Neuer Leitfaden vereinfacht die Planung bauwerkintegrierter PV in Brandenburg

Bauwerkintegrierte PV in Brandenburg: Web-Leitfaden für Ihre Planung

Photovoltaik ist längst mehr als nur die klassischen blauen Module auf dem Dach. Immer mehr Bauherren und Sanierer wünschen sich eine ästhetisch ansprechende Lösung, bei der die Solartechnik elegant mit dem Gebäude verschmilzt. Die Rede ist von bauwerkintegrierter Photovoltaik (BIPV), bei der Solarmodule zu einem funktionalen Teil der Gebäudehülle werden – sei es als Dachziegel, Fassadenelement oder sogar als Verglasung.

Bisher galt die Planung solcher Projekte oft als komplex und kostspielig. Doch das ändert sich jetzt: Ein neuer, webbasierter Leitfaden macht die Integration von Solartechnik in Dächer und Fassaden so einfach wie nie zuvor. Besonders für Bauinteressierte in Brandenburg gibt es gute Nachrichten, denn der regionale Landesverband der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) war maßgeblich an der Entwicklung beteiligt.

Was genau ist bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV)?

Stellen Sie sich vor, Ihre Fassade schützt nicht nur vor Wind und Wetter, sondern produziert gleichzeitig sauberen Strom. Oder Ihre Dachziegel sehen aus wie hochwertige, moderne Ziegel, sind aber in Wirklichkeit kleine Solarkraftwerke. Das ist das Prinzip der BIPV. Anstatt Solarmodule auf das Gebäude zu montieren, ersetzen sie herkömmliche Bauelemente.

Die Vorteile liegen auf der Hand:
* Herausragende Ästhetik: Die Solartechnik fügt sich nahtlos in die Architektur ein.
* Doppelte Funktion: Das BIPV-Element dient gleichzeitig als Wetterschutz und als Stromgenerator. Das spart Material und Kosten für konventionelle Baustoffe.
* Wertsteigerung: Ein architektonisch anspruchsvoll gestaltetes Gebäude mit eigener Energieerzeugung ist eine zukunftssichere Investition.

Einfache Planung mit digitalem Werkzeug für BIPV

Um Architekten, Planern und auch Bauherren den Einstieg in die BIPV zu erleichtern, wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „SolarEnvelopeCenter“ ein innovativer Web-Leitfaden entwickelt. Dieses kostenlose Online-Tool ist ein echter Meilenstein für die Solararchitektur.

Die Kernfunktionen im Überblick:

  • 15 bewährte Standardlösungen: Der Leitfaden präsentiert fünfzehn technisch, ökonomisch und architektonisch vorteilhafte Konstruktionsprinzipien. Anstatt das Rad neu erfinden zu müssen, können Planer auf erprobte Lösungen für Dächer und Fassaden zurückgreifen.
  • Intuitive Bedienung: Nutzer können einfach die aktuelle Phase ihres Bauprojekts und die gewünschte Einbauart (z. B. Warmfassade, Kaltdach) auswählen. Das Tool schlägt daraufhin passende, standardisierte Lösungen vor.
  • Herstellerunabhängigkeit und Designfreiheit: Der Leitfaden ist kein Produktkatalog. Er bietet flexible Prinzipien, die mit verschiedenen Moduldesigns, Glasarten oder Zelltechnologien umgesetzt werden können. Das sichert maximale gestalterische Freiheit.
  • Wirtschaftlichkeit prüfen: Ein integrierter Amortisationsrechner hilft dabei, die Wirtschaftlichkeit der geplanten Anlage schnell und unkompliziert zu bewerten – ein entscheidender Punkt für jeden Bauherrn.

Ihr direkter Draht für BIPV-Planung in Brandenburg

Was diesen Leitfaden für unsere Region besonders wertvoll macht, ist die aktive Beteiligung des DGS Landesverbands Berlin-Brandenburg. Dieser stellt sicher, dass das Wissen nicht nur online verfügbar ist, sondern auch direkt in die Praxis gelangt. Der Verband plant, Weiterbildungen für Architekten, Planer und Solarfachkräfte anzubieten, in denen auch der Umgang mit dem neuen Tool geschult wird.

Für Hausbesitzer und Mieter in Brandenburg bedeutet das: Die lokalen Experten sind bestens informiert und können Sie kompetent beraten, wenn Sie bei einem Neubau oder einer Sanierung über eine elegante Solarlösung nachdenken.

Fazit: Bauwerkintegrierte PV mit Leitfaden in Brandenburg planen

Die Energiewende findet nicht nur in großen Solarparks statt, sondern auch an jedem einzelnen Gebäude. Mit dem neuen Web-Leitfaden wird die bauwerkintegrierte Photovoltaik aus der Nische geholt und für eine breite Anwendung zugänglich gemacht.

Wenn Sie also ein Bau- oder Sanierungsprojekt planen, sprechen Sie Ihren Architekten oder Planer gezielt auf die Möglichkeiten der BIPV an und weisen Sie ihn auf dieses neue, hilfreiche Werkzeug hin. Es war noch nie einfacher, anspruchsvolle Architektur mit nachhaltiger Energiegewinnung zu verbinden.

Weitere Informationen zum Thema und zu regionalen Ansprechpartnern finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), insbesondere dem Landesverband Berlin-Brandenburg.

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