N-Ergie investiert in Nürnberg: Milliarden für den PV-Netzausbau

„`html

Nürnberg: N-Ergie investiert in Netzausbau für die Energiewende

Der Nürnberger Energieversorger N-Ergie investiert massiv in die Modernisierung und den Ausbau seiner Stromnetze. Ein kürzlich abgeschlossenes Projekt im Nürnberger Hafen für 1,5 Millionen Euro ist dabei nur ein Baustein einer viel größeren Strategie, die das Stromnetz in Mittel- und Nordbayern für die Herausforderungen der Energiewende wappnen soll. Denn der massive Zuwachs an Solarenergie stellt die Infrastruktur vor neue Aufgaben.

N-Ergie Investition in Nürnberg: Modernisierung für den PV-Netzausbau

Als konkretes Beispiel für die laufenden Ertüchtigungsmaßnahmen hat die N-Ergie 1,5 Millionen Euro in das Umspannwerk im Nürnberger Hafen investiert. Mit dem Geld wurde die über 60 Jahre alte Mittelspannungsschaltanlage komplett erneuert, um die Stromversorgung für mehr als 3.000 Haushalte und die zahlreichen ansässigen Unternehmen im Hafengebiet langfristig zu sichern.

Bürgermeister Christian Vogel, der als Aufsichtsrat die technische Entwicklung bei N-Ergie begleitet, unterstreicht die Wichtigkeit solcher Maßnahmen: „Die Versorgungssicherheit für Haushalte und Unternehmen ist ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Die Investition der N-Ergie von 1,5 Millionen Euro in das Umspannwerk im Hafen ist ein Beispiel für die umfassende Modernisierung der Infrastruktur, die die N-Ergie in der Region Nürnberg, Fürth und Erlangen kontinuierlich vorantreibt.“

Neue Schaltanlage für mehr Sicherheit und Effizienz im N-Ergie Netz

Das Umspannwerk am Hafen ist ein wichtiger Knotenpunkt, an dem Strom von der Hochspannungsebene (110.000 Volt) auf die Mittelspannungsebene (20.000 Volt) transformiert wird. Die neue, innerhalb eines Jahres installierte Schaltanlage ist nicht nur sicherer, weil sie in einer gasisolierten Kammer untergebracht ist, sondern auch deutlich kompakter – sie spart fast 50 Prozent des bisherigen Platzes ein.

Ein entscheidender Vorteil für die Netzstabilität ist die neue Fernsteuerbarkeit. Von der zentralen Netzleitstelle in Nürnberg aus können die Techniker die Anlage nun überwachen und bei Störungen sofort eingreifen. Dies verkürzt die Reaktionszeiten erheblich, während die alte Anlage nur manuell vor Ort bedient werden konnte.

Umstieg auf umweltfreundliche Gießharztechnologie bei N-Ergie

Auch bei den Transformatoren setzt N-Ergie auf moderne und umweltfreundliche Technik. Die neuen Gießharztransformatoren sind von einer festen Harzummantelung umgeben, die Kern und Wicklungen schützt. Im Gegensatz zu älteren, ölgekühlten Modellen enthalten sie keine brennbaren oder umweltgefährdenden Flüssigkeiten mehr.

Maik Render, Vorstandsvorsitzender der N-Ergie, betont: „Mit der Modernisierung des Umspannwerks im Hafen stellen wir sicher, dass die Stromversorgung für unsere Kunden auch in Zukunft zuverlässig und sicher bleibt. Diese Investition ist ein weiterer Baustein in unserer Strategie, die Infrastruktur kontinuierlich zu verbessern und auf dem neuesten Stand der Technik zu halten.“

Milliarden-Investition der N-Ergie für den PV-Netzausbau in Bayern

Das Projekt im Hafen ist Teil eines weitaus größeren Plans. Wie aktuelle Solar News berichten, steht der Netzausbau im Fokus vieler Versorger. Die N-Ergie Netz GmbH plant, bis 2030 rund 1,3 Milliarden Euro in ihr 29.000 Kilometer langes Stromnetz in Mittel- und Nordbayern zu investieren.

Diese gewaltige Summe ist eine direkte Antwort auf den Boom der erneuerbaren Energien. Allein in den letzten vier Jahren wurden im Netzgebiet rund 55.000 neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 1.400 Megawatt (MW) angeschlossen. Zum Vergleich: Die Jahreshöchstlast im gesamten Netzgebiet beträgt nur 1.100 MW. Dieser Zuwachs kommt von allen Seiten – von großen PV-Anlagen mit Speicher auf Firmendächern bis hin zu immer beliebteren Balkonkraftwerken mit oder ohne Speicher an Mietwohnungen.

Um die gewaltigen Strommengen, die besonders an sonnigen Tagen erzeugt werden, intelligent zu managen und Netzengpässe zu vermeiden, startet N-Ergie ein zukunftsweisendes Projekt. Statt Solaranlagen bei Überlastung starr abzuregeln, sollen „volldynamische Anschlussmodelle“ entwickelt werden. Diese ermöglichen eine flexible, am tatsächlichen Netzzustand orientierte Einspeisung. So kann mehr grüner Strom genutzt werden, was für jeden Anlagenbetreiber eine gute Nachricht ist. Die Grundlagen für dieses intelligente Netzmanagement sollen bis Mitte 2026 geschaffen werden.

Wie diese und weitere Bayern Solar News zeigen, ist der Netzausbau die zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende und eine sichere, saubere Stromversorgung für alle.

„`

Haftungsausschluss / Disclaimer: Die hier veröffentlichten Informationen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Photovoltaik.info übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Inhalte. Sollten Sie falsche oder irreführende Informationen entdecken, kontaktieren Sie uns bitte, damit wir diese überprüfen und gegebenenfalls korrigieren können.
Teile diesen Beitrag