RWE: Massiver Photovoltaik Ausbau in NRW für 2024 geplant

Ein führender deutscher Energiekonzern verstärkt sein Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien massiv und treibt den Ausbau der Photovoltaik (PV) an mehreren Fronten voran. Im Fokus stehen dabei sowohl die strategische Übernahme eines riesigen Projekt-Portfolios als auch die Inbetriebnahme neuer, großer Solarparks in Deutschland.

RWE Photovoltaik Ausbau: Strategische Akquisition von 1,9 GW Leistung

Der Essener Energiekonzern hat sich durch den Kauf von 86 Photovoltaik-Projekten von ECA SOLAR SAS, einem unabhängigen Projektentwickler, eine bedeutende Entwicklungspipeline gesichert. Diese Projekte befinden sich in unterschiedlichen Planungsstadien und sollen nach ihrer Fertigstellung eine beeindruckende Gesamtleistung von 1,9 Gigawattpeak (GWp) erreichen.

Die Projektpipeline verteilt sich auf Deutschland und Frankreich, wobei der Schwerpunkt klar auf dem deutschen Markt liegt. Das Portfolio ist vielfältig und umfasst Freiflächenanlagen, Projekte auf ehemaligen Deponieflächen sowie innovative Agri-Photovoltaik-Anlagen, die eine Doppelnutzung von landwirtschaftlichen Flächen für Ackerbau und Energieerzeugung ermöglichen.

Die Transaktion soll, nach den üblichen behördlichen Genehmigungen, voraussichtlich im ersten Quartal 2025 abgeschlossen werden. Das Unternehmen wird die Entwicklung der Projekte anschließend fortführen, mit dem Ziel, die ersten Anlagen bereits 2027 in Betrieb zu nehmen.

RWE setzt auf Photovoltaik Ausbau NRW 2024: Neue Solarparks im Rheinischen Revier

Dass diese Ausbaupläne nicht nur auf dem Papier existieren, zeigt eine aktuelle Entwicklung in Nordrhein-Westfalen. Parallel zu den strategischen Zukäufen hat das Unternehmen kürzlich mehrere Solarparks mit einer Gesamtleistung von 86,5 Megawatt (MWp) entlang der Autobahn A44n im Rheinischen Revier in Betrieb genommen.

Auf rekultivierten Flächen des ehemaligen Tagebaus Garzweiler wurden rund 141.000 Solarmodule installiert. Diese Anlage kann rechnerisch den Jahresstrombedarf von etwa 20.000 Haushalten decken und ist ein starkes Symbol für den Strukturwandel in der Region – weg von der Kohle, hin zu erneuerbaren Energien. Dieses Vorgehen, große Flächen für die Solarstromerzeugung zu nutzen, ist ein wichtiger Baustein der Energiewende, was auch der jüngste Neuerwerb eines Solarparks in Mecklenburg-Vorpommern durch einen anderen Investor unterstreicht.

Ausbauziele: Die Rolle der Erneuerbaren Energien in Deutschland

Diese Initiativen sind Teil einer umfassenden Strategie. Der Konzern plant, seine Kapazitäten für Onshore- und Offshore-Wind sowie Photovoltaik in Deutschland und Frankreich bis 2030 auf insgesamt 9 GW auszubauen. Die geplante Gesamtleistung allein aus der neuen Akquisition von 1,9 GWp entspricht der Leistung von hunderten Großprojekten, wie beispielsweise dem geplanten Solarstadion in Dortmund, das allein eine Spitzenleistung von 5 MWp erreichen soll.

Bis 2030 will das Unternehmen weltweit 50 Milliarden Euro in den Ausbau seiner grünen Kapazitäten und die Dekarbonisierung investieren, mit dem klaren Ziel, bis 2040 klimaneutral zu wirtschaften.

Energiewende für Verbraucher: Photovoltaik zu Hause nutzen

Während große Energieunternehmen die Energiewende im industriellen Maßstab vorantreiben, können auch Privatpersonen einen wichtigen Beitrag leisten und gleichzeitig von sinkenden Stromkosten profitieren. Die Technologie, die in den riesigen Solarparks zum Einsatz kommt, ist im Kleinen auch für das eigene Zuhause verfügbar.

Für Mieter und Wohnungseigentümer bieten sich beispielsweise Balkonkraftwerke ohne Speicher an, um unkompliziert eigenen Strom zu erzeugen und die Grundlast des Haushalts zu decken. Wer den erzeugten Strom auch abends nutzen möchte, findet in Balkonkraftwerken mit Speicher eine passende Lösung.

Hausbesitzer können einen noch größeren Schritt in Richtung Energieautarkie machen. Komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets ermöglichen es, einen Großteil des eigenen Strombedarfs selbst zu decken und sich so von steigenden Energiepreisen unabhängiger zu machen. Jeder einzelne Beitrag zählt und beschleunigt den Weg in eine nachhaltige Energiezukunft.

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