Lhyfe: 10-MW-Elektrolyseur in Baden-Württemberg geht in Betrieb

Das französische Unternehmen Lhyfe hat den kommerziellen Betrieb eines 10-Megawatt-Elektrolyseurs in Schwäbisch Gmünd, Baden-Württemberg, aufgenommen. Die Anlage stellt einen wichtigen Schritt für die Produktion von grünem Wasserstoff in Deutschland dar und soll mit einer Kapazität von bis zu vier Tonnen pro Tag die regionale Industrie und den Mobilitätssektor versorgen.

Lhyfe Elektrolyseur Baden-Württemberg: Größter Standort in Deutschland

Für das auf grünen Wasserstoff spezialisierte Unternehmen Lhyfe markiert die Inbetriebnahme des Elektrolyseurs in Baden-Württemberg einen bedeutenden Meilenstein. Die Anlage in Schwäbisch Gmünd ist das bisher größte Projekt des Unternehmens in Deutschland. Das starke Wachstum von Lhyfe, dessen Umsatz sich in der ersten Jahreshälfte 2025 im Vergleich zum Vorjahr verdreifachte, unterstreicht die steigende Nachfrage nach erneuerbaren Energielösungen.

Der Elektrolyseur ist über eine rund 4,6 Kilometer lange Leitung direkt an ein Umspannwerk der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd angebunden. Dies sichert die Versorgung mit dem notwendigen Strom aus erneuerbaren Quellen. Der vor Ort erzeugte grüne Wasserstoff wird komprimiert, in mobile Speicherbehälter abgefüllt und an Kunden in der Region geliefert.

Kooperative Partnerschaft für die Lhyfe Elektrolyseur Inbetriebnahme in Baden-Württemberg

Das Projekt ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Lhyfe, den Stadtwerken Schwäbisch Gmünd sowie den Technologieunternehmen Bosch und Voith. Diese Partnerschaft bündelt Kompetenzen aus den Bereichen Energieversorgung und Industrie, um eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft in der Region zu etablieren.

Die Stadtwerke stellen die kritische Infrastruktur für die Stromversorgung sicher. Der produzierte Wasserstoff ist als RFNBO-zertifiziert (Renewable Fuels of Non-Biological Origin), was bedeutet, dass er nachweislich mit Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt wird. Dies ist entscheidend, um die CO2-Emissionen in Sektoren wie der Industrie und dem Schwerlastverkehr wirksam zu reduzieren. Der Ausbau erneuerbarer Energien in der Region ist dafür eine Grundvoraussetzung, wie die aktuellen Solar-Nachrichten aus Baden-Württemberg zeigen.

Während Großprojekte die Energiewende vorantreiben, können auch Privatpersonen einen Beitrag leisten. Für Hausbesitzer bieten sich komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an, um eigenen Solarstrom zu erzeugen. Mieter können mit Balkonkraftwerken ohne Speicher oder den neueren Balkonkraftwerken mit Speicher aktiv werden.

Zukunft der Wasserstoffproduktion in Deutschland mit Lhyfe 10 MW Elektrolyseur

Lhyfe plant einen weiteren Ausbau seiner Kapazitäten in Deutschland. Neben Schwäbisch Gmünd sollen bis 2026 weitere Anlagen in Ingolstadt und Borna in Betrieb gehen. Die Gesamtproduktionskapazität soll damit auf bis zu 30 Tonnen grünen Wasserstoff pro Tag ansteigen.

Diese Projekte sind ein zentraler Baustein für die Erreichung der deutschen Klimaziele, die eine Klimaneutralität bis 2045 vorsehen. Grüner Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Die Initiative in Schwäbisch Gmünd steht beispielhaft für ähnliche Vorhaben zur Sektorenkopplung, wie das Projekt in Gundelsheim, das Solarenergie, Windkraft und zukünftig Wasserstoffproduktion kombiniert. Der stetige Photovoltaik-Zubau in Baden-Württemberg schafft die notwendige Grundlage für eine solche grüne Wasserstofferzeugung, auch wenn das Wachstum zuletzt leichten Schwankungen unterlag.

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