Feldheim: Brandenburgs Energiewende-Leuchtturmprojekt für 2025

Feldheim in Brandenburg: Ein Leuchtturmprojekt der Energiewende

Feldheim, ein kleiner Ort in Brandenburg, hat internationale Bekanntheit erlangt. Seit 2010 versorgt sich das Dorf vollständig selbst mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen und gilt damit als Deutschlands erste energieautarke Gemeinde. Das Projekt ist ein viel beachtetes Beispiel für eine gelungene Energiewende auf kommunaler Ebene.

Feldheim: Eine energieautarke Gemeinschaft bis 2025?

Das Energiemodell von Feldheim ist in seiner Konsequenz einzigartig: Die Gemeinde ist nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und somit vollständig unabhängig. Diese Autarkie wurde durch eine enge Zusammenarbeit zwischen einer lokalen Energiegenossenschaft und dem erfahrenen Projektentwickler Energiequelle GmbH realisiert, der seit 1997 im Bereich der erneuerbaren Energien tätig ist.

Die Energieversorgung des Dorfes stützt sich auf einen Mix aus verschiedenen lokalen Quellen. Ein Windpark mit 55 Windturbinen erzeugt den Großteil des Stroms. Ergänzt wird dieser durch eine Biogasanlage, die nicht nur Strom, sondern über ein eigenes Nahwärmenetz auch Wärme für die Haushalte liefert, sowie einen Solarpark. Diese Infrastruktur versorgt alle Anwohner und mehrere lokale Gewerbebetriebe zuverlässig mit Energie.

Wirtschaftliche und soziale Vorteile der Energiewende in Feldheim

Die Energieunabhängigkeit hat für die Gemeinschaft spürbare wirtschaftliche Vorteile gebracht. Die Bewohner von Feldheim zahlen deutlich niedrigere Energiepreise als der Bundesdurchschnitt. Das Modell hat zudem internationales Interesse geweckt und einen Fachtourismus in die Region gebracht, was die lokale Wirtschaft weiter stärkt und Arbeitsplätze sichert.

Der Erfolg macht Feldheim zu einem Vorbild für nachhaltige Energiegemeinschaften weltweit. Es demonstriert, wie kleine Kommunen durch Investitionen in erneuerbare Energien und gemeinschaftliches Handeln Energieunabhängigkeit erreichen und ihren CO2-Fußabdruck drastisch reduzieren können.

Herausforderungen und gewonnene Erkenntnisse aus Feldheim, Brandenburg

Der Weg zur Energieautarkie war nicht ohne Hürden. Die anfänglichen Investitionen in die Infrastruktur waren erheblich und nur durch den starken Rückhalt in der Dorfgemeinschaft und die Kooperation mit einem professionellen Partner wie Energiequelle zu bewältigen. Die Erfahrung unterstreicht die Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement und unterstützenden politischen Rahmenbedingungen.

Feldheims Modell zeigt, dass Energieunabhängigkeit möglich ist. Die Lehren daraus sind auch für Einzelpersonen relevant. Während ein ganzes Dorf als Vorbild dient, können Hausbesitzer heute mit kompletten PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets einen wichtigen Schritt in Richtung Eigenversorgung machen. Auch für Mieter und Wohnungseigentümer gibt es zugängliche Lösungen wie Balkonkraftwerke ohne Speicher oder Varianten mit Speicher, um die eigene Stromrechnung zu senken und zur Energiewende beizutragen.

Feldheim: Zukunftsperspektiven für die Energiewende

Feldheim entwickelt sein Konzept kontinuierlich weiter und feierte kürzlich sein 15-jähriges Jubiläum als energieautarkes Dorf. Der Erfolg inspiriert nicht nur andere Gemeinden, sondern auch größere Wohnungsbauprojekte, die auf dezentrale Energieversorgung setzen. Ein Beispiel dafür ist das neue Quartier in Neckarau, wo eine Photovoltaik-Anlage zahlreiche Wohnungen versorgt und so die Energiekosten für die Mieter senkt.

Insgesamt bleibt Feldheim ein Leuchtturmprojekt, das die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Vorteile einer lokalen Energiewende aufzeigt. Es dient als Blaupause für Gemeinschaften, die eine nachhaltige und unabhängige Energiezukunft anstreben.

Haftungsausschluss / Disclaimer: Die hier veröffentlichten Informationen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Photovoltaik.info übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Inhalte. Sollten Sie falsche oder irreführende Informationen entdecken, kontaktieren Sie uns bitte, damit wir diese überprüfen und gegebenenfalls korrigieren können.
Teile diesen Beitrag