Bürgerbeteiligung an Solarparks Schwäbisch Hall: Stadtwerke mit hoher Resonanz
Die Stadtwerke Schwäbisch Hall treiben die lokale Energiewende konsequent voran und setzen dabei erfolgreich auf die direkte Beteiligung der Bürger. Jüngste Projekte zur Finanzierung von Photovoltaikanlagen waren binnen weniger Minuten vollständig gezeichnet, was das große Interesse der Bevölkerung an erneuerbaren Energien in der Region unterstreicht.
PV-Anlage in Schwäbisch Hall-Gschlachtenbretzingen: Bürger gestalten Energiewende
Als zehnten Solarpark in ihrer Initiative haben die Stadtwerke die Anlage in Schwäbisch Hall-Gschlachtenbretzingen realisiert. Wie die Südwest Presse berichtete, besteht der Park aus 1.280 Photovoltaikmodulen und erreicht eine Spitzenleistung von 730 Kilowatt (kWp). Rechnerisch kann die Anlage damit jährlich rund 730.000 Kilowattstunden sauberen Strom erzeugen, was dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 200 Vier-Personen-Haushalten entspricht.
Das Projekt ist ein zentraler Baustein in der Strategie der Stadtwerke, den Ausbau erneuerbarer Energien lokal zu verankern und die Bürger aktiv in diesen Prozess einzubinden. Durch solche Maßnahmen wird die Wertschöpfung in der Region gehalten und die Akzeptanz für die notwendige Energie-Infrastruktur gestärkt.
Bürgerbeteiligung: Konditionen für die PV-Anlage in Schwäbisch Hall
Für den Solarpark Gschlachtenbretzingen wurde ein Beteiligungsmodell in Form eines Nachrangdarlehens angeboten. Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, Anteile im Wert von jeweils 1.000 Euro zu erwerben. Die Mindestzeichnungssumme lag bei 1.000 Euro. Als finanzielle Gegenleistung für das bereitgestellte Kapital boten die Stadtwerke eine jährliche Verzinsung von 2,5 Prozent.
Dieses Modell ermöglicht es den Einwohnern, nicht nur ideell hinter der Energiewende zu stehen, sondern auch direkt von deren wirtschaftlichen Erträgen zu profitieren. Es stellt eine attraktive Anlagemöglichkeit dar, die Investition in eine nachhaltige Zukunft mit einer soliden Rendite verbindet.
Enormes Interesse an Modellen zur Bürgerbeteiligung in Schwäbisch Hall
Die Resonanz auf das Angebot übertraf alle Erwartungen. Nach dem Start der Zeichnungsfrist am 10. Juni 2024 waren alle 160 verfügbaren Anteile mit einem Gesamtvolumen von 160.000 Euro innerhalb von nur sechs Minuten vergeben.
Diese hohe Nachfrage zeigt, dass viele Bürger bereit sind, die Energiewende aktiv mitzugestalten. Während die Beteiligung an kommunalen Solarparks eine Möglichkeit darstellt, entscheiden sich immer mehr Hausbesitzer und auch Mieter für eigene dezentrale Lösungen. Für Eigentümer bieten sich komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets, um einen hohen Grad an Energieautarkie zu erreichen. Für Mieter oder Eigentümer mit begrenztem Platz sind Balkonkraftwerke ohne Speicher eine einfache und kostengünstige Einstiegsmöglichkeit. Zunehmend beliebter werden auch Balkonkraftwerke mit Speicher, die den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms weiter optimieren.
Erfolg in Schwäbisch Hall: Auch weitere PV-Projekte schnell ausgebucht
Der Erfolg in Gschlachtenbretzingen ist kein Einzelfall. Bereits am 25. Juni 2024 startete die Bürgerbeteiligung für den deutlich größeren Solarpark in Michelfeld-Leoweiler. Diese Anlage verfügt mit 5.140 Modulen über eine Leistung von 2.993 kWp und kann rechnerisch über 850 Haushalte mit Strom versorgen. Auch hier waren die Anteile, die eine jährliche Verzinsung von 2,0 Prozent bieten, nach nur acht Minuten vollständig gezeichnet.
Ausblick: Nächste PV-Anlage mit Bürgerbeteiligung in Schwäbisch Hall geplant
Die Stadtwerke Schwäbisch Hall setzen diesen Weg fort und planen bereits das nächste, noch größere Vorhaben. Wie aus Ankündigungen hervorgeht, startet am 12. November 2025 die Beteiligungsmöglichkeit für die bislang größte Photovoltaikanlage der Stadtwerke im Stadtteil Sulzdorf.
Diese Freiflächenanlage wird mehr als 24.000 Solarmodule umfassen. Das angestrebte Beteiligungsvolumen liegt bei 1,4 Millionen Euro. Interessierte können sich mit Beträgen zwischen 500 und 15.000 Euro engagieren und erhalten dafür eine Verzinsung von 3,0 Prozent pro Jahr. Mit diesem Projekt bekräftigen die Stadtwerke ihr Engagement für eine bürgernahe und nachhaltige Energieversorgung in der Region.







