wpd realisiert 113-MW-Hybridpark in Niedersachsen bis 2025
Der Projektentwickler wpd plant die Errichtung eines 110-Megawatt-Solarparks in Niedersachsen, der durch eine Windkraftanlage ergänzt und mittels innovativer Hybridtechnologie an das Stromnetz angebunden wird. Die Anlage in Hagen bei Stade soll bis 2025 fertiggestellt sein und einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung leisten, indem sie die volatile Erzeugung aus Sonnen- und Windenergie intelligent kombiniert.
wpd Solarpark Niedersachsen: Details zum Hybridprojekt bis 2025
Bis zum Jahr 2025 soll der neue Solarpark mit einer Nennleistung von 110 MW in Betrieb gehen. Der Standort wird zusätzlich durch eine Windenergieanlage (WEA) mit einer Leistung von 3,2 MW ergänzt, was die Gesamtkapazität des Projekts auf 113,2 MW erhöht. Damit können rechnerisch zehntausende Haushalte mit sauberem Strom versorgt werden.
Laut Unternehmensangaben wurden bereits langfristige Pachtverträge mit den beteiligten Grundstückseigentümern abgeschlossen, was die Planungssicherheit für das Vorhaben gewährleistet. Die Einspeisung der erzeugten Energie erfolgt über eine gemeinsame 110-Kilovolt-Hochspannungsleitung. Eine solche Anbindung ist für Projekte dieser Größenordnung notwendig, um den Strom effizient in das überregionale Übertragungsnetz zu leiten.
Hybride Netzkopplung: Innovative Technologie von wpd für Niedersachsen
Bei diesem Projekt setzt wpd erstmals auf eine sogenannte hybride Netzkopplung. Dieser Ansatz kombiniert verschiedene Erzeugungsanlagen – in diesem Fall Photovoltaik und Windkraft – an einem einzigen Netzanschlusspunkt. Der entscheidende Vorteil liegt in der komplementären Erzeugung: Während Solaranlagen tagsüber den höchsten Ertrag liefern, erzeugen Windkraftanlagen oft nachts oder in den sonnenärmeren Wintermonaten mehr Strom.
Diese Kombination führt zu einer gleichmäßigeren und somit planbareren Stromeinspeisung über den gesamten Tag und das ganze Jahr hinweg. Überschüssige Energie kann flexibel gesteuert und je nach Netzlast und Bedarf eingespeist werden. Dies erhöht die Netzstabilität und optimiert die Auslastung der vorhandenen Netzinfrastruktur. Das Prinzip, verschiedene Energiequellen und Speichermöglichkeiten zu kombinieren, gewinnt auch im privaten Sektor an Bedeutung, wie etwa bei modernen PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets, die eine höhere Autarkie für Eigenheimbesitzer ermöglichen.
Strategische Finanzierung des wpd Solarpark Projekts in Niedersachsen
Die Finanzierung des Baus in Niedersachsen wird durch die strategische Veräußerung eines anderen Projekts gesichert. Die Erlöse aus dem Verkauf eines Solarparks in Frankreich stellen die notwendigen liquiden Mittel bereit, um das innovative Hybridprojekt in Deutschland zu realisieren.
Diese Vorgehensweise, reife Projekte zu verkaufen, um Kapital für neue Vorhaben zu generieren, ist in der Branche üblich. Die direkte Reinvestition der Mittel unterstreicht das Engagement des Unternehmens, sein Portfolio im Bereich der erneuerbaren Energien weiter auszubauen und gezielt in zukunftsweisende Technologien und Standorte zu investieren.
wpd Solarpark Niedersachsen: Ein Meilenstein für die Energiewende
Mit einer Gesamtleistung von 113,2 MW wird der Hybridpark einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele in Niedersachsen leisten und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weiter reduzieren. Die zuverlässige Bereitstellung von sauberem Strom stärkt die regionale Energieinfrastruktur und treibt die Energiewende auf lokaler Ebene voran. Darüber hinaus werden während der Bau- und Betriebsphase Arbeitsplätze geschaffen, was die lokale Wirtschaft fördert.
Projekte dieser Größenordnung zeigen, dass die Energiewende in Deutschland auf allen Ebenen stattfindet. Während Großanlagen das Rückgrat der Versorgung bilden, können auch Privatpersonen einen aktiven Beitrag leisten. Für Mieter und Eigentümer bieten sich beispielsweise unkomplizierte Lösungen wie ein Balkonkraftwerk ohne Speicher an, um die Stromrechnung zu senken. Wer einen Schritt weiter gehen möchte, kann mit Balkonkraftwerken mit Speicher den Eigenverbrauch weiter optimieren.
Das Projekt in Hagen bei Stade hat damit nicht nur eine regionale Bedeutung, sondern dient auch als Vorbild für zukünftige Energieprojekte in Deutschland, die durch die intelligente Kopplung verschiedener erneuerbarer Quellen die Effizienz und Stabilität der Energieversorgung verbessern.







