Famila Itzehoe setzt auf grüne Energie: Photovoltaikanlage von SAPOtech

SAPOtech realisiert Photovoltaikanlage für Famila in Itzehoe, Schleswig-Holstein

Die Energiewende ist in vollem Gange und zeigt sich nicht nur auf den Dächern von Einfamilienhäusern, sondern auch in beeindruckenden Großprojekten im gewerblichen Bereich. Ein herausragendes Beispiel dafür entsteht gerade in Itzehoe: Der Famila-Markt am Standort „Vor dem Delftor“ rüstet sich mit einer massiven Photovoltaikanlage für eine grünere Zukunft. Das von der BREMER Nord GmbH beauftragte Unternehmen SAPOtech hat dort eine Anlage mit einer Spitzenleistung von fast 875 kWp realisiert.

Photovoltaik-Kraftwerk auf Dach und Parkplatz bei Famila Itzehoe

Was bedeutet eine Leistung von 875 Kilowatt-Peak (kWp) konkret? Um diese Zahl ins Verhältnis zu setzen: Eine typische private PV-Anlage hat heute zwischen 5 und 15 kWp. Das Projekt in Itzehoe ist also ein echtes Schwergewicht und ein klares Bekenntnis zur nachhaltigen Energieversorgung.

Die technischen Daten des Projekts sprechen für sich:

  • Gesamtleistung: 875,42 kWp
  • Anzahl der Module: 1.924 Stück mit je 455 Wp
  • Geplante Stromproduktion: ca. 800.000 kWh pro Jahr

Mit dieser jährlichen Stromproduktion könnte man rechnerisch über 200 moderne 4-Personen-Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgen. Für den Famila-Markt bedeutet dies einen gewaltigen Schritt in Richtung Energieautarkie. Die Montage der Anlage wurde bereits Ende 2025 abgeschlossen, die vollständige Inbetriebnahme ist für Ende Februar 2026 geplant.

Intelligente Stromnutzung mit Speicher: Photovoltaikanlage für Famila

Ein besonders cleveres Merkmal dieser Anlage ist die intelligente Verteilung der Solarmodule. Sie befinden sich nicht nur auf dem Dach des Supermarktes, sondern auch auf einer neu errichteten, überdachten Solarcarport-Anlage auf dem Parkplatz. So wird eine bereits versiegelte Fläche doppelt genutzt: Sie bietet Kunden Schutz vor Witterung und produziert gleichzeitig saubere Energie.

Zusätzlich zur reinen Erzeugung wurde ein Gewerbespeicher mit einer Kapazität von 180 kWh installiert. Dieser Speicher spielt eine entscheidende Rolle:

  1. Erhöhung des Eigenverbrauchs: Der tagsüber erzeugte Solarstrom, der nicht sofort im Markt verbraucht wird, lädt den Speicher auf. In den Abendstunden oder an bewölkten Tagen kann der Markt dann auf diesen gespeicherten Strom zurückgreifen, anstatt teuren Strom aus dem Netz zu beziehen.
  2. Kappung von Lastspitzen: Gewerbebetriebe zahlen oft hohe Gebühren für kurzzeitige, hohe Stromverbrauchsspitzen (z. B. wenn alle Kühltheken gleichzeitig anspringen). Der Batteriespeicher kann diese Spitzen abfedern, indem er blitzschnell Energie bereitstellt und so die Netzkosten deutlich senkt.

Photovoltaikanlage Famila Itzehoe: Was Hausbesitzer lernen können

Auch wenn die Dimensionen dieses Projekts beeindruckend sind, lassen sich daraus wertvolle Lehren für den privaten Bereich ziehen:

  • Jede Fläche zählt: Die Kombination aus Dach- und Carport-Anlage zeigt, dass man kreativ sein sollte, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Für Hausbesitzer können das neben dem Hausdach auch das Garagendach oder eine Terrassenüberdachung sein. Für Mieter wird das Thema Balkonkraftwerk immer relevanter, um auf kleinem Raum eigenen Strom zu erzeugen.
  • Eigenverbrauch ist der Schlüssel zum Erfolg: Wie im Großen bei Famila, so gilt auch im Kleinen: Der größte finanzielle Vorteil entsteht, wenn man möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch selbst verbraucht. Ein Heimspeicher für die eigene PV-Anlage wird damit zu einer immer attraktiveren Investition, um die Unabhängigkeit vom Stromnetz zu maximieren.
  • E-Mobilität mitdenken: Der Solarcarport ist die perfekte Verbindung von Photovoltaik und Elektromobilität. Wer heute über eine PV-Anlage nachdenkt, sollte die Integration einer Wallbox für ein zukünftiges E-Auto von Anfang an einplanen. So wird das eigene Fahrzeug zur mobilen Batterie, die mit günstigem Sonnenstrom vom eigenen Dach geladen wird.

Das Projekt in Itzehoe ist mehr als nur eine große Solaranlage. Es ist ein wegweisendes Beispiel dafür, wie Unternehmen Verantwortung übernehmen und gleichzeitig wirtschaftlich von der Energiewende profitieren können. Es zeigt aber auch, dass die Prinzipien – Flächen nutzen, Eigenverbrauch maximieren und Sektoren wie Mobilität koppeln – für jeden von uns gelten.

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