MV 2025: Naturschutz-Fokus bei Freiflächen-PV-Anlagen auf Agrarflächen

Freiflächen-PV-Anlagen und Naturschutz in MV: Ausblick 2025

In Mecklenburg-Vorpommern (MV) rückt die naturschutzgerechte Planung von Photovoltaik-Anlagen in den Fokus. Ein Fachtag am 15. Oktober 2025 soll Experten aus Umwelt, Energie, Planung und Naturschutz zusammenbringen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem Schutz der Natur in Einklang zu bringen. Die Veranstaltung, organisiert vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie, zielt darauf ab, Lösungsansätze für die Errichtung von Freiflächen-PV-Anlagen insbesondere auf Agrarflächen und Mooren zu diskutieren.

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus betonte bereits im Vorfeld die Wichtigkeit solcher Initiativen in einem Bericht der Landesregierung. „Der Fachtag ist ein wichtiger Impuls für die naturschutzgerechte Planung von PV-Anlagen auf Freiflächen. Wir haben die Chance, den Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem Schutz unserer Natur zu verbinden. Diese Chance müssen wir nutzen, um unsere Wälder und Landschaften zu erhalten und die Artenvielfalt zu bewahren.“

Nachhaltige Planung von Freiflächen-PV-Anlagen für Agrar in MV

Der Ausbau von Freiflächen-PV-Anlagen ist ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende, stellt jedoch gleichzeitig eine Herausforderung für den Naturschutz dar. Die Planung und Umsetzung solcher Projekte erfordern eine sorgfältige Abwägung zwischen den Zielen der Energieversorgung und dem Erhalt natürlicher Lebensräume. Der Fachtag bietet die Gelegenheit, aktuelle Erkenntnisse und Praxisbeispiele zu präsentieren. Vorträge, unter anderem von Experten des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende (KNE), sollen die naturschutzfachlichen Anforderungen beleuchten.

Dabei wird betont, dass eine nachhaltige Planung nicht nur den Schutz der Natur gewährleistet, sondern auch die Akzeptanz solcher Projekte in der Bevölkerung erhöht. Ein vielversprechender Ansatz ist die Agri-Photovoltaik, die Landwirtschaft und Solarstromerzeugung auf derselben Fläche kombiniert. Um diese Technologie zu fördern, hat das Land eine neue Förderung für Agri-PV Anlagen in MV auf den Weg gebracht, die Landwirten neue Perspektiven eröffnet. Auch andere Bundesländer, wie Nordrhein-Westfalen, setzen verstärkt auf den Ausbau von Freiflächen-PV und entwickeln entsprechende Förderinstrumente.

Minister Backhaus erklärte: „Eine gründliche Vorplanung und die Berücksichtigung naturschutzfachlicher Anforderungen sind entscheidend. Nur so können wir sicherstellen, dass PV-Anlagen im Einklang mit der Natur betrieben werden und die Akzeptanz in der Bevölkerung erhalten bleibt.“ Eine umweltgerechte Gestaltung der Flächen kann nicht nur den ökologischen Fußabdruck minimieren, sondern auch aktiv zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen.

Freiflächen-PV-Anlagen als Beitrag zur Energiewende und zum Naturschutz

Der Fachtag ist ein wichtiger Schritt, um die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern voranzutreiben, ohne die Natur aus den Augen zu verlieren. Das Land hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, bei denen Freiflächen-PV-Anlagen eine zentrale Rolle spielen. Doch die Energiewende findet nicht nur auf großen Flächen statt. Auch private Haushalte tragen maßgeblich zum Erfolg bei.

Die Landesregierung unterstützt daher nicht nur Großprojekte, sondern auch das Engagement von Bürgern. So erleichtert die Förderung von Balkonkraftwerken in MV mit bis zu 500 Euro insbesondere Mietern den Einstieg in die eigene Stromerzeugung. Diese Mini-Solaranlagen sind als Balkonkraftwerke ohne Speicher zur Deckung der Grundlast oder zunehmend als Balkonkraftwerke mit Speicher zur besseren Nutzung des erzeugten Stroms verfügbar.

Für Hausbesitzer bieten sich umfassendere Lösungen an. Wer über ausreichend Dachfläche verfügt, kann mit kompletten PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets einen hohen Grad an Energieautarkie erreichen. Weiterführende Informationen zur Planung und Umsetzung von privaten Solarprojekten finden Interessierte im Photovoltaik Portal.

Der Fachtag in Mecklenburg-Vorpommern verdeutlicht, dass der Ausbau erneuerbarer Energien und der Naturschutz vereinbar sind. Der Dialog zwischen allen Akteuren ist entscheidend, um innovative und nachhaltige Lösungen zu finden, die den langfristigen Erfolg der Energiewende sichern – auf dem Feld ebenso wie auf dem Balkon.

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