Photovoltaik Förderung in Sachsen für Bürger-Solaranlagen
Der Freistaat Sachsen hat ein neues Förderprogramm aufgelegt, um den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen in Bürgerhand gezielt zu unterstützen. Die Initiative richtet sich an Bürgerenergiegesellschaften und soll durch finanzielle Zuschüsse die Hürden bei der Planung und Eigenkapitalbeschaffung für neue Solarprojekte senken. Dies ist ein weiterer Schritt in der sächsischen Strategie, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben und die lokale Teilhabe zu stärken.
Förderprogramm für Photovoltaik Gemeinschaftsprojekte in Sachsen
Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) hat die Richtlinie für das neue Förderprogramm veröffentlicht, das Bürgerenergiegesellschaften bei der Realisierung von Photovoltaik (PV)-Projekten unter die Arme greifen soll. Angesichts des deutschlandweit fortschreitenden Solarausbaus, der Anfang 2025 die Marke von 100 Gigawatt installierter Leistung überschritt, leistet Sachsen damit einen wichtigen Beitrag zur dezentralen Energiewende.
Um die Umsetzung zu beschleunigen, stellt das Land im ersten Jahr des Programms 500.000 Euro bereit. Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss, der bis zu 75 Prozent der förderfähigen Ausgaben abdeckt, jedoch auf maximal 75.000 Euro pro Projekt begrenzt ist.
Die Mittel sind zweckgebunden und können für wesentliche vorbereitende Schritte eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem:
* Kosten für die Projektplanung
* Erstellung von Machbarkeitsstudien
* Durchführung von Wirtschaftlichkeitsanalysen
* Gebühren für Notare oder die Eintragung in das Handelsregister
Diese Unterstützung in der Frühphase soll sicherstellen, dass Projekte auf einer soliden finanziellen und planerischen Grundlage stehen und langfristig zur nachhaltigen Energieproduktion beitragen können.
Bürgerenergiegesellschaften: Unterstützung für Photovoltaik in Sachsen
Das Programm richtet sich explizit an Bürgerenergiegesellschaften wie Genossenschaften oder Vereine. Dieses Modell hat sich bundesweit als ein Schlüsselfaktor für die Akzeptanz der Energiewende erwiesen. Es ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern, sich direkt an der Energieerzeugung in ihrer Region zu beteiligen und wirtschaftlich davon zu profitieren. Durch die Förderung von PV-Anlagen in Bürgerhand wird nicht nur die Akzeptanz für erneuerbare Energien gesteigert, sondern auch die Wertschöpfung vor Ort gehalten.
Interessierte Gesellschaften können ihre Anträge ab dem 30. September 2024 über das Förderportal der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) einreichen. Die Vergabe der Mittel erfolgt nach dem Eingangsdatum der Anträge („first come, first serve“-Prinzip), weshalb eine frühzeitige Vorbereitung empfohlen wird.
Diese Initiative ist Teil einer umfassenden Strategie des Freistaats, die Bürger aktiv in die Gestaltung der Energiewende einzubinden. Während in der sächsischen Industrie ebenfalls große Projekte zur Nutzung von Solar- und Windstrom geprüft werden, ergänzt dieses Programm die Anstrengungen auf kommunaler und bürgerschaftlicher Ebene.
Ziele der Photovoltaik Förderung in Sachsen
Die sächsische Regierung verfolgt mit dem Programm mehrere strategische Ziele. Primär soll der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen beschleunigt werden, um die Klimaziele des Freistaats zu erreichen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Gleichzeitig soll die aktive Beteiligung der Bevölkerung die Energiewende demokratischer gestalten und die regionale Wirtschaft stärken.
Jan Hoffmann, Geschäftsführer der Sächsischen Energieagentur (SAENA), unterstreicht die Wichtigkeit der Initiative: „Das neue Förderprogramm der SAB ist der logische nächste Schritt, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzutreiben. Die Bürgerenergie in Sachsen ist weiterhin gut aufgestellt und bereit, weitere Projekte umzusetzen. Die SAENA unterstützt die Gesellschaften bei der Antragsstellung und der Projektrealisierung.“
Durch den dezentralen Ausbau von PV-Anlagen wird die Energieversorgung resilienter und der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix erhöht, was direkt zur Reduzierung von CO2-Emissionen beiträgt.
Vorteile der Photovoltaik Förderung für Gemeinschaftsprojekte in Sachsen
Die gezielte Förderung von Bürgerenergieprojekten bietet zahlreiche Vorteile. An erster Stelle steht die direkte Teilhabe der Menschen vor Ort. Wer sich an einer Bürgerenergiegesellschaft beteiligt, trägt nicht nur aktiv zum Klimaschutz bei, sondern kann auch von den finanziellen Erträgen der Anlage profitieren.
Darüber hinaus stärkt das Modell die regionale Wirtschaft, da Planung, Installation und Wartung der Anlagen häufig von lokalen Handwerksbetrieben übernommen werden. Dies schafft und sichert Arbeitsplätze. Schließlich wächst die allgemeine Akzeptanz für den notwendigen Ausbau erneuerbarer Energien, wenn die Vorteile direkt in der Region sichtbar und spürbar sind.
Neben der Beteiligung an Gemeinschaftsprojekten können auch Privatpersonen einen Beitrag leisten, beispielsweise durch PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets auf dem eigenen Dach. Auch für Mieter gibt es mittlerweile einfache Möglichkeiten zur Teilhabe an der Energiewende, etwa durch Balkonkraftwerke mit Speicher oder unkomplizierte Modelle ohne Speicher.
Das sächsische Förderprogramm ist somit ein wichtiger Impuls, um die Energiewende im Freistaat bürgernah, dezentral und wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten.







