategie Hamburgs oder der von Vattenfall forcierte Photovoltaik-Ausbau in Geesthacht unterstreichen die Dynamik in der Metropolregion.

Das Prinzip der Zwischenspeicherung zur Erhöhung der Unabhängigkeit und Effizienz ist nicht nur für Großprojekte relevant. Auch immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich für PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets, um ihren Eigenverbrauch zu maximieren und sich gegen steigende Strompreise abzusichern. Selbst für Mieter bieten Balkonkraftwerke mit Speicher eine Möglichkeit, an der Energiewende teilzuhaben, während Balkonkraftwerke ohne Speicher einen unkomplizierten Einstieg ermöglichen.

Ausbau erneuerbarer Energien: Fortschritte auch bei Windkraftprojekten

Neben der Solarenergie treibt die WKN AG auch den Ausbau der Windkraft voran. Kürzlich erhielt das Unternehmen die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) für den Bau eines Windparks in Rheinland-Pfalz. Der Park wird fünf Windkraftanlagen des Herstellers Vestas mit einer Leistung von je 5,5 Megawatt und einer Nabenhöhe von 105 Metern umfassen.

Die Genehmigung wurde bereits am 20. Februar 2023 erteilt, der Baubeginn war für das zweite Halbjahr 2023 geplant. Die Inbetriebnahme der Turbinen soll im ersten Quartal 2024 erfolgen. Dieses Projekt unterstreicht die Strategie des Unternehmens, durch ein diversifiziertes Portfolio an erneuerbaren Energien einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland zu leisten. Projekte wie die Hybrid-Solaranlage in Siek und der neue Windpark zeigen, dass technologische Innovationen und die Überwindung bürokratischer Hürden entscheidend für das Gelingen der Energiewende sind.

Haftungsausschluss / Disclaimer: Die hier veröffentlichten Informationen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Photovoltaik.info übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Inhalte. Sollten Sie falsche oder irreführende Informationen entdecken, kontaktieren Sie uns bitte, damit wir diese überprüfen und gegebenenfalls korrigieren können.
Teile diesen Beitrag