NRW nimmt erste landeseigene Freiflächen PV Anlage in Erkrath in Betrieb

Nordrhein-Westfalen hat seine erste landeseigene Freiflächen-Photovoltaik-Anlage in Erkrath in Betrieb genommen. Die Anlage wird jährlich rund 3,6 Millionen Kilowattstunden Solarstrom erzeugen und damit den rechnerischen Strombedarf von etwa 1.000 Durchschnittshaushalten decken.

NRW setzt auf Solarenergie: Landeseigene Freiflächen PV Anlage in Erkrath

Nordrhein-Westfalen hat einen wichtigen Schritt zur Erreichung seiner Klimaziele vollzogen. In Erkrath im Kreis Mettmann wurde die erste landeseigene Freiflächen-Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) offiziell in Betrieb genommen. Mit einer erwarteten Jahresproduktion von 3,6 Millionen Kilowattstunden leistet sie einen signifikanten Beitrag zur regionalen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien.

Die Umsetzung des Projekts erfolgte in einer Kooperation zwischen dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und dem Ministerium der Finanzen. Errichtet wurde die Anlage durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW), der als Eigentümer und Verwalter landeseigener Immobilien für die nachhaltige Modernisierung zuständig ist. Als Standort dient das 1,5 Hektar große Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt (JVA) Hochdahl, die im Jahr 2020 geschlossen wurde. Diese Flächenkonversion gilt als beispielhaft für die Umnutzung von Brachflächen.

Die Anlage besteht aus rund 6.000 Solarmodulen, die in 36 Reihen angeordnet sind. Die Bauzeit für das gesamte Projekt betrug lediglich acht Wochen.

Energiewende in NRW: Bedeutung der Freiflächenanlage Erkrath

Die Inbetriebnahme des Solarparks in Erkrath ist ein starkes Signal für die Beschleunigung der Energiewende in Nordrhein-Westfalen. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur betonte die Vorbildfunktion des Projekts: „Mit dieser PV-Anlage zeigen wir, wie wir in NRW die Energiewende voranbringen. Sie ist ein wichtiger Baustein auf unserem Weg zur Klimaneutralität.“

Finanzminister Marcus Optendrenk hob die strategische Bedeutung der Flächennutzung hervor: „Mit der Errichtung dieser Anlage leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Die Nutzung von Landesflächen für die Erzeugung erneuerbarer Energien ist ein zentraler Bestandteil unserer Klimaschutzstrategie.“

Das Projekt in Erkrath demonstriert, wie staatliche Flächen, die nicht mehr für ihren ursprünglichen Zweck benötigt werden, effektiv für den Ausbau erneuerbarer Energien eingesetzt werden können.

Solare Zukunft: Ausbaupläne für Freiflächen PV Anlagen in NRW

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen verfolgt ambitionierte Ziele beim Ausbau der Solarenergie. Bis zum Jahr 2030 soll die installierte Photovoltaik-Leistung im Land auf 11,5 Gigawatt ansteigen. Um dieses Ziel zu erreichen, pusht NRW Photovoltaik-Freiflächenanlagen durch neue Förderungen und die Ausweisung zusätzlicher Flächen. Die Anlage in Erkrath markiert den Auftakt einer Reihe geplanter Projekte auf landeseigenen Liegenschaften.

Die Landesregierung ruft auch Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Neben großen Solarparks sind dezentrale Anlagen auf privaten Dächern und an Gebäuden eine entscheidende Säule. Hausbesitzer können mit kompletten PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets einen Großteil ihres Strombedarfs selbst decken. Auch für Mieter gibt es mittlerweile einfache Möglichkeiten zur Teilhabe, etwa durch die Installation von Balkonkraftwerken ohne Speicher oder Modellen mit Speicher.

Die neue Freiflächen-PV-Förderung soll die Erreichung des Ziels für 2030 sichern und wird durch weitere Maßnahmen ergänzt. Aktuelle Entwicklungen und Ankündigungen zu diesem Thema finden sich in den Nordrhein-Westfalen Solar News.

Landeseigene PV Anlage Erkrath: Einbindung und Ausblick

Im Sinne einer transparenten Projektentwicklung wurde die lokale Bevölkerung frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen. Bereits im Oktober 2022 fand eine öffentliche Informationsveranstaltung statt, bei der Anwohner ihre Fragen und Anregungen einbringen konnten.

Die Anlage in Erkrath ist mehr als nur ein Kraftwerk; sie ist ein Meilenstein, der zeigt, wie das Industrieland Nordrhein-Westfalen seine Klimaziele durch konkrete Maßnahmen verfolgt. Sie reduziert nicht nur CO2-Emissionen, sondern verringert auch die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Im Rahmen der Solaroffensive hat NRW bereits weitere Details zur Förderung von PV-Freiflächenanlagen festgelegt, wozu auch innovative Konzepte wie Agri-PV gehören. Die Landesregierung plant, weitere landeseigene Flächen zu identifizieren und für den Ausbau der erneuerbaren Energien zur Verfügung zu stellen.

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