Neubau in Westerburg: Nachhaltiges Gemeinschaftszentrum mit Solarstromanlage
Die Verbandsgemeinde Westerburg in Rheinland-Pfalz plant den Bau eines neuen multifunktionalen Gebäudes, das in Kooperation mit der Wäller Energie (WEG) mit einer leistungsstarken Photovoltaikanlage ausgestattet wird. Die Anlage auf dem Dach des zukünftigen Bildungs- und Gemeinschaftszentrums soll eine Leistung von rund 183 Kilowatt-Peak (kWp) aufweisen und einen erheblichen Teil des Strombedarfs vor Ort decken. Damit wird das Projekt zu einem Vorreiter für nachhaltiges Bauen in der Region.
Multifunktionales Vorzeigeprojekt mit Solarstrom auf ehemaligem Schulgelände
Auf dem Gelände der ehemaligen Haupt- und Realschule entsteht ein modernes Bildungs- und Gemeinschaftszentrum, das Schülern, Vereinen und der Bürgerschaft als multifunktionaler Ort für Bildung, Sport und Begegnung dienen soll. Der Neubau in Westerburg nutzt Solarenergie als Schlüssel zur Nachhaltigkeit und setzt dabei hohe ökologische Maßstäbe.
Neben der Photovoltaikanlage, die jährlich schätzungsweise bis zu 183.000 Kilowattstunden Strom erzeugen wird, zeichnet sich das Gebäude durch weitere umweltfreundliche Merkmale aus. Dazu gehören eine Holzbauweise, ein begrüntes Dach, die Anbindung an das bestehende Nahwärmenetz sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Das Gesamtkonzept wurde bereits von Klimaschutzministerin Katrin Eder als nachhaltiges Leuchtturmprojekt gelobt.
Autarke Stromversorgung durch Solaranlage: Klimaschutz in Westerburg
Die Entscheidung für die Installation der Photovoltaikanlage wurde im Verbandsgemeinderat getroffen, um die Betriebskosten des neuen Zentrums langfristig zu senken und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Bürgermeister Markus Hof betonte die Bedeutung des Vorhabens: „Die Photovoltaikanlage wird den Großteil des Strombedarfs des Gebäudes decken. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Förderung der Energiewende in unserer Region.“
Die direkte Nutzung des vor Ort erzeugten Solarstroms, auch Eigenverbrauch genannt, ist ein zentraler Baustein für die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen. Um den Eigenverbrauchsanteil weiter zu erhöhen, kommen bei vielen Projekten zusätzlich Stromspeicher und Batteriesysteme zum Einsatz. Diese ermöglichen es, den tagsüber produzierten Solarstrom zwischenzuspeichern und bei Bedarf, etwa in den Abendstunden, zu nutzen. Auch für private Haushalte werden solche Komplettlösungen in Form von PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets immer beliebter.
Wäller Energie: Ihr Partner für die Planung von Solarstromanlagen in Westerburg
Die Realisierung der Solaranlage erfolgt in Zusammenarbeit mit der Wäller Energie (WEG), einem regionalen Energieversorger, der 2011 von mehreren Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis gegründet wurde. Das Unternehmen ist auf die Umsetzung von Projekten im Bereich erneuerbare Energien spezialisiert und betreibt neben Photovoltaik- auch Windkraft- und Biogasanlagen.
Thomas Bellinger, Geschäftsführer der Wäller Energie, unterstrich die Bedeutung der Kooperation: „Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Westerburg dieses zukunftsweisende Projekt zu realisieren. Die Installation der Photovoltaikanlage ist ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung der erneuerbaren Energien und der Wertschöpfung in unserer Heimat.“ Die Energiewende durch eine Solaranlage auf dem ehemaligen Schuldach in Westerburg ist damit ein klares Bekenntnis zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung.
Westerburg als Vorbild für die Energiewende in Deutschland
Das Projekt in Westerburg steht beispielhaft für einen bundesweiten Trend. Immer mehr Kommunen investieren in dezentrale und erneuerbare Energiequellen, um unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden und ihre Klimaziele zu erreichen. Ähnliche Initiativen zum Ausbau der Solarenergie finden sich in vielen Bundesländern, von Baden-Württemberg bis Nordrhein-Westfalen.
Doch nicht nur Kommunen und Unternehmen treiben die Energiewende voran. Auch Privatpersonen können einen wichtigen Beitrag leisten. Für Mieter und Wohnungseigentümer bieten sich beispielsweise Balkonkraftwerke ohne Speicher an, um einen Teil des eigenen Strombedarfs zu decken und die Stromrechnung zu senken. Für eine noch größere Unabhängigkeit sind mittlerweile auch Balkonkraftwerke mit Speicher verfügbar. Projekte wie das in Westerburg zeigen, dass die Energiewende auf allen Ebenen – kommunal wie privat – gestaltet wird und einen nachhaltigen Mehrwert für die gesamte Gesellschaft schafft.







