Lhyfe startet 10-MW-Elektrolyseur kommerziell in Baden-Württemberg
Das französische Unternehmen Lhyfe hat einen bedeutenden Meilenstein für die grüne Wasserstoffwirtschaft in Deutschland erreicht: In Schwäbisch Gmünd, Baden-Württemberg, wurde der kommerzielle Betrieb eines 10-Megawatt-Elektrolyseurs offiziell aufgenommen. Die Anlage gilt als die größte ihrer Art in der Region und ist ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung von Industrie und Verkehr im Südwesten Deutschlands.
Grüner Wasserstoff aus dem Lhyfe Elektrolyseur in Baden-Württemberg
Der neue Lhyfe Elektrolyseur in Baden-Württemberg befindet sich rund 50 Kilometer östlich von Stuttgart und ist die erste Anlage, die Lhyfe in Deutschland von der Entwicklung bis zur Inbetriebnahme vollständig selbst realisiert hat. Mit einer Leistung von 10 Megawatt kann die Anlage täglich bis zu vier Tonnen grünen Wasserstoff produzieren.
Dieser Wasserstoff wird aus erneuerbaren Energien durch Elektrolyse gewonnen und soll vorrangig den lokalen und regionalen Bedarf decken. Hauptabnehmer sind die Industrie sowie der Mobilitätssektor, wo der grüne Wasserstoff beispielsweise für Busse, Lkw oder Züge genutzt werden kann. Der Betriebsstart des 10-MW-Elektrolyseurs ist ein klares Signal für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in einer der wirtschaftsstärksten Regionen des Landes. Die Entwicklungen in Baden-Württemberg zeigen die Dynamik der Energiewende.
Energiewende vor Ort: Was bedeutet die Lhyfe Inbetriebnahme?
Projekte wie dieses sind entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Grüner Wasserstoff dient als Speichermedium für überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen. Er hilft dabei, das Stromnetz zu stabilisieren und erneuerbare Energie auch dann verfügbar zu machen, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht.
Für Hausbesitzer und Mieter bedeutet dies eine zunehmend sichere und saubere Energieversorgung. Die Energie für die Wasserstoffproduktion stammt aus erneuerbaren Quellen wie Windkraft und Photovoltaik. Während Großanlagen wie diese auf Strom aus großen Solarparks angewiesen sind, trägt auch der dezentrale Ausbau durch private PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets zur Stärkung des grünen Stromnetzes bei. Auch Mieter können mit einem Balkonkraftwerk ohne Speicher oder einem fortschrittlichen Balkonkraftwerk mit Speicher einen aktiven Teil zur Energiewende beitragen und gleichzeitig ihre Stromkosten senken.
Expansion und Partnerschaften rund um den Lhyfe Elektrolyseur
Lhyfe plant bereits die nächsten Schritte für den Standort Schwäbisch Gmünd. In den kommenden Jahren soll die Kapazität des Elektrolyseurs zunächst auf 20 MW verdoppelt werden, was einer täglichen Produktionsmenge von acht Tonnen Wasserstoff entspräche. Langfristig sind sogar Erweiterungen auf bis zu 80 MW denkbar.
Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wie den Stadtwerken Schwäbisch Gmünd, der Stadt selbst, der Rems-Murr Mobilität und dem Landkreis Ostalb realisiert. Diese Kooperation zwischen privaten und öffentlichen Akteuren ist beispielhaft für die erfolgreiche Umsetzung regionaler Energieprojekte.
Lhyfe treibt den Wasserstoff-Ausbau in Deutschland voran
Die Inbetriebnahme in Schwäbisch Gmünd ist Teil eines deutschlandweiten Trends und gibt der nationalen Wasserstoffwirtschaft neuen Schub für grüne Energie. Lhyfe ist an mehreren Standorten in Deutschland aktiv und unterstreicht damit sein Engagement für den Markt.
So hat das Unternehmen kürzlich mit dem Bau einer weiteren Produktionsanlage in Borna bei Leipzig begonnen. Mit einer geplanten Kapazität von 70 MW soll diese ab 2025 täglich bis zu 28 Tonnen grünen Wasserstoff für die Mobilität und Industrie in Mitteldeutschland liefern. Eine weitere, kleinere Anlage mit 5 MW Leistung ist bereits in der Nähe von Flensburg in Betrieb. Diese Projekte zeigen die wachsende Bedeutung von grünem Wasserstoff für die Energiewende, über die auch die allgemeinen Deutschland Solar News regelmäßig berichten.
Europaweite Ziele für grüne Energie mit Lhyfe
Lhyfe beschränkt seine Aktivitäten nicht nur auf Deutschland. Das Unternehmen gilt als einer der Pioniere in Europa und hat unter anderem die weltweit erste Offshore-Wasserstoffproduktionsanlage in Frankreich in Betrieb genommen. Für Dänemark ist zudem eine der größten Anlagen Europas mit 300 MW Leistung geplant, die ab 2028 bis zu 120 Tonnen Wasserstoff pro Tag erzeugen soll.
Mit Projekten wie dem in Schwäbisch Gmünd festigt Lhyfe seine Position als führender Akteur beim Ausbau einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Wasserstoffwirtschaft in Europa.







