In der bayerischen Gemeinde Geisenfeld ist der neue Photovoltaik-Park Geisenfeld-Lohen offiziell in Betrieb genommen worden. Die Anlage, die künftig rund 1.100 Haushalte mit lokal erzeugtem Solarstrom versorgen wird, ist ein gemeinsames Projekt der Energieallianz Bayern (EAB) und der Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (THEE).
Neuer PV-Park Geisenfeld: 5,8 MW Leistung für Bayern
Wie die beteiligten Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt gaben, verfügt der neue Solarpark über eine installierte Gesamtleistung von 5,8 Megawatt Peak (MWp). Auf einer Fläche von 5,1 Hektar wird die Anlage jährlich rund 6,6 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom aus Sonnenenergie erzeugen. Dies entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 1.100 Vier-Personen-Haushalten und führt zu einer jährlichen Einsparung von rund 5.000 Tonnen CO₂.
Das Projekt in Geisenfeld ist ein weiterer Baustein im Ausbau der erneuerbaren Energien in Bayern und spiegelt den bundesweiten Trend wider. Weitere aktuelle Entwicklungen und Solar News zeigen, dass der Zubau von Solarenergie eine zentrale Säule der Energiewende darstellt. Solche Freiflächenanlagen sind entscheidend, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Dabei kommen zunehmend innovative Konzepte zum Einsatz, wie etwa bei dem Projekt in Pommersfelden, das die Netzkapazität schneller online bringt, oder bei der Errichtung großer Agri-PV-Parks, die Landwirtschaft und Stromerzeugung kombinieren.
Bürgerbeteiligung am Solarpark Geisenfeld-Lohen
Ein zentrales Element des Solarparks Geisenfeld-Lohen ist das Modell der Bürgerbeteiligung. Einwohner der Stadt Geisenfeld haben die Möglichkeit, sich finanziell an dem Projekt zu beteiligen und so direkt von der lokalen Energiewende zu profitieren. Über eine Online-Plattform können Investitionen ab einem Betrag von 250 Euro getätigt werden, die mit 4,5 Prozent pro Jahr verzinst werden.
Die Gemeinde Geisenfeld hat bereits in der Vergangenheit positive Erfahrungen mit solchen Modellen gesammelt. Im Jahr 2016 investierten 130 Bürgerinnen und Bürger insgesamt 1,15 Millionen Euro in den lokalen Windpark. Bürgermeister Paul Weber unterstrich die Bedeutung der Bürgerbeteiligung für die Akzeptanz solcher Projekte in der Gemeinde. Die Einbindung der lokalen Bevölkerung ist ein bewährtes Mittel, wie auch das Beispiel des Solarparks Schafhöfen zeigt.
Neben der finanziellen Beteiligung an Großprojekten können Bürger auch selbst aktiv werden. Für Hausbesitzer bieten sich komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an, um den Eigenverbrauch zu maximieren. Auch Mieter haben durch die Installation von Balkonkraftwerken ohne Speicher oder Modellen mit Speicher die Möglichkeit, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten und ihre Stromkosten zu senken.
Energieallianz Bayern und Thüga realisieren PV-Park Geisenfeld
Hinter dem Projekt stehen zwei erfahrene Akteure im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Energieallianz Bayern (EAB), ein Zusammenschluss von 40 kommunalen Energieversorgern, hat den Solarpark im Rahmen des EEG-Vergütungsmodells für Bürgerenergieprojekte entwickelt. Die Errichtung wurde von der Thüga Erneuerbare Energien (THEE) übernommen, die den Park nach der Inbetriebnahme von der EAB erwarb.
Die THEE ist eine gemeinsame Gesellschaft von 48 kommunalen und regionalen Energieversorgern und betreibt bundesweit zahlreiche Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 385 Megawatt. Die Energieallianz Bayern wurde 2010 gegründet und hat seitdem mit einem Investitionsvolumen von über 300 Millionen Euro maßgeblich zum Ausbau erneuerbarer Energien in Bayern beigetragen. Solche Kooperationen sind ein wichtiger Motor für die Solarindustrie in Deutschland und die Umsetzung der nationalen Energie- und Klimaziele.







