Flächenausweisung für Photovoltaik: Region Stuttgart schafft Fakten

Flächenausweisung für Photovoltaik: 1.500 Hektar in Region Stuttgart

Die Regionalversammlung der Region Stuttgart hat am 4. Dezember 2025 einer weitreichenden Änderung des Regionalplans zugestimmt und damit den Weg für den massiven Ausbau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen geebnet. Mit dem Beschluss werden künftig über 1.500 Hektar Land, was 0,7 Prozent der gesamten Regionsfläche entspricht, als Vorranggebiete für die Errichtung von Solarparks ausgewiesen. Damit übertrifft die Region das gesetzlich vorgegebene Flächenziel von mindestens 0,2 Prozent deutlich.

Planänderung für Solarparks in Region Stuttgart: Details und nächste Schritte

Der Entscheidung ging ein umfangreiches Beteiligungsverfahren voraus, bei dem Kommunen, Behörden, Verbände sowie Bürgerinnen und Bürger über 10.000 Stellungnahmen einreichten. Diese wurden geprüft und flossen in die finale Planung ein. Die ausgewiesenen Vorranggebiete wurden sorgfältig ausgewählt, um Konflikte zu minimieren. Kriterien waren dabei unter anderem der Schutz von Natur und Artenvielfalt, ausreichende Abstände zu Wohnsiedlungen sowie die Berücksichtigung bestehender Infrastruktur.

Trotz der breiten Zustimmung gibt es auch kritische Stimmen. So äußerte beispielsweise die CDU Bedenken hinsichtlich der Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen und betonte die Notwendigkeit, die regionale Landwirtschaft und Kulturlandschaft zu schützen.

Nach dem Beschluss der Versammlung wird die Satzung nun dem Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen zur Prüfung vorgelegt. Nach Ablauf einer dreimonatigen Frist erlangen die neuen Gebietsausweisungen Rechtsverbindlichkeit. Sie bilden dann die Grundlage für die konkrete Planung und Genehmigung von Solarpark-Projekten, wie sie auch an anderen Orten in Baden-Württemberg bereits vorangetrieben werden. Beispiele sind die geplanten 200 MWp PV-Projekte auf Konversionsflächen.

Photovoltaik-Strategie: Einordnung für die Region Stuttgart

Diese Maßnahme ist ein zentraler Baustein der Photovoltaik-Offensive in Baden-Württemberg, die das Ziel verfolgt, die Energiewende im Land zu beschleunigen. Der Ausbau von Freiflächenanlagen ergänzt dabei die bereits bestehenden Regelungen für private und gewerbliche Gebäude.

Für Hausbesitzer in der Region und in ganz Baden-Württemberg ist der Ausbau der Solarenergie ebenfalls ein präsentes Thema. So wurde die PV-Pflicht bei Dachsanierungen ab 2025 verschärft. Wer eine grundlegende Sanierung seines Daches plant, muss künftig einen erheblichen Teil der geeigneten Fläche mit Solarmodulen ausstatten. Diese Solarpflicht für Neubau und Sanierung erfordert eine vorausschauende Planung, bei der sich Komplettlösungen wie PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets anbieten, um den erzeugten Strom optimal selbst zu nutzen.

Auch Mieter haben die Möglichkeit, sich an der Energiewende zu beteiligen. Sogenannte Balkonkraftwerke ohne Speicher oder auch Balkonkraftwerke mit Speicher sind eine unkomplizierte Option, um eigenen Solarstrom zu produzieren und die Stromrechnung zu senken.

Die aktuellen Entwicklungen und die zukünftige Ausrichtung des Solarausbaus werden auch zentrale Themen auf dem Solarbranchentag BW 2025 sein, der als wichtige Plattform für den Austausch von Experten und Unternehmen in Stuttgart dient.

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