Revolutionäre druckbare Solarzellen: TU Chemnitz forscht für Sachsen

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Die Technische Universität Chemnitz hat ein neuartiges Konzept für Solarzellen vorgestellt, das durch den Einsatz von 3D-Druck die Produktion von Solarstrom revolutionieren könnte. Die am Institut für Print- und Medientechnik erzielten Fortschritte versprechen eine kostengünstigere, flexiblere und umweltfreundlichere Herstellung und könnten die Solarenergie in Sachsen und darüber hinaus grundlegend verändern.

Druckbare Solarzellen aus dem 3D-Drucker der TU Chemnitz

Forscher am Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen (MAIN) der TU Chemnitz haben eine Technologie entwickelt, mit der Solarzellen direkt aus einem 3D-Drucker erzeugt werden können. Dieses Verfahren ist nicht nur potenziell kosteneffizienter als herkömmliche Methoden, sondern setzt auch auf nachhaltige Materialien, was die Umweltbilanz der Solarproduktion verbessert.

Professor Dr. Oliver G. Schmidt, Leiter der Professur für Materialsysteme der Nanoelektronik, erläutert, dass die neuen Solarzellen aus flexiblen organischen Materialien bestehen. Diese lassen sich auf unterschiedlichsten Oberflächen anbringen, was sie äußerst vielseitig macht. Im Gegensatz zu starren Silizium-Paneelen ermöglicht der 3D-Druck die Fertigung in nahezu jeder Form und Größe.

Die organischen Materialien benötigen in der Herstellung deutlich weniger Energie als konventionelle Solarzellen. Zudem sind sie leichter und biegsam, wodurch sie sich auch für unebene oder bewegliche Oberflächen eignen. Dies eröffnet völlig neue Anwendungsfelder, etwa die Integration in Gebäudefassaden, Fahrzeugkarosserien oder mobile Elektronikgeräte.

Nachhaltigkeit durch Solarzellen aus Sachsen

Die Entwicklung dieser gedruckten Solarzellen stellt einen wichtigen Fortschritt für eine nachhaltige Energiegewinnung dar. Die im Druckverfahren verwendeten Materialien sind potenziell biologisch abbaubar und recycelbar, was den ökologischen Fußabdruck der Produktion erheblich reduziert.

Die Flexibilität der Module vereinfacht zudem die Integration in bestehende Infrastrukturen. So könnten Solarzellen direkt auf Fassaden aufgebracht werden, ohne dass aufwendige bauliche Anpassungen nötig sind. Eine solche Innovation könnte die Akzeptanz und Verbreitung von Solarenergie in Städten signifikant steigern, wie es bereits Projekte zur Solarenergie für Mieter in Chemnitz zeigen. Ob für Hausbesitzer oder Mieter, die Möglichkeiten zur dezentralen Stromerzeugung wachsen. Während Hausdächer oft Platz für komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets bieten, könnten flexible Zellen künftig auch auf Balkonen eine noch größere Rolle spielen, beispielsweise in Form weiterentwickelter Balkonkraftwerke mit Speicher.

Professor Schmidt hebt hervor, dass die neue Technologie nicht nur die Herstellungskosten senken, sondern auch die Effizienz der Zellen verbessern soll.

Solare Zukunft für Sachsen dank TU Chemnitz

Das Projekt der TU Chemnitz leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiestrategie der sächsischen Regierung, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen. Angesichts des deutschlandweiten Kohleausstiegs bis 2038 ist die Entwicklung neuer Energietechnologien entscheidend. Sachsen positioniert sich hier als wichtiger Innovationsstandort, was auch durch die jüngste Eröffnung einer neuen Solarfabrik in Zwenkau unterstrichen wird.

Die Solarzellen aus dem 3D-Drucker könnten dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Energieversorgung zu sichern. Die flexible und kostengünstige Produktion erschließt Anwendungsbereiche, die bisher für Photovoltaik als ungeeignet galten. Die Forschung der TU Chemnitz könnte damit auch für andere Bundesländer, die wie Bayern ihre eigene Energiepolitik verfolgen, als Vorbild dienen und den bundesweiten Ausbau von Solarparks und dezentralen Anlagen beschleunigen.

Druckbare Solarzellen: Zukunftsaussichten

Die größte Herausforderung liegt nun darin, die Technologie zur Marktreife zu führen. Um die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit unter realen Bedingungen zu gewährleisten, führt die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsgruppe POPULAR derzeit universitätsübergreifend Alterungsuntersuchungen durch. Diese Tests sind entscheidend, um sicherzustellen, dass die gedruckten Solarzellen den hohen Anforderungen des Marktes gerecht werden. Unabhängig von der Technologie ist eine fachgerechte Umsetzung entscheidend, weshalb die Wahl des richtigen Installateurs für Ihre Photovoltaikanlage stets eine wichtige Rolle spielt.

Die Forscher der TU Chemnitz arbeiten parallel daran, die Effizienz und Lebensdauer der Zellen weiter zu optimieren. Ziel ist es, die Technologie in den kommenden Jahren zur Serienreife zu bringen und eine großflächige Produktion zu ermöglichen.

Die Kombination aus Nachhaltigkeit, Kosteneffektivität und Flexibilität macht die gedruckten Solarzellen aus Chemnitz zu einer vielversprechenden Lösung, die einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Deutschland leisten könnte.

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