Gräfenberg: Geringere Kosten dank Photovoltaik-Eigenversorgung ab 2025

Gräfenberg: Ab 2025 versorgen Solaranlagen die städtische Abwasserwirtschaft

Ab dem Jahr 2025 wird die Stadt Gräfenberg einen bedeutenden Teil des Strombedarfs für ihre Abwasseranlagen durch selbst erzeugte Solarenergie decken. Der Stadtrat hat einstimmig die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Kläranlage und einer zugehörigen Pumpstation beschlossen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Betriebskosten signifikant zu senken und die Energieversorgung der kommunalen Infrastruktur nachhaltiger zu gestalten.

Photovoltaik Eigenversorgung in Gräfenberg: Kosteneinsparungen ab 2025

Der Kern der städtischen Strategie ist die Maximierung des Eigenverbrauchs, um die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz und dessen Preisschwankungen zu reduzieren. Hierfür werden zwei Anlagen realisiert.

Auf dem Dach der Kläranlage wird der Energieversorger N-Ergie eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 99 Kilowatt-Peak (kWp) errichten und für 20 Jahre betreiben. Diese Anlage soll jährlich rund 100.000 Kilowattstunden (kWh) Strom produzieren, den die Stadt zu einem festen Preis von 21,9 Cent pro kWh beziehen wird.

Zusätzlich errichtet die Stadt in Eigenregie eine weitere Anlage auf der Pumpstation in der Fallstraße. Diese wird jährlich etwa 15.000 kWh zu einem noch günstigeren Preis von 12,9 Cent pro kWh erzeugen, ebenfalls über eine Laufzeit von 20 Jahren. Durch die direkte Nutzung des Solarstroms anstelle des teureren Netzbezugs erwartet die Stadtverwaltung erhebliche finanzielle Einsparungen. Das Ziel ist es, eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote zu erreichen – ein Prinzip, das auch im privaten Sektor, oft in Kombination mit Wärmepumpen, zur Maximierung der Wirtschaftlichkeit eingesetzt wird.

Gräfenberg setzt auf Photovoltaik für nachhaltige Energieversorgung

Bürgermeister Ralf Kunzmann betonte die strategische Bedeutung der Entscheidung: „Wir setzen auf saubere Energie und senken gleichzeitig unsere Betriebskosten.“ Der einstimmige Beschluss des Stadtrats unterstreicht den breiten Konsens für diesen Schritt.

Die Vereinbarung mit der N-Ergie beinhaltet zudem die Option für die Stadt, die Anlage auf der Kläranlage nach Ablauf der 20-jährigen Vertragslaufzeit zu übernehmen. Dies wird als langfristige Investition in die Energiezukunft der Kommune gesehen. Mit diesem Projekt wird Gräfenberg unabhängiger von den volatilen Energiemärkten und stabilisiert seine kommunalen Ausgaben.

Die Stadt folgt damit einem bundesweiten Trend. Immer mehr Kommunen setzen auf erneuerbare Energien, um ihre Klimaziele zu erreichen und Kosten zu kontrollieren. So verfolgen beispielsweise auch Metropolen wie Hamburg ambitionierte Photovoltaik-Strategien, während andere Städte wie Paderborn ab 2025 sogar eine Solarpflicht für Neubauten einführen.

Energieeffizienz der Abwasseranlagen in Gräfenberg durch Photovoltaik steigern

Die Kläranlage in Gräfenberg hat einen jährlichen Stromverbrauch von rund 130.000 kWh. Die beiden neuen Photovoltaikanlagen werden zusammen etwa 115.000 kWh pro Jahr erzeugen. Rechnerisch können somit fast 90 Prozent des Energiebedarfs der Anlagen durch vor Ort produzierten Solarstrom gedeckt werden.

Diese Maßnahme ist ein zentraler Baustein zur Modernisierung und Steigerung der Energieeffizienz der städtischen Infrastruktur. Während Gräfenberg auf die Nutzung von Dachflächen setzt, erproben andere Regionen innovative Ansätze, um Energieerzeugung und weitere Nutzungen zu kombinieren, wie etwa bei Modellprojekten zur Agri-Photovoltaik in Rheinland-Pfalz.

Der Trend zur Energieautarkie ist nicht auf Kommunen beschränkt. Auch immer mehr private Haushalte investieren in PV-Anlagen mit Speicher, um ihre Stromrechnungen zu senken. Für Mieter und Wohnungseigentümer bieten sich zudem kompakte Balkonkraftwerke mit oder ohne Speicher als einfache Möglichkeit an, eigenen Solarstrom zu erzeugen.

Die Installation der Anlagen in Gräfenberg soll im Laufe des Jahres 2025 abgeschlossen sein. Solche kommunalen Projekte werden in Deutschland oft durch Förderprogramme der Länder unterstützt, wie es beispielsweise in Nordrhein-Westfalen der Fall ist. Das Projekt in Gräfenberg ist ein weiteres Beispiel für die wachsende Dynamik beim Ausbau erneuerbarer Energien, ein Thema, das kontinuierlich in den aktuellen Solar News Beachtung findet.

Haftungsausschluss / Disclaimer: Die hier veröffentlichten Informationen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Photovoltaik.info übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Inhalte. Sollten Sie falsche oder irreführende Informationen entdecken, kontaktieren Sie uns bitte, damit wir diese überprüfen und gegebenenfalls korrigieren können.
Teile diesen Beitrag