Dreister Solarmodule-Diebstahl bei Lidl in Hollfeld (Bayern)

Solarmodule Diebstahl bei Lidl in Hollfeld (Bayern)

Ein dreister Diebstahl beschäftigt derzeit die Polizei in Oberfranken: In Hollfeld haben Unbekannte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dutzende Solarmodule samt Montagezubehör vom Gelände eines Lidl-Kühllagers entwendet. Der Vorfall unterstreicht ein wachsendes Problem, das nicht nur gewerbliche Anlagen, sondern zunehmend auch private Hausbesitzer betrifft.

Solarmodul-Diebstahl im Detail: Was geschah in Hollfeld?

Nach ersten Erkenntnissen der Polizeiinspektion Bayreuth-Land müssen die Täter professionell vorgegangen sein. Dutzende wertvolle Solarmodule wurden fachmännisch von der Anlage des Kühllagers demontiert und abtransportiert. Aufgrund der großen Menge und des Gewichts der gestohlenen Komponenten geht die Polizei davon aus, dass für den Abtransport ein Lkw oder ein größerer Transporter zum Einsatz kam.

Diese Vorgehensweise deutet auf eine organisierte Tat hin. Der Abtransport einer solchen Menge erfordert eine erhebliche Logistik, ähnlich dem Aufwand, den auch Fachbetriebe betreiben, wenn sie Solarmodule sicher aufs Dach transportieren.

Teurer Solarmodule Diebstahl: Ein wachsendes Problem in Bayern

Der finanzielle Schaden wird auf über 16.000 Euro geschätzt. Doch der Diebstahl bedeutet mehr als nur einen materiellen Verlust. Er führt auch zu einem Ausfall bei der Energieproduktion und beeinträchtigt den nachhaltigen Betrieb des Kühllagers. Die steigende Beliebtheit der Photovoltaik als Weg zum eigenen Solarstrom hat leider auch eine Schattenseite: Die hochwertigen und leicht handelbaren Komponenten sind zu einem begehrten Ziel für Kriminelle geworden.

Für Betroffene stellt sich im Schadensfall die Frage, ob ihre Versicherung den Verlust deckt und welche Garantie für Solarmodule in einem solchen Fall greift. Die gestohlenen Module tauchen zudem oft auf dem Schwarzmarkt wieder auf, nicht selten unsachgemäß gelagert oder transportiert, was zu unsichtbaren Schäden führen kann, die später eine aufwendige Modulreparatur für defekte Solarmodule erfordern.

Polizei sucht Zeugen zum Solarmodule Diebstahl in Hollfeld

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch die Polizei ist auf die Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Zeugen, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Bereich des Lidl-Lagers in Hollfeld verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden dringend gebeten, sich zu melden. Insbesondere Hinweise auf größere Fahrzeuge wie Lkws oder Transporter könnten für die Aufklärung entscheidend sein.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Bayreuth-Land unter der Telefonnummer 0921/506-2230 entgegen.

Solarmodule vor Diebstahl schützen: Tipps für Ihre Anlage

Der Fall in Hollfeld zeigt, wie wichtig es ist, Photovoltaikanlagen vor Diebstahl zu schützen. Das gilt nicht nur für große gewerbliche Anlagen, sondern auch für private Installationen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Sicherheit zu erhöhen:

  • Mechanische Sicherung: Spezielle diebstahlhemmende Schrauben und Muttern erschweren die schnelle Demontage der Module erheblich.
  • Elektronische Überwachung: Alarmanlagen, die bei der Durchtrennung von Kabeln oder der Bewegung von Modulen auslösen, sowie Überwachungskameras können abschreckend wirken und bei der Aufklärung helfen.
  • Kennzeichnung und Registrierung: Eine individuelle Kennzeichnung oder Codierung der Module macht es Dieben schwerer, die Ware weiterzuverkaufen.

Ob es sich um komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets für das Eigenheim oder um kompakte Lösungen wie Balkonkraftwerke ohne Speicher oder solche mit Speicher handelt – die Sicherung der wertvollen Komponenten sollte bereits bei der Planung berücksichtigt werden, um böse Überraschungen zu vermeiden.

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