Monitoringbericht 2025: Solarenergie erlebt starkes Wachstum in Deutschland

Solarenergie Deutschland: Wachstum 2025 laut Monitoringbericht

Der heute von der Bundesnetzagentur und dem Bundeskartellamt veröffentlichte Monitoringbericht 2025 belegt eine signifikante Beschleunigung der Energiewende in Deutschland, angetrieben von einem beispiellosen Ausbau der Solarenergie. Im Jahr 2024 wuchs die Solarstromerzeugung um 18,6 Prozent. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum rund 13 Gigawatt an neuer Photovoltaik-Leistung installiert, was die zentrale Rolle der Solarenergie für das Erreichen der Klimaziele unterstreicht.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erreichte einen neuen Höchststand und deckte 54 Prozent des Bruttostromverbrauchs. Während die Photovoltaik der stärkste Treiber war, trugen auch Wasserkraft (+13,3 %) und Offshore-Windkraft (+9,4 %) zum Wachstum bei. Dieser Zuwachs bei den Erneuerbaren führte zu einem deutlichen Rückgang der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern, insbesondere aus Steinkohle (-30 %) und Braunkohle (-9 %).

Strompreise und die Kosten der Energiewende in Deutschland

Für Verbraucher brachte die Entwicklung positive Effekte: Der Großhandelspreis für Strom sank um 35 Prozent, was sich auch auf die Endkundenpreise auswirkte. Haushalte zahlten im Schnitt 36,5 Cent pro Kilowattstunde, ein Rückgang von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Studien belegen, dass der Ausbau von Solaranlagen die Stromkosten für private Haushalte und die Industrie jährlich um mehrere Milliarden Euro senkt.

Die Kosten der Energiewende, die sich auf insgesamt 29,6 Milliarden Euro belaufen, werden nicht mehr über die EEG-Umlage auf den Strompreis umgelegt, sondern aus dem Bundeshaushalt finanziert. Für Betreiber neuer Anlagen kündigt sich jedoch eine wichtige Änderung an: Die Bundesregierung plant, die fixe Einspeisevergütung für Neuanlagen ab 2026 durch ein marktorientiertes System zu ersetzen. Bestehende Anlagen sollen jedoch Bestandsschutz genießen.

Solarenergie Deutschland: Herausforderungen und Chancen bis 2025

Trotz der positiven Entwicklung hebt der Bericht auch Herausforderungen hervor. Obwohl Deutschland einen Rekord bei Installationen von Solaranlagen meldet, ist das aktuelle Ausbautempo noch nicht ausreichend, um die ambitionierten Klimaziele für 2030 vollständig zu erreichen. Verlässliche politische Rahmenbedingungen bleiben daher entscheidend. Regional gibt es dabei Unterschiede, wie der Solarmonitor für Bayern zeigt, der sowohl Fortschritte als auch Hürden beleuchtet.

Gleichzeitig eröffnen sich neue Chancen. Der Stromexportüberschuss stieg auf 49,7 Terawattstunden, was die Rolle Deutschlands als wichtiger Akteur im europäischen Strommarkt festigt. Während der Gesamtmarkt boomt, weisen einige Analysen jedoch auf einen möglichen Rückgang im Photovoltaik Markt Deutschland in spezifischen Segmenten hin, was die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung der Marktdynamik unterstreicht.

Erneuerbare Energien: Der Schlüssel zur Energiewende mit Solarenergie

Die Solarenergie ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Energiepolitik. Der Photovoltaik-Boom zeigt, wie deutsche Haushalte Solarenergie nutzen und damit aktiv zur Energiewende beitragen. Die dezentrale Stromerzeugung wird für Bürger immer zugänglicher und wirtschaftlicher.

Für Hausbesitzer sind komplette PV-Anlagen mit Speicher eine beliebte Option, um den Eigenverbrauch zu maximieren und die Abhängigkeit vom Stromnetz zu verringern. Aber auch Mieter und Wohnungseigentümer können partizipieren: Die Nachfrage nach steckerfertigen Solargeräten ist stark gestiegen, von einfachen Balkonkraftwerken ohne Speicher bis hin zu Systemen mit Energiespeicher. Diese Entwicklung zeigt, dass die Photovoltaik eine Schlüsselrolle dabei spielt, die Stromerzeugung nicht nur nachhaltiger, sondern auch demokratischer zu gestalten.

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