GP Joule übernimmt Vattenfall-Solarparks in Thüringen: Ausbau geht weiter

GP Joule übernimmt Vattenfall Solarparks in Thüringen: Technische Betriebsführung

Das auf erneuerbare Energien spezialisierte Unternehmen GP Joule hat die technische Betriebsführung für zwei Solarparks des Energiekonzerns Vattenfall in Thüringen übernommen. Die beiden Anlagen im Saale-Holzland-Kreis verfügen über eine installierte Gesamtleistung von 14 Megawatt (MW) und können rechnerisch den Jahresstrombedarf von über 4.000 Haushalten decken.

Die Freiflächenanlagen erstrecken sich über eine Fläche von rund 18 Hektar. Sie wurden in den Jahren 2011 und 2012 in Betrieb genommen und haben seither nach Unternehmensangaben jährlich jeweils über 10 Gigawattstunden (GWh) sauberen Strom produziert. Die Übernahme der Betriebsführung ist Teil einer umfassenderen Kooperation zwischen den beiden Unternehmen, die darauf abzielt, die Effizienz bestehender Anlagen zu optimieren. Solche Entwicklungen sind ein wichtiger Teil der Solar-Nachrichten aus Thüringen, wo der Ausbau der Photovoltaik stetig voranschreitet. Während GP Joule die Verwaltung bestehender Parks übernimmt, treibt Vattenfall den Neubau weiter voran und plant unter anderem neue Photovoltaik-Parks an Pumpspeicherstandorten, auch in Thüringen.

„Dies ist ein großartiges Projekt, das unser Portfolio an Solarenergie-Anlagen erweitert und unsere Position als führender Anbieter im Bereich erneuerbare Energien stärkt“, sagte Ove Petersen, CEO von GP Joule.

GP Joules Expansionsstrategie im Bereich Solarparks

GP Joule hat seinen Geschäftsbereich Solarenergie in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Allein im laufenden Jahr hat das Unternehmen bereits acht Solarparks mit einer Gesamtleistung von über 84 MW erworben.

Mit der jüngsten Übernahme der Betriebsführung für die Vattenfall-Anlagen steigt die Gesamtzahl der von GP Joule in Deutschland und Italien betreuten Solarparks auf 17. Die kombinierte Leistung dieser Anlagen überschreitet die Marke von 100 Megawatt.

„Die Übernahme dieser Solarparks ist ein weiterer Schritt in unserer Strategie, die Energiewende aktiv mitzugestalten und unsere Kapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien kontinuierlich auszubauen“, so Petersen weiter.

Wachstumskurs durch frühere GP Joule Übernahmen

Die aktuelle Transaktion reiht sich in eine Serie von Übernahmen ein. Bereits im Mai 2024 erwarb GP Joule einen der größten Solarparks in Nordrhein-Westfalen von der BMR Energy Solutions. Diese Anlage leistet 44 MW und versorgt rund 15.000 Haushalte. „Mit dieser Übernahme stärken wir unsere Präsenz in Nordrhein-Westfalen und tragen dazu bei, dass die Region ihre Klimaziele schneller erreicht“, kommentierte Petersen seinerzeit.

Eine weitere bedeutende Akquisition fand im März 2024 statt, als GP Joule den 55-Megawatt-Solarpark Tramm-Göthen in Mecklenburg-Vorpommern von der Baywa r.e. übernahm. Der 2021 in Betrieb genommene Park erzeugt jährlich etwa 52 GWh Strom. „Der Solarpark Tramm-Göthen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Portfolios und hilft uns, die Energiewende in Deutschland weiter voranzutreiben“, sagte Petersen.

Investitionen in die Energiewende mit Solarparks in Thüringen

Die strategischen Übernahmen und Betriebsführungsverträge von GP Joule verdeutlichen das Engagement des Unternehmens, seine Marktposition im Sektor der erneuerbaren Energien auszubauen. Investitionen in Solarparks sind ein zentraler Baustein, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu beschleunigen. Der Ausbau von Solarenergie in Thüringen zeigt sich auch in anderen Projekten wie dem Solarpark Georgenthal auf einer ehemaligen Deponie oder der Errichtung des TEAG Solarparks in Ohrdruf auf einem früheren Truppenübungsplatz. Solche großflächigen Photovoltaik-Projekte sind für den Netzanschluss in Deutschland von entscheidender Bedeutung.

Die Energiewende findet jedoch nicht nur im großen Maßstab statt. Auch private Haushalte tragen maßgeblich dazu bei. Hausbesitzer können durch die Installation von PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets ihre Energieautarkie erhöhen. Für Mieter und Wohnungseigentümer bieten sich einfache Lösungen wie Balkonkraftwerke ohne Speicher an, um einen Teil ihres Strombedarfs selbst zu decken. Technologisch fortschrittlichere Balkonkraftwerke mit Speicher ermöglichen zudem die Nutzung des Solarstroms in den Abendstunden.

„Unsere Investitionen in Solarenergie sind ein klares Zeichen unseres Engagements für eine nachhaltige Zukunft. Wir werden auch weiterhin in erneuerbare Energien investieren, um unseren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten“, schloss Petersen.

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