Klimaschutz: Solardächer für Erfurter Schulen durch Stadtwerke-Deal

Solardächer für Erfurter Schulen: Stadtwerke und Stadt gemeinsam für Klimaschutz

Die Stadt Erfurt und die Stadtwerke Erfurt haben eine weitreichende Kooperation beschlossen, um auf den Dächern von 72 Schulen Solaranlagen zu errichten. Dieses Vorhaben ist ein zentraler Baustein der städtischen Bemühungen, den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region voranzutreiben und die ambitionierten Klimaschutzziele der Stadt zu erreichen. Der Erfurter Stadtrat hat dem entsprechenden Kooperationsvertrag bereits zugestimmt und damit grünes Licht für die Umsetzung des Projekts gegeben.

Solardächer Erfurt: Ausbau in zwei Phasen geplant

Das Projekt ist in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase sollen bis Ende 2025 insgesamt 37 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 4,1 Megawatt (MW) installiert werden. Die zweite Phase sieht die Errichtung von 35 weiteren Anlagen mit einer Leistung von 3,9 MW bis Ende 2026 vor. Der erzeugte Strom ist primär für den Eigenverbrauch der Schulen vorgesehen. Überschüssige Energie soll in das öffentliche Netz eingespeist werden. Dies trägt nicht nur zur Reduzierung der Energiekosten der Schulen bei, sondern speist auch sauberen Strom in das regionale Netz ein. Für Hausbesitzer und Mieter, die ebenfalls über die Installation einer eigenen Photovoltaikanlage nachdenken, gibt es mittlerweile vielfältige Optionen, vom klassischen PV-Anlagen-Set mit Speicher und Montagesets bis hin zu kleineren Balkonkraftwerken.

Stadtwerke Erfurt: Planung und Betrieb der Solardächer

Die Stadtwerke Erfurt übernehmen die umfassende Verantwortung für die Planung, den Bau und den anschließenden Betrieb der Solaranlagen. Die Stadt Erfurt stellt im Gegenzug die Schuldächer kostenfrei zur Verfügung und erhält eine jährliche Vergütung von 1.000 Euro pro Schule. Diese Vereinbarung stellt eine Win-Win-Situation dar, von der sowohl die Stadt als auch die Stadtwerke profitieren.

Solardächer in Erfurt: Wichtiger Beitrag zur Energiewende

Oberbürgermeisterin Karola Stange betonte die Bedeutung des Projekts für den Klimaschutz und die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Stadt: „Die Errichtung von Solaranlagen auf den Schuldächern ist ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Wir setzen damit ein klares Zeichen für die Nutzung erneuerbarer Energien und tragen zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei.“

Ein Sprecher der Stadtwerke Erfurt hob hervor, dass dieses Projekt eine wichtige Gelegenheit darstellt, die Expertise des Unternehmens im Bereich der erneuerbaren Energien einzubringen und gemeinsam mit der Stadt Erfurt einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten. Angesichts steigender Energiepreise und wachsendem Umweltbewusstsein wird die Bedeutung erneuerbarer Energien, wie sie auch durch Balkonkraftwerke ohne Speicher oder mit Speicher nutzbar sind, immer größer.

Erfurt Vorreiter: Klimaneutralität durch Solardächer bis 2040

Mit diesem Projekt positioniert sich Erfurt als Vorreiter in der Energiewende. Die Stadt hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Die Nutzung von Solarenergie auf Schuldächern ist ein wesentlicher Bestandteil dieser umfassenden Strategie. Darüber hinaus plant die Stadtverwaltung, weitere öffentliche Gebäude mit Solaranlagen auszustatten und die Nutzung erneuerbarer Energien in der gesamten Region zu fördern.

Neben dem ökologischen Nutzen soll das Projekt auch das Bewusstsein für erneuerbare Energien in der Bevölkerung stärken. Die Schulen werden aktiv in den Prozess einbezogen und sollen die Anlagen für Bildungszwecke nutzen können. Schüler und Lehrer erhalten die Möglichkeit, die Funktionsweise der Solaranlagen kennenzulernen und sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Dies fördert das Verständnis für nachhaltige Technologien und motiviert zur aktiven Mitgestaltung einer klimafreundlichen Zukunft.

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