Agri-PV Förderung: Niedersachsen unterstützt Projekt in Dörverden

Agri-PV Förderung in Niedersachsen: 400.000 Euro für Dörverden

Das niedersächsische Umweltministerium unterstützt die Errichtung einer Agri-Photovoltaik-Anlage der Stiftung Berufsförderung Wesermarsch in Dörverden mit 400.000 Euro. Das Projekt gilt als wegweisend, da es die landwirtschaftliche Produktion mit der Erzeugung von Solarstrom kombiniert und damit eine doppelte Flächennutzung ermöglicht. Weitere aktuelle Entwicklungen im Bereich der Solarenergie im Bundesland finden Sie in den Niedersachsen Solar News.

Agri-PV Projekt Dörverden: Technik und Besonderheiten der Anlage

Die Agri-Photovoltaik-Anlage (Agri-PV) in Dörverden wird auf einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern errichtet. Sie ist die erste Anlage ihrer Art in Niedersachsen, die auf vertikal aufgeständerte, bifaziale Solarmodule setzt. Diese Bauweise ermöglicht es, dass landwirtschaftliche Maschinen weiterhin zwischen den Modulreihen operieren können, wodurch die Bewirtschaftung der Fläche kaum eingeschränkt wird.

Mit einer installierten Leistung von 748 Kilowatt-Peak (kWp) wird eine jährliche Stromerzeugung von etwa 680.000 Kilowattstunden (kWh) erwartet. Diese Energiemenge reicht aus, um rechnerisch rund 200 Vier-Personen-Haushalte zu versorgen. Der erzeugte Strom wird vollständig in das öffentliche Netz eingespeist und leistet so einen direkten Beitrag zur Energiewende. Die modulare Stahlkonstruktion der Anlage gewährleistet zudem eine flexible Anpassung an unterschiedliche landwirtschaftliche Anbaukulturen.

Umweltminister lobt Agri-PV in Dörverden als Vorbild für Niedersachsen

Bei der Übergabe des Förderbescheids bezeichnete Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer das Vorhaben als „Vorbild für eine gelungene Kombination von Landwirtschaft und erneuerbaren Energien“. Er unterstrich die Bedeutung solcher Projekte für die Erreichung der Klimaziele und die Stärkung der regionalen Energieversorgung.

Meyer betonte, dass die Agri-PV-Technologie eine doppelte Dividende liefere: „Agri-PV ist ein wichtiger Baustein der Energiewende und macht gleichzeitig die Landwirtschaft stärker und widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen des Klimawandels.“ Die Solarmodule können die angebauten Kulturen vor extremen Wetterereignissen wie Hagel, Starkregen oder übermäßiger Sonneneinstrahlung schützen und so Ernteausfälle reduzieren.

Agri-PV Dörverden: Wissenschaftliche Begleitung durch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Experten der Kammer werden die Auswirkungen der Anlage auf das Pflanzenwachstum und die Ernteerträge untersuchen. Ziel ist es, fundierte Daten darüber zu sammeln, welche Kulturen sich besonders gut für den Anbau unter Solarmodulen eignen und wie die landwirtschaftliche Produktivität erhalten oder sogar gesteigert werden kann.

Die Ergebnisse dieser Langzeitstudie sollen Landwirten in ganz Deutschland als Entscheidungsgrundlage dienen und die Akzeptanz für die Agri-Photovoltaik erhöhen. Sie zeigen auf, wie Landwirte durch die Stromproduktion eine zusätzliche und stabile Einkommensquelle erschließen können, während die primäre landwirtschaftliche Nutzung der Flächen erhalten bleibt.

Agri-PV in Dörverden: Zukunftsperspektiven und Relevanz für Verbraucher – Förderung beantragen?

Das Projekt in Dörverden demonstriert, wie innovative Technologien die Herausforderungen des Klimawandels und der Flächenkonkurrenz adressieren können. Es dient als Modell für zukünftige Anlagen und wird wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Agri-PV liefern, wie sie auch in anderen Solar News aus Deutschland thematisiert werden.

Während solche Großprojekte die Energiewende im industriellen Maßstab vorantreiben, wird das Prinzip der dezentralen Energieerzeugung auch für Privatpersonen immer zugänglicher. Hausbesitzer können mit PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets einen wichtigen Schritt in Richtung Energieautarkie machen. Selbst für Mieter und Wohnungseigentümer gibt es mittlerweile einfache Möglichkeiten zur Teilhabe, etwa durch Balkonkraftwerke ohne Speicher oder erweiterte Balkonkraftwerke mit Speicher, um die eigenen Stromkosten zu senken und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

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