Photovoltaik für Koblenzer Schuldächer: Start der Solar-Offensive 2025
Die Stadt Koblenz plant ab 2025 die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern von neun Schulen. Diese Maßnahme ist Teil der städtischen Initiative „KO-Solar“, die darauf abzielt, die regenerative Energieerzeugung auszubauen und die Stromkosten für kommunale Liegenschaften zu senken. Für die Installation von Solaranlagen auf insgesamt 16 städtischen Gebäuden, darunter das Verwaltungsgebäude II und das Forum Confluentes, wurden bereits Haushaltsmittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro bewilligt.
Bürgerbeteiligung an der Photovoltaik-Offensive in Koblenz
Im Rahmen eines Pressegesprächs stellten Bürgermeisterin Ulrike Mohrs und Umweltamtsleiterin Anja Obermann die Details der Photovoltaik-Offensive vor. Ein zentrales Ziel ist die Stärkung der Eigenversorgung der kommunalen Gebäude mit erneuerbarer Energie. Gleichzeitig sollen Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Unternehmen aktiv in die Energiewende der Stadt einbezogen werden. Hierfür wurde auf der offiziellen Website der Stadt Koblenz ein neues Online-Beteiligungstool eingerichtet, das als Plattform für Vorschläge und Anregungen dient.
Die bereits bewilligten 3,5 Millionen Euro sind ein erster wichtiger Schritt, um die städtischen Gebäude, zu denen auch mehrere Kindergärten gehören, energieeffizienter zu gestalten. Die Investition leistet nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern soll langfristig auch den städtischen Haushalt durch geringere Energiekosten entlasten.
Photovoltaik auf Schuldächern in Koblenz: Ein Meilenstein für 2025
Der Fokus des Projekts liegt zunächst auf den Dächern von neun Schulen, deren Installation für die Sommerferien 2025 geplant ist, um den Schulbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Die Anlagen sollen eine jährliche Stromproduktion von rund einer Million Kilowattstunden erreichen, was dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 320 Drei-Personen-Haushalten entspricht.
Folgende Schulen sind Teil der ersten Phase:
* Schulzentrum Asterstein
* Julius-Wegeler-Berufskolleg
* Gymnasium auf der Karthause
* Grundschulen Pfaffendorfer Höhe und Pollenfeld
* Grundschule Wallersheim
* Grundschule Kesselheim
* Grundschule Metternich
* IGS Koblenz
Neben der reinen Stromerzeugung sollen die Anlagen auch eine Vorbildfunktion erfüllen und das Bewusstsein für erneuerbare Energien bei Schülerinnen und Schülern fördern.
Finanzierung und Umsetzung der Photovoltaik-Projekte in Koblenz
Die Finanzierung der Initiative erfolgt aus dem städtischen Haushalt. Die Vergabe für die Installation und Wartung der Photovoltaik-Anlagen wird über öffentliche Ausschreibungen an spezialisierte Fachunternehmen erfolgen. Im Vorfeld wurden bereits umfassende Prüfungen zur Machbarkeit durchgeführt. Dabei wurden die Dächer der ausgewählten Schulen auf ihre statische Eignung, Ausrichtung und die zu erwartende Sonneneinstrahlung hin analysiert, um eine maximale Effizienz der Anlagen zu gewährleisten.
Einbindung der Bürger in die Koblenzer Energiewende
Die Stadtverwaltung betont die Wichtigkeit der bürgerlichen Teilhabe für den Erfolg der Energiewende vor Ort. Das neue Online-Beteiligungstool soll eine transparente Kommunikation sicherstellen und der Bevölkerung die Möglichkeit geben, den Prozess aktiv mitzugestalten.
Während die Stadt auf großen öffentlichen Dächern investiert, können auch Privatpersonen einen Beitrag leisten. Für Hausbesitzer bieten sich komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an, um den Eigenverbrauch zu maximieren. Mieter oder Eigentümer von Wohnungen können mit kompakten Balkonkraftwerken ohne Speicher oder modernen Balkonkraftwerken mit Speicher unkompliziert eigenen Solarstrom erzeugen und ihre Stromrechnung senken.
Koblenz fördert die Energiewende mit Photovoltaik
Die „KO-Solar“-Initiative ist ein zentraler Baustein der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt. Sie ergänzt weitere Projekte, wie die geplante Errichtung eines Solar-Carports, der für neuen Grünstrom für das Koblenzer Schwimmbad sorgen wird. Solche Maßnahmen zeigen, wie kommunale Infrastruktur nachhaltig gestaltet und ein direkter Beitrag zur lokalen Energiewende geleistet werden kann.
Diese lokalen Bemühungen stehen im Einklang mit der landesweiten Strategie, wie das in Rheinland-Pfalz geplante Modellprojekt zur Agri-Photovoltaik zeigt. Durch die Nutzung von Solarenergie auf Dächern und anderen versiegelten Flächen reduziert Koblenz nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern stärkt auch die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und den Preisschwankungen am Energiemarkt. Die Photovoltaik-Anlagen auf den Schuldächern sind somit ein sichtbares Zeichen für den Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung.







