Das Tabakquartier in Bremen-Woltmershausen entwickelt sich auf einem über 20 Hektar großen Areal zu einem zukunftsweisenden Stadtteil, der Wohnen, Arbeiten und Kultur vereint. Ein zentraler Baustein des Konzepts ist die nachhaltige Energieversorgung, bei der Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) eine entscheidende Rolle spielen. Ziel ist es, das Quartier bis 2026 weitgehend von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen.
PV-Anlagen im Tabakquartier Bremen: Nachhaltigkeitsschlüssel
Die Dächer des Tabakquartiers werden konsequent für die Erzeugung von Solarenergie genutzt. Bislang sind bereits rund 1.500 Quadratmeter Solarmodule installiert, die jährlich etwa 300.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Diese Energiemenge reicht aus, um rund 100 Haushalte im Quartier mit lokal erzeugtem, erneuerbarem Strom zu versorgen und die CO2-Emissionen signifikant zu reduzieren.
Das Energiekonzept geht jedoch über die reine Stromerzeugung hinaus. Die Gebäude, wie beispielsweise das Projekt „TQ Living“, werden nach dem energieeffizienten KfW-40-Standard errichtet. Um den Solarstrom auch dann nutzen zu können, wenn die Sonne nicht scheint, kommen PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets zum Einsatz. Zwei große Batteriespeicher puffern die erzeugte Energie und speisen sie bei Bedarf ins Netz ein. Dies erhöht den Eigenverbrauchsanteil und trägt zur Stabilisierung des lokalen Stromnetzes bei.
Zukunftspläne für das Tabakquartier Bremen: Mehr PV-Anlagen
Die Projektentwickler planen einen weiteren Ausbau der Solarenergiekapazitäten. In den kommenden Jahren soll die installierte Leistung so erweitert werden, dass die jährliche Stromproduktion auf bis zu 2.000.000 Kilowattstunden ansteigt. Damit können zukünftig noch mehr Haushalte und Gewerbebetriebe im Tabakquartier versorgt werden.
Der Ausbau der Photovoltaik ist Teil eines integrierten Energiekonzepts. Ein wesentlicher Fortschritt wurde im November 2025 mit der Inbetriebnahme einer neuen Energiezentrale erzielt, die Wärme aus Abwasser gewinnt. Dieses innovative Wärmekonzept, ergänzt durch Geothermie und Wärmepumpen, ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur CO2-neutralen Wärmeversorgung des gesamten Areals. Solche umfassenden Solarenergie Projekte sind für Bremen bis 2025 und darüber hinaus ein wichtiger Baustein der städtischen Klimaziele.
PV-Anlagen: Bedeutung für die Energiewende in Bremen
Das Tabakquartier ist ein Vorzeigeprojekt für die urbane Energiewende in Bremen und darüber hinaus. Es demonstriert, wie die Revitalisierung von Industriebrachen mit ambitionierten Klimaschutzzielen verbunden werden kann. Ähnliche Ansätze zur nachhaltigen Stadtentwicklung finden sich auch in anderen Bremer Projekten, wie dem geplanten neuen Stadtquartier Piek 17.
Die Entwicklungen im Tabakquartier spiegeln auch die energiepolitischen Ziele des Bundeslandes wider. Bremen fördert den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv, unter anderem durch eine ab 2025 geltende PV-Pflicht für Neubauten und spezielle Förderprogramme. So können private Eigentümer von einer neuen Förderung für PV-Anlagen in Bremen profitieren, um selbst Teil der Energiewende zu werden.
Doch nicht nur Hausbesitzer können einen Beitrag leisten. Auch für Mieter gibt es mittlerweile einfache Möglichkeiten, eigenen Solarstrom zu erzeugen. Sogenannte Balkonkraftwerke ohne Speicher lassen sich unkompliziert anbringen und decken einen Teil des Grundbedarfs an Strom. Für eine noch größere Unabhängigkeit sind auch Balkonkraftwerke mit Speicher verfügbar. Der Erfolg solcher Projekte hängt von der Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Komponenten ab, die im Fachhandel erhältlich sind. Wer sich über weitere Entwicklungen informieren möchte, findet in den Bremen Solar News aktuelle Nachrichten und Berichte aus der Region.







