Düsseldorf: Neue Photovoltaik-Anlage und Förderung für Solarstrom-Ausbau

Düsseldorf setzt auf sauberen Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen

Düsseldorf treibt die Energiewende konsequent voran und stärkt seine Position als Vorreiter bei der Nutzung sauberer Energie. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist der massive Ausbau von Photovoltaik. Neben städtischen Großprojekten entscheiden sich auch immer mehr private Hausbesitzer und Unternehmen in der Region für eigenen Solarstrom, um Energiekosten zu senken und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Dieser Trend ist Teil einer größeren Entwicklung, die ganz Nordrhein-Westfalen erfasst hat, wo der Solarstrom-Boom die Energieerzeugung zunehmend sichert.

Neue Photovoltaik-Anlage in Düsseldorf-Rath

Ein Leuchtturmprojekt für die Ambitionen der Stadt ist die neue Photovoltaik-Freiflächenanlage in Rath. Am 23. September begannen die Bauarbeiten für das erste derartige Projekt der Stadtwerke Düsseldorf außerhalb des engeren Stadtgebiets. Mit einer geplanten Leistung von 10 Megawatt soll die Anlage nach ihrer Inbetriebnahme im Frühjahr 2024 jährlich rund 8,8 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugen.

Diese Menge reicht aus, um rechnerisch etwa 4.500 Haushalte mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, bezeichnete die Anlage als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer CO₂-neutralen Energieerzeugung. Solche Projekte sind entscheidend, um die Klimaziele zu erreichen, weshalb die Stadt gezielt neue Fördermittel für Freiflächen-Photovoltaik bereitstellt.

Solarstrom für Düsseldorf und die Region

Die Anlage in Rath erstreckt sich über eine Fläche von 9,5 Hektar. Die Stadtwerke Düsseldorf investieren insgesamt 8,5 Millionen Euro in das Projekt. Der erzeugte Strom wird vollständig in das öffentliche Netz eingespeist und stärkt so die Versorgung der gesamten Region mit grünem Strom.

Projekte dieser Größenordnung, sogenannte Utility-Scale-Anlagen, sind ein bundesweiter Trend und gelten als Schlüssel für die Energiewende. Oft werden sie, wie bei einem Vorzeigeprojekt in Zeithain, mit großen Batteriespeichersystemen kombiniert, um die schwankende Einspeisung von Sonnenenergie auszugleichen und das Stromnetz zu stabilisieren. Mit der Anlage in Rath leisten die Stadtwerke laut Dr. Brockmeier einen wesentlichen Beitrag zur Transformation des Energiesystems und unterstützen den Pfad zur Klimaneutralität.

Photovoltaik Düsseldorf: Bürgerbeteiligung an Solaranlagen

Um die Akzeptanz zu fördern und die Bevölkerung direkt in die Energiewende einzubinden, bieten die Stadtwerke Düsseldorf ein Beteiligungsmodell an. Über den Webshop des Unternehmens können Bürgerinnen und Bürger Anteile an der Anlage erwerben und so direkt die Erzeugung erneuerbarer Energien unterstützen.

Andreas Küppers, Leiter des Vertriebsbereichs bei den Stadtwerken, erläuterte, dass Käufer nicht nur finanziell partizipieren, sondern auch Herkunftsnachweise für die erzeugte Energie erhalten. Diese Zertifikate garantieren, dass der Strom nachweislich aus erneuerbaren Quellen stammt.

Während Großprojekte solche Beteiligungsmodelle bieten, ergreifen immer mehr Menschen selbst die Initiative. Die Möglichkeiten für Hausbesitzer und Mieter sind vielfältig und reichen von kompletten PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets für das Eigenheim bis zu unkomplizierten Balkonkraftwerken ohne Speicher für die Mietwohnung. Wer den Eigenverbrauch maximieren möchte, findet inzwischen auch leistungsstarke Balkonkraftwerke mit Speicher.

Photovoltaik in Düsseldorf: Überblick und Ausblick

Die Nutzung der Solarenergie hat in Düsseldorf eine lange Tradition. Bereits 1989 wurde die erste Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Stadtwerke-Hochhauses installiert. Seither ist die Zahl der Anlagen kontinuierlich gewachsen: Inzwischen sind in der Landeshauptstadt über 5.700 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 110 Megawattpeak (MWp) am Netz.

Die Stadtwerke selbst betreiben zahlreiche Anlagen auf den Dächern ihrer eigenen Gebäude sowie auf Flächen der Kläranlage Hamm und der Müllverbrennungsanlage Flingern. Ein weiteres Beispiel für den innovativen Einsatz von Solartechnik ist die Solaranlage auf dem E-Bus-Depot der Rheinbahn, die den CO₂-Ausstoß des öffentlichen Nahverkehrs spürbar senkt.

Die neue Anlage in Rath ist ein weiterer Meilenstein, der die Vorreiterrolle Düsseldorfs im Rahmen der Solar-Offensive in Nordrhein-Westfalen unterstreicht. Sie zeigt, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn Kommunen, Unternehmen und die Bürger gemeinsam an einem Strang ziehen.

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