NRW: Grundsteuerbefreiung für Photovoltaikanlagen bis 30 kW beschlossen
Das Land Nordrhein-Westfalen stärkt den Ausbau der Solarenergie und setzt ein deutliches Zeichen zur Förderung des Eigenverbrauchs. Eine geplante Änderung der Grundsteuerregelungen sieht vor, die Steuerbefreiung für selbst genutzte Photovoltaikanlagen rückwirkend zum 1. Januar 2024 von 10 auf 30 Kilowatt (kWp) Nennleistung anzuheben. Dieser Schritt macht die Installation größerer Solaranlagen für private Haushalte deutlich attraktiver und unterstützt die Energiewende auf lokaler Ebene.
Neue Grundsteuerregelung für Solarstrom in NRW 2024
Ab dem 1. Januar 2024 wird die Grenze für die Grundsteuerbefreiung von Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden auf eine Leistung von bis zu 30 kWp verdreifacht. Die bisherige Obergrenze von 10 kWp wurde von vielen Experten als nicht mehr zeitgemäß angesehen, da der Strombedarf moderner Haushalte – insbesondere durch die zunehmende Verbreitung von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen – stetig steigt.
Die entsprechende Gesetzesänderung wurde im Finanzausschuss des Landtags beschlossen und soll rückwirkend in Kraft treten. Für Hausbesitzer in NRW bedeutet dies, dass sie größere Solaranlagen installieren können, um ihren Energiebedarf umfassend zu decken, ohne zusätzliche grundsteuerliche Belastungen befürchten zu müssen.
Eigenverbrauch als Ziel: Solarstrom in NRW mit steigender Tendenz
Die Landesregierung verfolgt mit dieser Maßnahme das Ziel, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk hob hervor, dass die Anhebung der Befreiungsgrenze eine direkte und unbürokratische Unterstützung für die Bürger sei. Sie sollen in die Lage versetzt werden, sich unabhängiger von steigenden Strompreisen zu machen und aktiv zur Energiewende beizutragen.
Diese steuerliche Erleichterung ist ein wichtiger Anreiz, da es in NRW derzeit keine direkten landesweiten Förderprogramme für die Neuinstallation von PV-Anlagen gibt. Die Wirtschaftlichkeit speist sich somit vor allem aus bundesweiten Regelungen wie der Einspeisevergütung und der Möglichkeit, teuren Netzstrom zu ersetzen. Der finanzielle Hebel des Eigenverbrauchs ist dabei enorm: Während die Einspeisung überschüssigen Stroms in das Netz im Rahmen der Direktvermarktung Photovoltaik: Der Check für Kleinanlagen oft nur noch 5-7 Cent pro Kilowattstunde (kWh) einbringt, spart jede selbst verbrauchte kWh den Zukauf von Netzstrom zu Preisen von 30 Cent/kWh und mehr. Eine hohe Eigenverbrauchsquote & Amortisation: PV-Rendite maximieren ist daher der entscheidende Faktor für die Rentabilität einer Anlage.
Nach Schätzungen des Finanzministeriums werden von der Neuregelung rund 15.000 bis 20.000 Anlagenbetreiber in NRW profitieren. Die jährlichen Kosten für das Land belaufen sich auf moderate 0,5 bis 1 Million Euro.
Chancen für Hausbesitzer durch Solarstrom-Eigenverbrauch in NRW
Die Grundsteuerbefreiung gilt für alle auf oder an Wohngebäuden installierten Photovoltaikanlagen bis zu einer Nennleistung von 30 kWp, sofern der erzeugte Strom überwiegend selbst genutzt oder Mietern zur Verfügung gestellt wird. Die Regelung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2024 in Kraft; bei bereits bestehenden Anlagen erfolgt die Anpassung in der Regel automatisch durch die Finanzverwaltung.
Die Anhebung der Leistungsgrenze schafft den nötigen Spielraum, um den Eigenverbrauch strategisch zu maximieren. Eine typische PV-Anlage ohne zusätzliche Verbraucher erreicht oft nur eine Eigenverbrauchsquote von rund 30 %. Um diesen Anteil signifikant zu steigern, ist die Kombination mit weiteren Technologien entscheidend:
- Sektorenkopplung: Die intelligente Verbindung von Strom, Wärme und Mobilität ist der Schlüssel. Durch die Integration einer Wärmepumpe und einer Ladestation für ein Elektroauto kann der Eigenverbrauch auf über 60 % gesteigert werden. Wie sich eine PV-Anlage mit Wärmepumpe & E-Auto: So rechnet es sich darstellt, zeigt, dass sich die Investitionen gegenseitig stärken. Auch saisonale Verbraucher wie eine PV-Anlage mit Klimaanlage & Pool: Lohnt sich das wirklich?, können die Autarkie im Sommer erhöhen.
- Stromspeicher: Um den tagsüber erzeugten Solarstrom auch abends und nachts nutzen zu können, sind Batteriespeicher unerlässlich. Eine Szenarioanalyse für PV-Anlagen: Rendite sicher planen verdeutlicht, dass sich die Eigenverbrauchsquote mit einem passend dimensionierten Speicher auf bis zu 80 % erhöhen lässt. Moderne Komplettpakete, die PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets umfassen, sind auf diesen erhöhten Eigenverbrauch ausgelegt.
Die Entscheidung der Landesregierung ist somit mehr als eine steuerliche Anpassung. Sie ist ein klares Signal, das den Fokus von der reinen Einspeisung hin zu einem intelligenten und ganzheitlichen Energiemanagement im eigenen Zuhause lenkt und den Ausbau der Solarenergie in NRW weiter beschleunigen wird.







