Höhr-Grenzhausen: Neue PV-Ausweisung 2025 geplant – Streit um Flächen

Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen wird im kommenden Jahr die Weichen für den weiteren Ausbau der Solarenergie stellen. Wie die Ratsvorsitzende Melanie Weißenfels mitteilte, ist für 2025 eine neue Runde zur Ausweisung von Flächen für Photovoltaik-Anlagen geplant.

PV-Ausweisung Höhr-Grenzhausen: Planung für 2025

Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen treibt ihre Planungen für den Ausbau erneuerbarer Energien voran. Laut VG-Ratsvorsitzender Melanie Weißenfels sollen im Jahr 2025 erneut Flächen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen ausgewiesen werden. Die genaue Lage und der Umfang der Areale werden derzeit von der Planungsgemeinschaft Rheinland-Pfalz (PLR) geprüft.

Die Aufgabe der PLR besteht darin, Gebiete zu identifizieren, die sich für die Errichtung von Solarparks eignen und mit den Zielen der regionalen Raumplanung übereinstimmen. Erst nach einer positiven Bewertung und offiziellen Ausweisung durch die Raumordnung kann die Verbandsgemeinde die Flächen für konkrete Bauvorhaben freigeben. Dieses Vorgehen ist ein entscheidender Schritt, bevor für ein Projekt eine Baugenehmigung erteilt werden kann.

Die Initiative in Rheinland-Pfalz steht im Einklang mit bundesweiten Bestrebungen, die Energiewende zu beschleunigen. Auch andere Bundesländer forcieren den Ausbau, so sind beispielsweise in Niedersachsen neue Genehmigungen für PV-Freiflächen ab 2025 geplant.

Kontroverse um Photovoltaik-Projekt in Kammerforst

Die Ankündigung erfolgte im Rahmen der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats, bei der auch ein konkreter Antrag zur Debatte stand. Die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP hatten die Ausweisung einer zusätzlichen Fläche in Kammerforst, gelegen zwischen der Autobahnbrücke auf der B 49 und dem Weiherhof, beantragt.

Dieser Antrag wurde jedoch von der Ratsmehrheit mit 15 zu 8 Stimmen abgelehnt. Die Fraktionen von CDU, FWG und UBL stimmten gegen den Vorschlag, während die antragstellenden Parteien dafür votierten. Kern der Auseinandersetzung war die Frage, ob eine Fläche ausgewiesen werden sollte, die im bisherigen Flächenkonzept der Verbandsgemeinde nicht vorgesehen und von der Raumordnungsbehörde nicht als geeignet eingestuft worden war.

Argumente gegen die PV-Ausweisung in Höhr-Grenzhausen

Die ablehnenden Fraktionen führten mehrere Gründe an. Die CDU verwies auf die fehlende Anbindung der Fläche an das Stromnetz, was die Realisierung eines Projekts erheblich erschweren würde. Die UBL argumentierte, dass die Fläche weder im Flächenkonzept der VG enthalten noch von der Raumordnung als geeignet bewertet wurde. Die FWG ergänzte, das bestehende Konzept der Verbandsgemeinde sei ausreichend und eine zusätzliche Ausweisung in Kammerforst daher nicht notwendig.

Die Befürworter des Antrags von SPD, Grünen und FDP sahen in der Fläche hingegen eine wichtige Chance für den Klimaschutz. Sie argumentierten, dass jede zusätzliche Anlage zur Erzeugung erneuerbarer Energien die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringere. Zudem qualifiziere die Nähe zu bestehender Infrastruktur wie der Autobahn den Standort. Während solche großflächigen Anlagen Kommunen und Investoren vorbehalten sind, können auch Privatpersonen einen Beitrag leisten, etwa durch Balkonkraftwerke ohne Speicher, die sich besonders für Mieter eignen.

Photovoltaik in Höhr-Grenzhausen: Ausblick auf die Zukunft

Trotz der Ablehnung des spezifischen Antrags für Kammerforst hält die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen an ihrem Ziel fest, den Ausbau der Solarenergie konsequent voranzutreiben. Die für 2025 geplante neue Ausweisungsrunde soll weitere geeignete Flächen identifizieren.

Dabei plant die Verbandsgemeinde, ein offenes und transparentes Auswahlverfahren zu entwickeln, um die Flächen an die besten Bewerber zu vergeben. Kriterien wie die Qualität und Wirtschaftlichkeit der eingereichten Projekte sollen dabei im Vordergrund stehen. Die Ratsvorsitzende betonte, dass die Gemeinde bestrebt sei, die regionalen Klimaziele zu erreichen. Dieser lokale Vorstoß spiegelt einen nationalen Trend wider, bei dem in einigen Regionen sogar eine PV-Pflicht für Neubauten ab 2025 eingeführt wird, um den Ausbau zu beschleunigen. Für Hausbesitzer, die einen Beitrag leisten möchten, bieten sich komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an, um die eigene Energieunabhängigkeit zu erhöhen.

Haftungsausschluss / Disclaimer: Die hier veröffentlichten Informationen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Photovoltaik.info übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Inhalte. Sollten Sie falsche oder irreführende Informationen entdecken, kontaktieren Sie uns bitte, damit wir diese überprüfen und gegebenenfalls korrigieren können.
Teile diesen Beitrag