Neuer Solarpark Ketzin: Solarstrom für ein Drittel des Havelland-Bedarfs

Solarpark Ketzin: Großprojekt versorgt Havelland mit Solarstrom

Die Stadt Ketzin in Brandenburg entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Standort für die Erzeugung von Solarenergie. Geplant ist der Bau eines weiteren großen Solarparks, der auf einer Fläche von 200 Hektar eine Leistung von knapp 200 Megawatt erreichen soll. Das Projekt, das für den Baubeginn im März 2024 vorgesehen ist, soll jährlich bis zu 200.000 Megawattstunden Solarstrom produzieren und damit rechnerisch rund ein Drittel des Strombedarfs im Landkreis Havelland decken. Dies reiht sich ein in bereits realisierte Vorhaben, wie die erste EDP Renewables Photovoltaikanlage in Ketzin, die die Bedeutung der Region für die Energiewende unterstreicht.

Westenergie und Solandeo realisieren Solarpark Ketzin

Die Realisierung des neuen Solarparks liegt in den Händen der Westenergie Solar GmbH, einer Tochter der Westenergie AG, in Kooperation mit der Solandeo Projektentwicklungs GmbH aus Leipzig. Die Partner haben einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Mit der geplanten Nennleistung von knapp 200 Megawatt (MW) gehört die Anlage zu den größten Solarprojekten in der Region und leistet einen signifikanten Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien in Brandenburg. Die prognostizierte Jahresproduktion von 200.000 Megawattstunden (MWh) kann den Strombedarf von zehntausenden Haushalten decken und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weiter reduzieren.

Solarpark Ketzin: Zustimmung der Lokalpolitik und Bürgerbeteiligung

Die Entscheidung für den Standort des Solarparks erfolgte nach intensiven Beratungen im Stadtparlament von Ketzin. Um eine übermäßige Belastung landwirtschaftlicher Nutzflächen zu verhindern, wurde das Projekt auf fünf ausgewählte Flächen begrenzt. Bürgermeister Christian Hentschel hob hervor, dass die Auswahl der Areale sorgfältig getroffen wurde. Er betonte zudem die Absicht, die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die weiteren Entscheidungsprozesse einzubinden, um eine hohe Akzeptanz für das Vorhaben zu gewährleisten. Oftmals werden für solche Großprojekte Konversionsflächen, wie etwa ehemalige Militärgelände, genutzt, um den Eingriff in die Natur und Landwirtschaft so gering wie möglich zu halten.

Solarpark Ketzin: Finanzielle und Umweltvorteile für die Region

Neben dem wesentlichen Beitrag zur regionalen Energieversorgung und zur Erreichung der Klimaziele bringt der Solarpark auch direkte finanzielle Vorteile für die Stadt Ketzin. Nach Inbetriebnahme werden jährliche Pachteinnahmen in Höhe von rund 700.000 Euro erwartet, die direkt in den städtischen Haushalt fließen und für kommunale Projekte verwendet werden können. Das Projekt stärkt die Position Brandenburgs als eines der führenden Bundesländer im Bereich der erneuerbaren Energien, was auch durch andere Großprojekte wie das 105 MW Photovoltaik Cluster Brandenburg deutlich wird.

Solarpark Ketzin und der Beitrag zur zukünftigen Solarstromversorgung

Der Solarpark Ketzin ist ein wegweisendes Projekt für eine nachhaltige und dezentrale Energieversorgung im Havelland. Er zeigt exemplarisch, wie Kommunen und Energieunternehmen gemeinsam die Energiewende vorantreiben können und damit die regionale Wertschöpfung stärken. Solche Anlagen sind ein neuer Schub für die Energiewende auf nationaler Ebene.

Gleichzeitig findet die Energiewende nicht nur in großen Solarparks, sondern auch im Kleinen statt. Immer mehr Hausbesitzer und Mieter in Deutschland tragen aktiv dazu bei. Während Eigenheimbesitzer mit kompletten PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets eine weitgehende Energieautarkie anstreben, ermöglichen Balkonkraftwerke ohne Speicher einen einfachen Einstieg in die Solarstromerzeugung für Mieter. Technologische Fortschritte bieten zudem Balkonkraftwerke mit Speicher, um den selbst erzeugten Strom auch nach Sonnenuntergang zu nutzen. Selbst für Wohnungseigentümergemeinschaften gibt es mittlerweile klare Regelungen, um eine PV-Anlage in der WEG erfolgreich umzusetzen.

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