Rekordbeteiligung: BNetzA Innovationsausschreibung für Solar Speicher überzeichnet
Die Bundesnetzagentur meldet eine Rekordbeteiligung bei der jüngsten Innovationsausschreibung für Photovoltaik- und Speicheranlagen. Die eingegangenen Gebote überstiegen das ausgeschriebene Volumen um fast das Dreifache, was das stark wachsende Interesse an kombinierten Erzeugungs- und Speicherlösungen in Deutschland unterstreicht. Diese Entwicklung ist ein zentraler Baustein für die Stabilisierung der Stromnetze und das Gelingen der Energiewende.
Ergebnisse der BNetzA Innovationsausschreibung September 2024
Die zum Stichtag 1. September 2024 beendete Ausschreibungsrunde war ausschließlich für Anlagenkombinationen vorgesehen, wobei der Fokus klar auf Photovoltaik mit Speichersystemen lag. Laut der Bundesnetzagentur gingen für das ausgeschriebene Volumen von 650 Megawatt (MW) insgesamt 25 Gebote mit einer Gesamtleistung von 1.531 MW ein. Damit war die Runde fast dreifach überzeichnet.
Alle eingereichten Gebote betrafen Projekte, die Photovoltaik mit einem Stromspeicher kombinieren. Die Gebotswerte für die zu fördernde Stromerzeugung reichten von 6,32 bis 9,80 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh).
Letztlich konnten 24 der 25 eingereichten Projekte mit einer Gesamtleistung von 1.530 MW einen Zuschlag erhalten. Der mengengewichtete Durchschnittswert des Zuschlags lag bei 7,93 ct/kWh. Der niedrigste angenommene Gebotswert betrug 6,32 ct/kWh, der höchste lag bei 9,40 ct/kWh.
Rückblick auf die erste BNetzA Innovationsausschreibung 2024
Bereits die erste Innovationsausschreibung des Jahres mit Stichtag 1. Februar 2024 zeigte eine hohe Nachfrage. Damals war das ausgeschriebene Volumen von 550 MW mit 17 Geboten und einer Gesamtleistung von 640 MW ebenfalls überzeichnet.
Auch in dieser Runde erhielten ausschließlich Projekte, die Photovoltaik mit einem Speicher kombinieren, den Zuschlag. Insgesamt wurden 14 Projekte mit einer Leistung von knapp 550 MW bezuschlagt. Der mengengewichtete Durchschnittswert lag mit 7,91 ct/kWh auf einem ähnlichen Niveau wie in der September-Runde. Die Gebotsspanne reichte von 6,50 bis 12,00 ct/kWh.
Solar Speicher Förderung: Bedeutung für Energiewende und private Haushalte
Die hohe Beteiligung an den Innovationsausschreibungen belegt die zunehmende Relevanz von Speichertechnologien. Solche Systeme ermöglichen es, den tagsüber erzeugten Solarstrom zu speichern und bei Bedarf – etwa nachts oder an sonnenarmen Tagen – zu nutzen. Dies erhöht nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern stabilisiert auch das gesamte Stromnetz, indem es Schwankungen bei der Erzeugung erneuerbarer Energien ausgleicht.
Dieser Trend spiegelt sich auch auf Länderebene wider. Bundesländer wie Niedersachsen, das sich 2025 eine Photovoltaik-Förderung von 565 MW sichern konnte, und NRW, wo die Bundesnetzagentur ebenfalls Top-Ergebnisse für Solarausschreibungen verkündet, treiben den Ausbau massiv voran. Das Rekordjahr 2024 für Solaranlagen in Rheinland-Pfalz und die ebenfalls hohen Rekordzahlen für Solarmodule in Niedersachsen 2024 bestätigen die bundesweite Dynamik.
Was im Großen für die Netzstabilität sorgt, gewinnt auch für private Haushalte an Bedeutung. Die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen wird 2025 zunehmend durch die intelligente Nutzung von Stromspeichern bestimmt. Sie erhöhen den Eigenverbrauch, steigern die Unabhängigkeit vom Stromnetz und ermöglichen die Nutzung dynamischer Stromtarife.
Für Hausbesitzer bieten sich hierfür komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an. Doch auch Mieter und Wohnungseigentümer können von dieser Entwicklung profitieren: Moderne Balkonkraftwerke mit Speicher ermöglichen es, den selbst erzeugten Strom auch nach Sonnenuntergang zu nutzen. Als einfacher Einstieg in die Solarenergie eignen sich zudem Balkonkraftwerke ohne Speicher, die den Strombedarf während der Sonnenstunden direkt decken.







